Muss man sich schämen?

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4 Antworten

Also schämen finde ich grundsätzlich doof, das macht nämlich keinen Spaß und tut meistens ziemlich weh. Außerdem führt es zu nix. Also lieber nicht schämen ;)

Und davon abgesehen: Es wird dir sicherlich auch mal passieren, dass sich Leute dir gegenüber für was Besseres halten. Oder dass du gefragt wirst, warum du nicht den Ehrgeiz zum Studieren hattest. Oder dass deine Freunde bewundert werden und du eben nicht... aber das bedeutet nicht, dass du deshalb ein schlechteres Leben hast.

Warte mal ab, bis deine Freunde fertig mit dem Studium sind und nach Jobs suchen. Wenn sie nicht gerade Medizin oder Elektrotechnik studiert haben, werden sie womöglich sehr große Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben. Vielleicht werden sie eine ganze Weile arbeitslos sein und dann später einen Beruf finden, der weder gut bezahlt ist, noch besonders hoch angesehen ist. Vielleicht haben sie auch Glück und das bleibt ihnen erspart. Aber Abitur und Studium sind auf keinen Fall ein Garant für ein erfolgreiches Leben, geschweige denn ein glückliches Leben.

Übrigens: Dein Beruf ist großartig. Du wirst damit wahrscheinlich nie arbeitslos werden, weil Konstruktionsmechaniker dringend gesucht werden. Wenn du dich weiterbildest, kannst du auch sehr gutes Geld damit verdienen. Wenn dir Status sehr wichtig ist, kannst du auch irgendwann den Meister (Industriemeister Metall) draufsetzen und dich selbstständig machen. Also du hast einen wirklich tollen Beruf. Wenn du dich schon schämen willst, dann dafür, dass du so einen tollen Beruf hast und dir trotzdem so einen Kopf machst ;P

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Du kannst stolz auf dich sein. Du hast einen Beruf gelernt und nebenbei einen weiteren Schulabschluss gemacht. Das soll dir erst mal einer nachmachen! Deine Freunde studieren, na und? Haben sie denn ihr Studium schon erfolgreich abgeschlossen? Du hast einen soliden Abschluss und kannst überlegen, ob du in ein paar Jahren deinen Meister machst.

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Die Hälfte der Studierenden gehen nur zur Uni, weil sie mit 16 zu faul waren sich zu bewerben. Wenn die anfangen zu arbeiten, hast du vielleicht schon ein Haus gebaut und zur Hälfte abbezahlt. Meine Mitarbeiterin mit dem höchsten Bildungsabschluss ist total verpeilt und unfähig konkrete praktische Aufgaben zu bewältigen. Einen einfachen Dreisatz bekommt sie nicht hin. Du hast alles richtig gemacht und kannst jetzt schon stolz auf dich sein!

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Kommentar von Nele235
17.05.2017, 22:35

"Die Hälfte der Studierenden gehen nur zur Uni, weil sie mit 16 zu faul waren sich zu bewerben."

Dann ist der Umkehrschluss: Die andere Hälfte geht mit 16 von der Schule, weil sie zu faul/dumm/beschäftigt zum Lernen war.

Ist das so? Ich glaube nicht. 

Es hat einen Sinn, dass man für die Uni das Abi braucht. Ebenso hat es einen Sinn, dass man im Handwerk handwerkliches Geschick braucht. 

Ein Handwerker hat eine solide Basis, auf die er -wenn er möchte- später aufbauen kann. Es ist sicher kein schlechtes GEfühl, wenn man einen angenehmen Kontostand hat, während die Studenten jobben gehen, um über die Runden zu kommen.

Wen es dazu drängt, der kann später immer noch auf dem 2. Bildungsweg auf den Handwerksberuf aufbauen. Und hat trotzdem nebenbei ein sicheres Einkommen. 

Nele

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Kommentar von alphonso
17.05.2017, 23:00

Deinem Umkehrschluss kann ich nicht folgen. Wer mit 16 eine Ausbildung startet, schätzt zB seine persönlichen schulischen Fähigkeiten realistisch ein oder hat sich konkret mit beruflichen Zielen auseinandergesetzt und die ersten Weichen gestellt. Ich hatte heute 3 16jährige Realschüler im Auto. Ein Mädel beginnt im Sommer eine Ausbildung. Die anderen beiden haben keinen Ausbildungsplatz gefunden und wollen deshalb Abi machen. Wer keine Ausbildung findet macht Abi..... Wer danach immer noch orientierungslos ist, studiert irgendwas.... Na super....

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Da gibt´s nichts, für das du dich schämen müsstest, wie kommst du darauf?

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Kommentar von DrHoden
17.05.2017, 19:49

Naja also während der Vorlesung einen fahren zu lassen ist schon nochmal ein ganz anderes Bildungslevel.

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