Muss man sich Baustellenlärm auf Arbeit gefallen lassen?

5 Antworten

Was heißt "was sollen die Bauarbeiter machen" Die Bauarbeiter haben sich für diesen Job mit ständigem Lärm entschieden. Die die im Büro arbeiten müssen vielleicht telefonieren und konzentriert arbeiten (mir geht es nämlich zur Zeit auch so). Ohrenbetörender Lärm, man hört erst gar kein Klingeln vom Telefon, geschweige kann man ein Telefonat führen. Ich schreibe z.B. vom Band, selbst das kann man nicht verstehen. Ich bin der Meinung, dass sich der Arbeitgeber um eine adäquate Lösung kümmern muss. Und es braucht auch keiner zu sagen, dann verlagre doch die Arbeitszeit, ja würde ich gerne tun in der Nacht arbeiten, wäre schon bei der Hitze besser (Bürotemperaturen z.Zt. 29 Grad). Bloß da schlafen auch alles Leute, die sonst am Tag anrufen würden. Also geht das auch nicht. Ich denke es ist eine reine Organisationsfrage vom Arbeitgeber, wenn ich so große Baumaßnahmen in meinem Unternehmen durchführen lasse. Aber wie immer interessiert das niemanden. Das Geschrei ist dann nur groß, wenn man vor Ohrensausen bzw. Migräne nicht mehr arbeiten kann )was da wohl die Ursache war).

Wenn der Lärm über die Grenze des schädlichen liegt kannst Du verlangen umgesetzt zu werden. Für den Unternehmer und Betreiber von Anlagen gelten zur Zeit noch die BG-Vorschriften BGV B 3 (UVV Lärm) und BGV A 4 (Arbeitsmedizinische Vorsorge), die u. a. eine Umsetzung der EG-Richtlinie (86/188/EG) darstellen. Letztere wurde auf EG-Ebene durch die Richtlinie 2003/10/EG mit dem Titel " Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (Lärm)" ersetzt und muss bis 15. Februar 2006 ins nationale Recht umgesetzt werden. Es ist beabsichtigt diese Richtlinie durch eine Verordnung zu ersetzen, mit der Folge, dass die bisherige UVV-Lärm ungültig wird. Wie schon in der alten Richtlinie wird auch in der neuen Richtlinie vor allem die Pflicht zur technischen Lärmminderung betont. Vom Unternehmer wird die Auswahl und der Betrieb geräuscharmer Maschinen und Arbeitsverfahren sowie die Gestaltung von Arbeitsräumen entsprechend den fortschrittlichen, in der Praxis bewährten Regeln der Lärmminderungstechnik verlangt, außerdem die Ermittlung und Kennzeichnung von Lärmbereichen und die Durchführung eines Lärmminderungsprogramms sowie die Teilnahme an Gehörvorsorgeuntersuchungen. Im Gegensatz zu den bisherigen Auslösewerten von 85 und 90 dB(A) werden die genannten Maßnahmen nun schon ab den Tagesexpositionswerten von 80 und 85dB(A) gefordert. Hinzu kommen nun auch Auslösewerte für die momentanen Höchstwerte von C-bewerteten Spitzenschalldruckpegeln von 135 bzw. 137 dB(C). Neu ist zudem die Festlegung eines Grenzwertes von 87 dB(A) für den Tagesexpositionswert bzw. von 140dB(C) für den Spitzenschalldruckpegel. Letztere gelten dabei unter Berücksichtigung der Wirkung von Gehörschutz.

Die Frage ist doch eher ob durch den Lärm nicht die notwendige Ruhe und Konzentration zur Erledigung der Arbeit gestört wird!

Es gibt Arbeiten die muss man konzentriert erledigen können um Fehler zu vermeiden (eingabe von Daten usw.). Das müsste aber auch im Interesse deines Chefs liegen dass seine Mitarbeiter richtig arbeiten können.

Auch 'billige Arbeitskräfte' erledigen Arbeiten die dem Ablauf in der Firma dienlich sind und können störende Fehler machen.

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