Muss man sich von Lehrern sowas gefallen lassen?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Und was hätte der Lehrer gemacht, wenn die Klasse das Spiel gewonnen hätte? Hätten die Anwesenden einen Lutscher bekommen und die Abwesenden nicht?

Es ist ja schön, dass der Lehrer etwas mit Leuten vereinbart, die von der Vereinbarung nicht betroffen sind. Die Betroffenen sind abwesend und können sich zu der Vereinbarung nicht äußern. Stolze Leistung für einen Lehrer! Wo hat der noch mal sein Studium gemacht, in einer Klapsmühle? Wie hat er abgeschlossen? Im Fach Pädagogik muss es ein Ungenügend mit Minuszeichen davor gewesen sein.

Selbst wenn diese "Vereinbarung" vorher abgeschlossen worden wäre, wäre sie nichtig gewesen; also für Euch nicht bindend. Wollen wir doch das, was Du als "Vereinbarung" bezeichnest, als das bezeichnen, was es in Wahrheit ist, nämlich eine Drohung.

Langer Rede kurzer Sinn: nein, das darf der Lehrer nicht. Man kann die Abwesenheit von einer Freizeitveranstaltung nicht im Nachhinein mit einer Zwangsmaßnahme belegen und bei Weigerung eine schulische Erziehungsmaßnahme androhen. Was sind das für komische Lehrer, die da auf die Menschheit losgelassen werden?

Gruß Matti

Bin kein Rechtsexperte, aber meines Wissens geht es nicht, dass ein Lehrer das Kuchenbacken verlangen kann. Das Fußballspiel war deinen Worten zufolge keine schulische Veranstaltung, sondern eine Freizeitaktivität, bei der eben zufällig die Klasse eine Mannschaft hingeschickt hat, oder? In diesem Falle hatte auch der Lehrer nicht die Pflicht, anwesend zu sein. Über das Kuchenbacken als "Wiedergutmachung" für das verlorene Spiel kann man aber noch lächeln. Problematischer klingt das Nachsitzen, falls jemand keinen Kuchen backt. Das hat mit versäumter Leistung im Unterricht oder Fehlverhalten nichts zu tun (das sind ja so die üblichen Gründe fürs Nachsitzen).

Willst du auf Konfrontationskurs gehen? Dann müsstest du ruhig, höflich und sachlich erklären, dass du a) keinen Kuchen backst und b) auf keinen Fall zum Nachsitzen kommen wirst und c) sollte der Lehrer darauf bestehen, dich mit deinen Eltern zusammen an die Schulleitung wenden wirst, um zu klären, wie diese dazu steht.

Die Frage ist, ob sich der Anlass wirklich lohnt. Denk gut darüber nach, vielleicht willst du als Zeichen deines guten Willens und deiner Gutmütigkeit einfach eine Tüte Gummibären mitbringen. Dann ist halt daheim grade mal der Herd kaputt.

Wenn das Fußballspiel keine Schulveranstaltung mit Teilnahmepflicht war dann ist die Forderung der Lehrerin schlichtweg unberechtigt. In dem Fall würde ich einfach das Kuchen backen verweigern und sollte sie daraufhin eine Strafmaßnahme anordnen würde ich zur Schulleitung gehen und denen den Sachverhalt erklären.

Rechtlich musst du das nicht machen. "Kuchenbacken" ist ja auch keine im Schulgesetz vorgesehene "Odrnungsmaßnahme".

Ich würde es aber an deiner Stelle dennoch machen: Sieh es doch einmal so: Du hast bei dem Spiel die Klasse im Stich gelassen. Als Wiedergutmachung sollst du nun für die anderen einen Kuchen backen - ganz unabhängig von Recht, Gesetz oder Strafe.

Das Problem ist doch, dass der Lehrer das nicht erfolgte Kuchenbacken mit einer nicht legitimen, jedoch "offiziellen" Ordnungsmaßnahme durchsetzen will. Oder sie jedenfalls androht.

Man kann jemandem schlechterdings nicht selbst die Entscheidung überlassen, ob er an etwas teilnehmen will, und wenn derjenige dann von diesem Recht auch Gebrauch macht und nicht teilnimmt, ihn hinterher "bestrafen" wollen - egal ob durch Kuchen backen oder ähnliches. Auch das Kuchenbacken würde ja nicht freiwillig erfolgen.

So stärkt man auch keinen Teamgeist, sondern treibt einen Keil in die Klassengemeinschaft und grenzt einzelne Schüler aus, die von ihrer (in Wirklichkeit wohl dann doch nicht bestehenden und nicht gewollten) Freiheit gebrauch gemacht haben. Von "im Stich lassen" kann unter solchen Umständen doch wohl kaum eine Rede sein. ;-)

3
@Mindermeinung

Ich gebe dir recht, dass der Lehrer das "Kuchenbacken" nicht mit Ordnungsmaßnahemn durchsetzen darf. Allerdings bleiben bei der Frage noch viele Fragen offen: Hat wirklich der Lehrer mit diesen Maßnahmen gedroht oder die anderen Mitschüler? Und hat Nessi2295 vorher angekündigt, dass sie keine Zeit hat oder kam sie einfach nicht, obwohl die anderen damit gerechnet haben? Im ersten Fall sind sämtliche Strafen vollkommen überzogen, im zweiten Fall kann man sehr wohl von "im Stich lassen" sprechen. Theoretisch kann für solche Veranstaltungen sogar tatsächlich eine "Schulpflicht" herrschen, von der sich dann aber jeder ohne Probleme befreien lassen kann. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es vollkommen egal war, wer kommt oder nicht - und im Nachhinein sollen plötzlich die bestraft werden, die nicht da waren.

1

ne das darfst du dir nicht gefallen lassen auf keinen fall. zur not sollen deine Eltern anrufen.

Wenn er vorher angekündigt hat das es wirklich NICHT Pflicht ist, hat er später kein Recht sich zu beklagen.^^

Wenn es Keine PFLICHT war, brauchst Du weder nachsitzen usw. Aber um allen eine Freude zu machen, frag Deine Mutter ob Sie für Dich einen Kuchen backt. Um so größer wird die Überraschung sein, wenn Du den Kuchen zur Schule mitbringst.

Das ist Schwachsinn. Wende dich doch einmal an deine Mutter, sie möge die Lehrerin doch bitte mal zusammenstauchen, dann musst du dir keine Gedanken machen, das funktioniert immer! :-)

kuchen nicht backen. am wochenende hat man frei und keine schulepflicht. wenn sie dir mit nacharbeit oder stafarbeit droht zum reaktor gehen.

Wenn es wirklich keine Pflicht (also nicht als Unterricht) zählt, dann ist das ja eine Lachnummer von Deinem Lehrer. Eine Strafe kann nicht im Nachhinein bestimmt werden. Die Strafe muß vorher festgesetzt werden.

Was möchtest Du wissen?