Muss man seine Eltern bei Hartz 4/Sozialhilfe unterstützen?

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10 Antworten

Zu Hartz IV lies dies:

Bedarfsgemeinschaft

https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarfsgemeinschaft

und dies:

Hartz IV: Einkommen Kinder& Bedarfsgemeinschaft

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

.

Geht es um Sozialhilfe, google mit

sozialhilfe wann kinder für eltern zahlen

so werden Dir mehrere gute Infos angezeigt.

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Handelt es sich um Aufstockung von Rente für Rentner ab 65 J, erhalten sie Grundsicherung im Alter. In dem Fall müssen Kinder nur für die Eltern aufkommen, wenn sie im Jahr mehr als 100.000 Euro Einkommen haben. - Genauso, wenn sie Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit haben (dann nicht ab 65 J.).

Hartz IV wird im Gesetz SGB II geregelt (google dazu mit sgb 2),

und Sozialhilfe / Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit wird im Gesetz SGB XII geregelt (google dazu mit sgb 12).

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Das so in kürze.

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Kommentar von cyracus
03.10.2016, 17:01

Danke fürs Sternchen - ҉ •✿⊱ (¯`'•.¸(¯`'•.¸ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¸.•'´¯)¸.•'´¯) ⊰✿• ҉

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ALG1 ist eine Versicherungsleistung. ALG2 ist es zwar nicht, aber dennoch werden die Kinder nicht aufgefordert zu zahlen (Voraussetzung, du lebst NICHT bei den Eltern).

Sozialhilfe u. ä. ist ein dehnbarer Begriff. Nehmen wir an, die Rente reicht nicht aus um das Pflegeheim zu finanzieren. Dann können die Kinder schon herangezogen werden. Allerdings gibt es inzwischen diverse Urteile und Gesetze, die verhindern sollen, dass diese "Sandwich" Generation nicht zu stark belastet wird. Mit Sandwich ist meint, die Kinder müssen sich selbst um ihre Kinder kümmern und noch um die Eltern und für alle zahlen, so dass für sie selbst nichts übrig bleibt. 

Da diese Materie sehr komplex ist, kann es leider kein einfach ja oder nein geben, sondern nur ein grober Überblick

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Wohnt man in einem gemeinsamen Haushalt und die Eltern brauchen finanzielle Unterstützung in Form von Sozialhilfe und die "Kinder" verdienen sehr gut, werden logischerweise erstmal die gut verdienenden Kinder herangezogen, bevor der Staat - also wie, die Allgemeinheit - zur Kasse gebeten werden. Ich halte das offen gestanden auch für selbstverständlich.

ALG1 ist eine andere Sache, da wird der Verdienst der Kinder nicht berücksichtigt.

Als meine Mutter mit Pflegestufe II in ein Heim sollte und mein Vater das finanziell nicht leisten konnte, müssen die Kinder zahlen. Allerdings ist hier Voraussetzung, dass sie ein regelmäßiges Einkommen haben und sie nicht selbst sich stark finanziell einschränken müssen. Damals habe ich mit meinen Schwestern Krach bekommen, weil ich als Einzige nicht arbeite und sie der Ansicht waren, dass dann mein Mann zahlen muss. Was er natürlich nicht muss!

lg Lilo

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Kommentar von DieKatzeMitHut
23.09.2016, 09:01

Ist ja interessant, dass gerade diejenigen, die selbst anscheinend kein Einkommen haben, der Ansicht sind, dass man ja "selbstverständlich" für die Eltern aufkommen muss....

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Kommentar von anatollesch
23.09.2016, 09:03

Und wie verhält sich das bei ALG2?

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Kommentar von EstherNele
24.09.2016, 01:27

Wohnt man in einem gemeinsamen Haushalt und die Eltern brauchen finanzielle Unterstützung in Form von Sozialhilfe und die "Kinder" verdienen sehr gut, werden logischerweise erstmal die gut verdienenden Kinder herangezogen, bevor der Staat - also wie, die Allgemeinheit - zur Kasse gebeten werden. 

Das ist einfach nur falsch. 

Kinder sind ihren Eltern nicht unterhaltspflichtig!!! Dabei ist egal, ob man in einem gemeinsamen Haushalt lebt oder nicht.

Wir reden hier von ALG 1 und ALG II, im Falle von Pflegebedürftigkeit ist das ein ganz anderer Sachverhalt und andere gesetzliche Regelungen.

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Kinder sind prinzipiell nicht unterhaltspflichtig gegenüber ihren Eltern, wenn diese Alg 1 oder ALG II bekommen.

Bei Pflegebedürftigkeit ist das anders, aber das wird auch in einem anderen Gesetzbuch geregelt und war gar nicht die Frage.

Gern wird ja mal gesagt, dass (erwachsene) Kinder im Haushalt der Eltern, welche vorher im Hartz IV - Bezug waren (Eltern auch), bei Arbeitsaufnahme für die Eltern quasi mit aufkommen müssen, da das JC den Eltern die  Leistungen kürzt. Ja - um genau den Betrag, den die Kinder vorher als ALG II-Leistung erhalten haben (bzw. die Eltern für die Kinder). Die Eltern bekommen centgenau das gleiche Geld für sich wie vorher.

Da muss ein verdienendes Kind jetzt den Eltern auch ein Drittel der Miete geben, da die Eltern im Leistungsbezug nur noch ihre 2/3 der Miete bekommen.

Einzige Ausnahme: Eltern im Leistungsbezug und Kind (im Haushalt der Eltern) mit Ausbildungsvergütung + Kindergeld.

Wenn das Ausbildungsgeld + Kindergeld mehr ist, als das Kind zur Bedarfsdeckung braucht, dann wird der nicht benötigte Teil des Kindergeldes auf die Eltern übertragen. Aber eben auch kein Cent mehr.

Wer als Kind allerdings nicht mehr im Haushalt der Eltern lebt, der hat mit dem Leistungsbezug der Eltern nichts zu tun.

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im alg2 gibt es den passus nicht, dass kinder für ihre eltern sorgen. kinder die einkommen haben, sorgen für sich selbst. wenn sie über bedarf einkommen haben, fallen sie aus der bg raus und müssen ihre kosten (miete, strom, lebensmittel etc.) an die eltern weitergeben.

im sozialhilfebereich der grundsicherung oder hilfe zum lebensunterhalt ist es anders. dort wird das einkommen der kinder interessant, wenn die eltern sich selbst nicht versorgen können. der selbstbehalt allerdings ist weit oben angesetzt und wird auf alle kinder verteilt, wenn sie genügend einkommen haben.

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Kommentar von EstherNele
24.09.2016, 01:29

Nur im Falle von Leistungen des Sozialamtes für ungedeckte Pflegekosten

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Kommentar von cyracus
25.09.2016, 06:12

@scharrvogel, hier muss unterschieden werden, ob bei Hartz IV die Kinder unter 25 J. oder älter sind und ob sie eine eigene Wohnung haben oder gemeinsam mit den Eltern in der Wohnung leben.

Bei Sozialhilfe ist es dann nochmal anders.

Die Frage sieht zwar sehr einfach aus, die Antwort müsste aber sehr komplex ausfallen.

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Da gibt es keine Rechtsgrundlage zu. 

Nur wenn ihr zusammen wohnt, könnte es als Bedarfsgemeinschft gewertet werden. 

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Kommentar von scharrvogel
23.09.2016, 10:55

wenn das kind seinen eigenen bedarf deckt, ist es nicht mehr bestandteil der bg und fällt raus. natürlich gibts für alles eine rechtsgrundlage.

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wenn Du nicht zu hause wohnst, ansonsten wird das Einkommen in die Bedarfsgemeinschaft " eingerechnet "

Hast Du einen eigenen Haushalt  - dann nicht !

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Das will ich doch hoffen!! Man muss dazu natürlich im gleichen Haushalt leben.

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Kommentar von scharrvogel
23.09.2016, 10:56

nö muss man nicht. bei sozialhilfe ist es wumpe wo du wohnst.

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Nur wenn sie noch in der Wohnung der Eltern leben, also im gleichen Haushalt.

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Kommentar von EstherNele
24.09.2016, 01:27

Nein, definitiv auch dann nicht.

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nur wenn sie mehr als 100.000 Euro im Jahr verdienen, oder im selben Haushalt wohnen

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Kommentar von scharrvogel
23.09.2016, 10:56

rede weniger dummes zeug

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