Muss man vor dem Tod Angst haben oder geht es danach weiter und man ist nicht allein?

11 Antworten

Selbst wenn es nach dem Tod nichts gibt, ist das kein Grund, davor Angst zu haben, denn dann wird man nie erfahren, dass es nach dem Tod nichts gibt. Viel schlimmer wäre, wenn es nach dem Tod eine weitere Existenz gibt und man erfährt, dass man eigentlich einer falschen Sichtweise nachgerannt ist. Ich habe in meinem Leben schon zu oft eine Vollnarkose und habe zu oft geschlafen, ohne mich nach dem Aufwachen an erlebte Träume zu erinnern, um davor Angst haben zu können, dass es nach dem Leben nicht irgendwie weiter geht. Allerdings glaube ich auch nicht, dass es so etwas wie eine Hölle als einen Ort gibt, sondern nur, dass die Hölle eher einer Erkenntnis entspricht oder einer geistigen Unruhe - aber das ist vielleicht nur meine Ansicht dazu.

Wir können nicht wissen, was kommt, wenn wir tot sind. Einige Menschen glauben daran, dass bestimmte Sachen kommen oder auch, dass es nach dem Leben nichts mehr gibt, aber wissen können wir es letztendlich nie.

Meiner Meinung nach ist es aber jetzt auch noch gar nicht wichtig. Gerade lebst du. Wenn du nicht wissen kannst, was danach passiert, bringt es auch nichts, dir darüber Gedanken zu machen. Du kommst sowieso zu keinem sinnvollen Schluss.

Lebe lieber dein Leben, denn das ist es, worauf es gerade ankommt! Stelle dir nicht die Frage, was passieren wird, nachdem du gestorben bist, sondern was passiert sein sollte, bevor du stirbst. Sobald du eine Antwort gefunden hast, arbeite daran, sie umzusetzen. Wie es ist, tot zu sein, kannst du erst wissen, wenn du es bist. Dein Leben verändern kannst du dann nicht mehr, das musst du jetzt leben.

Angst vor dem Tod muss man meiner Meinung nach nicht haben. Natürlich kann die Unwissenheit etwas beängstigend sein, aber ich persönlich halte den Gedanken eines ewigen Lebens für viel beängstigender. Stell dir nur mal vor, die Erde existiert irgendwann nicht mehr und du treibst Milliarden Jahre lang ziellos und einsam durchs Weltall...

Hallo MarliesMarina,

vielleicht magst Du Dich wundern, doch ich möchte Dir dazu eine Antwort aus der Bibel vermitteln, dem Wort Gottes, das uns diesbezüglich - und nicht nur diesbezüglich! - beruhigen will.

Dazu ist es wertvoll zu erfahren, wie der Tod überhaupt in diese Welt kam.

Gott hatte diese Erde ursprünglich vollkommen geschaffen. Im Schöpfungsbericht in 1. Mose 1, Vers 1 bis Kapitel 2, Vers 4 wird dies beschrieben. Die Schöpfung hatte keinerlei Makel - und somit war auch der Tod kein Thema.

Wie kam dann der Tod in diese Welt?

Gott hatte auch alle Wesen auf allen Welten mit einem freien Willen geschaffen, Ihm aus freien Stücken zu dienen, weil sie Seine Liebe - sprich Seinen Charakter - kennen. Denn wer wahrhaft liebt, lässt dem anderen die Freiheit, ihn zurück zu lieben - oder auch nicht.

Doch da gab es ein Wesen, das diese Liebe in Zweifel zieht. Luzifer - das ranghöchste geschaffene Wesen, diente am himmlischen Thron als Oberster der Engel, der Boten Gottes, die die Botschaften Gottes an die Welten ausrichten sollten. Er - der Name bedeutet Lichtträger, er sollte das Licht der Liebe Gottes in alle Welt tragen - hatte unmittelbaren Kontakt mit Gott!

Und eines Tages behauptete er nun plötzlich, Gott wäre in Wahrheit ein despotischer Tyrann, dem die Wesen nur dienten, weil Er sie erpresste und in Wahrheit gar nicht lieben würde, und würde ihnen vor allem wichtiges Wissen, wichtige Erkenntnisse über das Leben vorenthalten. Und er - Luzifer - wäre als Gott der bessere Gott.

Luzifer steigerte sich so sehr in diese Rebellion hinein, dass Gott handeln musste, wollte Er sich nicht "blamieren".

Wie sollte Gott also mit diesem Rebellen umgehen?

Gott ist wie wir Menschen - mit jemandem, der uns zu Unrecht anklagt, wollen wir auf Dauer nicht zusammenleben, richtig?

Was sollte Gott also tun?

Gott hätte zwei Möglichkeiten gehabt:

1.: Er hätte Luzifer sofort auslöschen können. Denn Gott ist ja allmächtig und hätte sofort einen neuen "Luzifer" schaffen können. Doch wie hätten die anderen Wesen darauf reagiert? Hätten sie dann in Gott noch die Liebe gesehen, oder hätten sie Ihm dann wirklich nur noch aus Angst gedient, aus Angst, der Nächste zu sein?

Nein, Gott wählte die andere Alternative:

Gott verbannte Luzifer aus dem Himmel. Er liess Satanas - so wurde Luzifer nach den Herauswurf aus dem Himmel genannt; Satanas bedeutet Verkläger, Verleumder – die Möglichkeit, zu beweisen, ob an seinen Anschuldigungen etwas dran ist oder nicht. Und jeder, der sich diese zweite Alternative vernünftig betrachtet, kommt zu dem Schluss, dass die Anschuldigungen haltlos sind.

Nun, hierzu schuf Gott einen neuen Planeten, die Erde, und beschränkte den Wirkungskreis des Satanas auf diesen Planeten.

Dann schuf Gott wiederum Wesen, begabt mit Vernunft (wir Menschen sind die einzigen Wesen auf dieser Erde mit einem Frontalhirn, in dem Verstand und Vernunft sitzen) und mit einem freien Willen, wodurch sie entscheiden konnten, Gott kennenlernen zu wollen und Ihm zu dienen, oder sich gegen Ihn zu entscheiden.

Wie gesagt, laut Schöpfungsbericht war diese Erde vollkommen, also kein einziger Makel. Auch nicht der kleinste Makel!

Gott hatte Adam und Adama (das hebräische "Adam" bedeutet ganz einfach "Mensch" und "Adama" "Menschin") in den Garten Eden gesetzt und ihnen ein einziges Gebot gegeben, anhand dessen ihr Gehorsam geprüft wurde. Dieses Gebot sollte ihnen zum Schutze dienen - und dieses Gebot war ganz einfach einzuhalten!

Und Adam und Adama hatten unmittelbar Kontakt mit Gott, hätten Ihn also direkt aufsuchen können und fragen, warum dieses eine Gebot ihnen gegeben war. Doch taten sie dies offenbar nicht, denn sonst hätten sie sich daran gehalten.

Woraus bestand nun dieses Gebot?

Im Garten Eden standen ihnen alle Früchte der Bäume und Sträucher zur Nahrung zur Verfügung, und in die Mitte des Gartens hatte Gott nebeneinander zwei besondere Bäume gepflanzt: Den "Baum des Lebens" und den "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse".

Der Baum des Lebens diente dazu, dass Adam und Adama weiterhin ewiges, also unvergängliches Leben haben würden. Der andere Baum, der "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse" war sozusagen der Prüfstein für die Treue der Menschen zu Gott.

Das Gebot lautete: „Von allen Bäumen im Garten sollst du essen, aber von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon issest, wirst du gewißlich sterben“

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Herzliche Grüße, Moritz

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