Muss man, wenn man NUR die Privatpilotenlizenz (PPL) machen möchte, ins Militär?

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5 Antworten

Hallo, 

dem Gesetzgeber, also der EU/EASA, ist es egal, ob jemand beim Militär war, ist oder sein wird. Daher spielt es auch keine Rolle, welche Art von Lizenz (PPL, CPL/IR, MPL, ATPL) man erwerben will. 

Die Zivilfliegerei (langsam und sicher) hat mit der Militärfliegerei (schnell und gefährlich) nichts zu tun. 

Auch bei der Bundeswehr kann man sich als Zivilist ohne Flugschein bewerben und startet bei Eignung erst dann die militärische Flugausbildung. 

Das aber kann natürlich in anderen Ländern, z. B. in der Schweiz, anders sein. Vielleicht ist dort eine PPL die Voraussetzung für die Militärfliegerei. Da ich annehme, dass Du aus der Schweiz kommst, solltest Du mal bei SPHAIR.CH oder SAT (Swiss Aviation Training) nachschauen. 

So recht kann ich mir nicht vorstellen, dass die Erteilung einer PPL oder LAPL vom Ableisten des Militärdienstes abhängig ist. Das wäre ja gerade so, als ob nur derjenige einen PKW-Führerschein machen dürfte, der seinen Wehrdienst abgeleistet hat. Ich habe mal beim BAZL recherchiert und da konnte ich keinen Hinweis darauf finden, dass die Privatfliegerei nur für Schweizer erlaubt wäre, die ihren Militärdienst abgeleistet haben. Das wäre ja eine Ungleichbehandlung gegenüber Ausländern, die in der Schweiz ihren Wohnsitz haben und dort die Ausbildung zum Privatpiloten absolvieren. 

Was du privat machst, geht den Staat nichts an. Die Floskel "abgeschlosssene RS" bezieht sich den meisten Arbeitgebern lediglich darauf, dass sie dir die RS nicht zahlen wollen. Ausserdem gibt es keine Schweizer Luftfahrt mehr. Die Swiss gehört den deutschen.

Gruss

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