Muss man vor Gericht aussagen, wenn man bei der Polizei anonym ausgesagt hat? (Zeuge)

3 Antworten

Wenn das Gericht die eine Ladung schickt, wirst Du erscheinen müssen. Hauptverhandlungen in Strafprozessen sind - von Ausnahmen abgesehen - grundsätzlich öffentlich.

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So ist es! DH.

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Wenn die Straftat nicht anders bewiesen werden kann, wird jeder Zeuge vor Gericht aussagen müssen.

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Nicht, wenn er ein Zeugnisverweigerungsrecht hat.

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@jurafragen

Na super Kommentar! Er zeigt also einen Verwandten an?!

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wie geht das denn? bei der Polizei anonym aussagen.. die fragen doch zuerst nach den adressdaten.., oder?

aber davon abgesehen, nur, wenn du dich selbst beschuldigst (beschuldigen solltest), brauchst du nicht auszusagen sonst bist du zu einer Aussage verpflichtet (Beugehaft)

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Ich meinte das anders:

Wenn ich eine Zeugenaussagen machen will, wird das für die Öffentlichkeit bzw. dem Angeklagten zugänglich sein?

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@tandemland

Nein, deine Aussagen werden natürlich vertraulich, diskret und was weiss ich behandelt - aber solltest du bei einer Gerichtsverhandlung antanzen müssen, zum Beispiel als Zeuge vorgeladen werden, enttarnst du dich natürlich

weil das ein Wiederspruch ist, ist es manchmal ratsam, doch besser nichts zu sagen, es sei denn, es macht dir halt nichts aus.. Frage: Warum sollte es dir was ausmachen, wenns der Wahrheitsfindung dient?

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@bachforelle49

Die Person, gegen die die Aussage gerichtet ist, ist in einem Milleu von Asozialen usw. Ich fürchte, eine Aussage würde KKonsequenzen mit sich ziehen

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@tandemland
Wenn ich eine Zeugenaussagen machen will, wird das für die Öffentlichkeit bzw. dem Angeklagten zugänglich sein?

Eine Aussage bei der Polizei wird protokolliert und landet in der Eermittlungsakte. Der (später) Angeklagte kann (ggf. über einen Verteidiger) Akteneinsicht erhalten und wird dann die gesamte Aussage lesen können.

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@jurafragen

ja, dann muß aber der Andere - Asoziale - erstmal das Geld für einen Anwalt haben, um Einsicht zu bekommen

die Kernfrage muß lauten: darf die Polizei den Namen des Zeugen ausplaudern, in diesem Fall dokumentieren (Protokoll), wenn sie sich zur Anonymität verpflichtet hat (Zeugenschutz) ?

sonst ist das ganze ja ein Widerspruch!

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@bachforelle49
ja, dann muß aber der Andere - Asoziale - erstmal das Geld für einen Anwalt haben, um Einsicht zu bekommen

Ja. Er googelt, findet einen Anwalt, der ihm für 32 Euro plus Auslagen die Akte beschafft und bekommt dann eine Kopie davon. Das sollte auch für einen "Asozialen" möglich sein.

die Kernfrage muß lauten: darf die Polizei den Namen des Zeugen ausplaudern, in diesem Fall dokumentieren (Protokoll), wenn sie sich zur Anonymität verpflichtet hat

Kriminalistische List. Es wird hier wohl um irgendeine Bagatell-Geschichte gehen. Nicht um Auftragsmord, Bandendiebstahl oder Drogenanbau.

Der dumme Zeuge versteht den Vernehmer so, dass das alles "vertraulich" bleibt. Das hat der so aber nie gesagt. Und auch nie gemeint. So nach dem Motto "erzählen sie doch mal, wir machen auch kein Protokoll" (sondern einen Vermerk).

(Zeugenschutz) ?

Ja, vor mir wollte auch mal jemand Zeugenschutz haben. Da war ich 14 Jahre alt. Ein damals ca. 70jähriger Rentner, der eine Sachbeschädigung beobachtet hat. Ein Parkplatzschld aus dünnem Blech sah plötzlich etwas zerknitter aus. Die Tat habe aber nicht ich begangen, sondern jemand anderes, der mir erstens nicht besonders ähnlich sah (andere Haarfarbe, andere Statur, ich trug eine Brille, er n icht) und zweitens der andere die Tat auch eingeräumt hat.

Nun denn, der arme Rentner ist dann wohl bei seiner Zeugenvernehmung von dem Polizisten nach Äußerung seines Wuinsches nach polizeilichem Schutz seiner Person vor mir (ich wohnte eben in der Nähe, das ist ja schließlich Grund genug) ausgelacht worden und auch das Ermittlungsverfahren gegen den geständigen Täter ist nach meiner Kenntnis ohne Auflagen eingestellt worden. Der Rentner hatte seitdem wohl Angst vor meiner schlimmen Rache.

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