Muss man Studieren um Physiotherapeut zu werden?

2 Antworten

Wie läuft die Ausbildung als Physiotherapeut ab?

Um Physiotherapeut zu werden, muss man eine schulische Ausbildung absolvieren, die drei Jahre dauert. Man kann sich entweder an staatlichen oder privaten Berufsfachschulen bewerben. Dort findet theoretischer und praktischer Unterricht statt, der Themen wie Physiologie und Anatomie behandelt. Zudem werden im Laufe der Ausbildung mehrere Praktika gemacht, um das erlernte Wissen anzuwenden. Nach der Ausbildung ist man staatlich anerkannter Physiotherapeut.

Wusstest du schon, …

… dass die Ausbildung zum Physiotherapeuten keinen einheitlichen Starttermin hat? Wann genau die Ausbildung beginnt, hängt immer von der Schule und dem jeweiligen Bundesland ab. Oftmals ist der Start im Oktober. Manche Schulen bieten sogar zwei Termine an, zu denen die Ausbildung begonnen werden kann.

Was lernt ein Physiotherapeut in der Berufsschule?

Im theoretischen Teil verinnerlicht man den Aufbau des menschlichen Körpers, lernt unterschiedliche Behandlungs- sowie Untersuchungstechniken kennen und macht sich mit der Bewegungs- und Trainingslehre vertraut. In den praktischen Phasen der Berufsfachschule verbringt man viel Zeit in den Übungsräumen oder Turnhallen, die beispielsweise mit Therapieliegen, Matten und Gymnastikbällen ausgestattet sind. Dort übt man zusammen mit seinen Mitschülern zum Beispiel verschiedene Behandlungstechniken.

Erstes Ausbildungsjahr:

Anatomie: Gelenke, Knochen und Muskeln – als angehender Physiotherapeut lernt man alles über die Anatomie des Menschen. Dazu gehören nicht nur deutsche, sondern vor allem lateinische Bezeichnungen.

Physiologie: In diesem Fach lernt man die Funktionsweise des Körpers und wie alle Organe im Körper zusammenwirken.

Zweites Ausbildungsjahr:

Krankheitslehre : In diesem Fach werden die Grundbegriffe der Krankheitslehre, Krankheitsursachen und Krankheitsverläufe vermittelt. Zudem wird man über Symptome wie beispielweise eine Veränderung der Hautfarbe bei bestimmten inneren Verletzungen informiert.

Behandlungstechniken: In der Physiotherapie gibt es eine Vielzahl an Behandlungstechniken, zum Beispiel die Kiefergelenksbehandlung oder Wärmeanwendungen. In diesem Bereich erfährt man, welche Methoden am gängigsten sind.

Drittes Ausbildungsjahr:

Prävention: Die präventive Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Welche vorbeugenden Übungen es gibt und wie Muskeln am effektivsten aufgebaut werden, lernt man in diesem Bereich.

Rehabilitation : Ob nach einem Unfall oder einer Krankheit – bei der Rehabilitation geht es darum, sogenannte Dysfunktionen zu verhindern und die natürlichen Körperfunktionen wiederherzustellen.

Welche Behandlungsformen es gibt, wird in der Berufsfachschule vermittelt.

Was lernt ein Physiotherapeut in der Praxis?

Während der Ausbildung absolviert man mehrere Praktika, wobei man in der Regel unterschiedliche Einsatzorte besucht. Jede Schule hat eigene Regelungen zu den Praxisphasen. Am Ende müssen allerdings insgesamt 1600 praktische Stunden absolviert werden.

In der Praxis lernt man medizinische Fachbereiche wie die Neurologie, die Unfallchirurgie oder die Orthopädie kennen. Dort untersucht, behandelt und betreut man Patienten. Dabei wendet man sein Wissen über die Körperfunktionen und allgemeine therapeutische Prozesse an. Zudem darf man im Beisein der Ausbilder verschiedene Behandlungsmethoden wie Krankengymnastik, Elektrotherapie oder Massagen anwenden oder präventive Maßnahmen, wie Muskelaufbautrainings, einleiten.

Nein, das ist ein Ausbildungsberuf.

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