Muss man wenn man elektriker seien will krass mathe können?

3 Antworten

Für die Ausbildung zum Elektroniker (den Elektriker gibt es seit Jahren nicht mehr) benötigst Du Rechenkenntnisse bis etwa zur 8./9. Klasse, schlimmer als Bruchrechnen, Quadrieren, Wurzel ziehen und ein bisschen Dreisatz wird's nicht. Im Wesentlichen muss man vor allem den Taschenrechner bedienen können.

Für das, was Du offenbar unter "Elektriker" verstehst ("Kabel ziehen und so") brauchst Du kein Mathe und keine Ausbildung. Das kannst Du als ungelernter Elekteohelfer machen.

Woher ich das weiß:Beruf – BBS-Lehrer in Rheinland-Pfalz

Also ohne Sinus, cosinus und Tangens kommst du in der Berufschule nicht weiter.

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@Blume8576

Stimmt. Aber das ist auch wieder nur Bruchrechnen oder Taschenrechner bedienen. Wüsste jetzt nicht, wo man ein wirkliches Verständnis der Winkelfunktionen braucht.

Helfen würd's natürlich.

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@DpB11

Winkelfunktionen ist Bruchrechnen?

Die Winkelfunktionen braucht man zum berechnen einer Kompensationsanlage und fûr Phasenverschiebungen im Drehstombereich. Das sind jetzt 2 gängige Anwendungen die mir direckt einfallen.

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@Blume8576

Als "ungelernter Elekteohelfer" musst Du die Berufsschule aber nur besuchen, nicht verstehen.

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@Blume8576

So, jetzt mal vom Rechner, da kann ich weiter ausholen (tippt sich besser):

Ich weiß, ich sitz im Gesellenprüfungsausschuss der ElektronikerInnen für Energie- und Gebäudetechnik, und Kompensation ist einer meiner Unterrichtsschwerpunkte.

Aber von meinen Schülern kennen sich vielleicht wenn's hochkommt 20% mit den Winkelfunktionen aus, und um die wirklich ausführlich, mit Herleitung etc. nochmal zu machen, haben wir keine Zeit, denn es gibt zum Teil noch DEUTLICH geringere Grundlagen, die wir nachholen müssen. Phasenverschiebung kommt zwar vor, ist aber letztendlich für die, die vorher nichts mit Winkeln zu tun hatten, bis zum Ende recht undurchschaubar.

Trotzdem kann man die Prüfungsaufgaben dazu lösen, denn die klassische Kompensations-Prüfungsaufgabe sieht etwa so aus:

cos Phi_alt ist gegeben, cos Phi_neu ist gegeben, meistens ist noch P, U_ges und I_ges gegeben, C ist auszurechnen. Tabellenbuch und Formelsammlung sind zugelassen.

Also müssen sie eigentlich ausschließlich per Taschenrechner aus dem cos_Phi den Winkel berechnen. Der Rest ist Formeln anwenden, die in der Sammlung stehen.

Sollte mal ein Wirkleistungsfaktor o.Ä, gefragt werden, ist das mit Hilfe der Formelsammlung auch durch "Formel abschreiben, ggf. umstellen, einsetzen und vom Rechner ausrechnen lassen" machbar.

Wirklich wissen, was eine Winkelfunktion ist, muss man dazu nicht. Was bleibt ist tatsächlich ein biischen Bruchrechnen und denTaschenrechner richtig bedienen. Allerdings scheitern auch daran noch genügend.

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@TomRichter

Nee, als ungelernter Elektrohelfer muss er die Berufsschule gar nicht besuchen. Da kriegt er eine Einweisung, darf dann nicht unter Spannung arbeiten und keinerlei Messungen/Abnahmen machen, sprich: Es muss über alles noch ein gelernter drüberschauen. Das ist ein Hilfsarbeiterjob, entsprechend schlecht werden die auch bezahlt.

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Wen du Nichtmal das kannst was in einem Physik unterricht in der Hauptschule unterrichte wurde kannst du den Beruf nicht schaffen!

Krasser ist eher eine Wärmebedarfs Berechnung den dazu mus man Formel umstellen,Tabellen auslesen ,Flaechen berechnen Volumen berechen und auch die Stömungsgeschwindiegkeiten und auch noch die reibungs und Wärmeverluste und das ist nur eine Rechnung für einen raum!

Wen man das für das haus berechnet kommt Dan die Kw zahl für den Heizungskessel raus und grade an diese Berechnung sind die hälfte der firmen die pleite gingen gescheitert!

Was sollst du den auf der Baustiele ausrechen ? Da hat das der meister schon getan und läst dich die Leitungen verlegen!

Berufschuel kann das ganz anders sein!

Dann mach doch Starkstrom-Elektriker, die müssen nicht viel rechnen, aber schwindelfrei sein und auf Strommasten klettern. Die verdienen krass viel Geld (über 40000€ im Jahr) und noch Zulagen.

Wo hast du die information her ? Jeder Elektriker hat eine Grundausbildung mit entsprechenden Kenntnisen

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@Blume8576

Ein Lehrabschluss ist eine Sache, der Beruf eine andere. Die Bezahlung ist jedenfalls sehr gut, kann man auch recherchieren.

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