Muss man wirklich Grammatik pauken, wenn man eine Fremdsprache lernen will?

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6 Antworten

Du hast sicher, in der Grundschule, auch deutsche Grammatik gelernt und weißt somit nicht nur dass, sondern auch warum etwas so schreibt, wie es geschrieben wird. Wenn Dir die gramatikalischen Regeln "zufliegen" umso besser, andere müssen die Sätze, die Du aus Gefühl richtig konstruierst, aufwändig zusammenstellen. Wobei es natürlich gut ist, wenn man einem Dritten erklären kann warum die Wortbeugung oder Satzstellung so richtig oder falsch ist.

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Kommentar von mibvws2
05.03.2014, 04:21

wenn man in der grundschule buchstaben und wörter schreiben und lesen lernt, braucht man dies nicht unbedingt als erwachsener für andere sprachen!

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Im Prinzip braucht man keine Grammatik, nämlich dann, wenn man eine Sprache wie ein Muttersprachler lernt, d.h. durch Übernahme und Imitation seiner sprachlichen Umgebung.

Grammatik nützt einem auch beim Sprechen wenig, da man gar nicht die Zeit hat, Regeln aufzurufen und zu beachten. Deshalb stocken diejenigen oft, die beim Sprechen die Grammatik beachten.

Aber:

  • Grammatik kann helfen, Schriftliches zu verstehen, weil man dafür dann Zeit hat.

  • Die Sprache von Muttersprachlern zu übernehmen, ist graduell problematisch, da viele von ihnen eben _nicht_ grammatisch korrekt sprechen. Um das zu erkennen und sich nicht dieselben Fehler anzueignen, braucht man natürlich Kenntnisse der Grammatik.

  • Flüssiges Sprechen ist gut, selbst wenn man noch Fehler macht, aber man muss sich davor hüten zu glauben, man sei schon perfekt, sondern immer wieder seinen Sprachgebrauch in Frage stellen, auf dem Hintergrund der Grammatik.

Fazit:

Wer eine Sprache normgerecht beherrschen will, kommt ohne Grammatik nicht aus. Das gilt auch für Muttersprachler.

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Hallo,

da eine Sprache nicht nur eine Aneinanderreihung von Vokabeln ist, sondern diese auch noch möglichst sinnvoll zu Sätzen verbunden werden sollen, ist es genauso wichtig, regelmäßig 10 - 15 Min Grammatik zu üben, zum Beispiel per ego4u.de + englisch-hilfen.de.

Grammatik muss man aber nicht pauken, das kann genauso spielerisch gehen wie Vokabeln lernen, z.B. indem man

  • englische Texte, Bücher, Zeitungen usw. liest
  • englische Filme und englisches Fernsehen schaut
  • englische Podcasts und englisches Radio hört

usw.

:-) AstridDerPu

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Ohne zu lernen .... stimmt so mal nicht, deine Methodik nennt sich nur Learning-by-doing und Try-and-Error, ich kenn das, hab mir Englisch selbst so beigebracht Anfang/Mitte der 90er mit engl. sprachigen Computerspielen.

Grammatik war in der Schule für mich auch ehr son WTF-Erlebnis, egal ob Deutsch oder Englisch, in der 10ten Klasse musste ich dann aber Notgedrungen, da meine Klassenlehrerin (welche ebend auch Englisch unterrichtete) mich dazu strizte endlich auch mal die Grammatik zu erlernen wo ich sie doch eh schon fast perfekt anwende.

Tjoa und irgendwie hats dann doch recht flott klick gemacht und kurze Zeit später hab ich sogar endlich mal deutsche Grammatik verstanden ...

Wichtig ist Grammatik eh nur bedingt zum sprechen/verstehen, jedoch unumgänglich wenns um ordentlichen Satzbau geht. Und da legt ja gerade der Brite extremen Wert drauf.

Kopf hoch, so schwer ist die englische Grammatik nun auch nicht, auch wenn ich heute das meiste/wenn nicht gar alles wieder vergessen habe.

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Hi.
Ja, natürlich muß man auch Grammatik lernen. Aber nicht durch stures Pauken.

So ganz glaube ich dir nicht, wenn du sagst, daß du ohne Grammatiklernen Englisch grammatisch richtig schreibst.

Wenn du in einer Sprache (fast) perfekt bist, dann brauchst du keine Regeln mehr, dann hast du ein solides Bauchgefühl entwickelt. Allerdings habe ich genug User erlebt, die davon überzeugt waren, ein "korrektes" Bauchgefühl entwickelt zu haben - und sich darin aber bitter getäuscht hatten.

Dies sagt dir jemand, dessen Englisch schon recht ordentlich ist.

Im Übrigen gilt auch für das Sprachenlernen: Egal ob die Kuh schwarz oder weiß ist - Hauptsache, sie gibt Milch. Allein das Ergebnis zählt. Man sollte die eigenen Fähigkeiten aber nicht überschätzen.

Gruß, earnest

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ich habs genauso gemacht wie du!

ich hab mit ca. 12 jahren angefangen sendungen und filme auf englisch zu gucken und mache es seit dem schon fast jeden tag (jenachdem ob ich gerade an einer sendung interessiert bin oder nciht)

davor hatte ich natürlich schon englisch in der schule und war aber auch dann ziemlich gut drin (glaub ich^^)

allerdings(!) ist es was anderes wenn man eine sprache von geburt an lernt und wenn man sie später lernt!

ich weis nicht ob du noch andere sprachen sprichst, aber ich wollte mal versuchen klingonisch (das ist eine fantasy sprache aus Star trek, allerdings in amerika als richtige sprache anerkannt) zu lernen... einfach aus langeweile...

ich wollte es auch einfach so machen, wie ich es mehr oder weniger mit englisch gemacht hab. also mir übersetzungen von wörtern und sätzen anhören und mir diese einprägen...

doch es gab ein paar probleme... das erste: der satzbau wurde so gemacht wie er auf der welt am wenigsten genutzt wird (es soll ja eine alien sprache sein... also so weit von der menschen sprache entfernt wie es geht)

der satzbau war also: objekt-verb-subjekt

und dann hatte ich auch schon ein problem, da ich in der schule halt nie aufgepasst habe...

und so fängt das halt an! man muss wissen wie man wörter einsetzt usw.

natürlich kann man das alles lernen wenn man es sich einfach nur anhört usw. aber es ist sehr viel schwieriger!

ausserdem ist es, wenn man es für sich selbst macht, gar nicht so schlimm! in der schule wird es einem aufgeträngt, anstatt es einen selber herausfinden zu lassen... ich finde sprachen eigendlich sehr interessant... aber ich denke es ist die schule die mir das "ausgetrieben" hat!

möchtest du also eine andere sprache lernen, denk nicht an das, was du in der schule gemacht hast, sondern an das was du können, lernen und für dich herausfinden möchtest!

ich hoffe ich konnte dir irgendwie helfen!

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