muss man regelmaesig in die kirche gehen, bevor man als moench aufgenommen werden kann?

12 Antworten

Zumindest in der katholischen Kirche wirst Du nicht isoliert "Mönch", sondern trittst in ein bestimmtes Kloster ein. Das bedeutet, dass Du im Kloster ein Zimmer bekommst, dort lebst, arbeitest und auch die regelmäßigen Gebete und Gottesdienste dort mitfeierst.

"Regelmäßig" bedeutet in diesem Zusammenhang: Mehrmals täglich. Die meisten Klöster haben Morgens, Mittags und Abends jeweils eine Gebetseinheit, dazu oft noch eine Eucharistiefeier (oft morgens) und später Abends noch eine zusätzliche Gebetseinheit. Je nach Arbeit des Einzelnen können einzelne Einheiten auch ausgelassen werden, aber das ist so die Grundstruktur.

Wenn Du Mönch werden willst, gibt es zuvor einige Zeit, in der Du dieses Leben erproben kannst. Das Beginnt normalerweise mit einer unverbindlichen "Woche im Kloster", geht dann vom mehrmonatigen Postulat über ins (zum Teil mehrjährige) Noviziat. Danach legt der Kandidat seine Gelübde ab, allerdings zunächst zeitlich beschränkt. Erst wenn diese Zeit zuende ist, kann er "auf ewig" Mönch werden.

Bis dahin ist man also gezwungenermaßen mehrere tausend mal in die Kirche gegangen und weiß, worauf man sich einlässt.

Du philosophierst!

Die Kirche ist Mutter, und weil sie Mutter ist, kann es keinen Glauben an Christus ohne die Kirche geben. ...

Ebenso untrennbar seien Christus und die Kirche verbunden. „Man kann das von Jesus gewirkte Heil nicht begreifen, ohne die Mutterschaft der Kirche zu berücksichtigen“, so Franziskus, der seinen Vorgänger Papst Paul mit den Worten zitierte: „Jesus von der Kirche zu trennen, würde bedeuten, eine ´absurde Zweiteilung´ einführen zu wollen. Es ist nicht möglich, ´Christus zu lieben, aber ohne die Kirche; auf Christus zu hören, aber nicht auf die Kirche; mit Christus zu sein, aber außerhalb der Kirche´“. Der Glaube des Christen sei „keine abstrakte Lehre oder eine Philosophie“, sondern „die lebendige und volle Beziehung“ zu einer Person, zu Jesus Christus. Ihm begegnen wir in der Kirche.

Das ganze Tun und die Sendung der Kirche drücke ihre Mutterschaft aus, fuhr der Papst fort. Mit zärtlicher Liebe, freudig und großherzig“ sei die Kirche wie eine Mutter damit beschäftigt, Jesus zu hüten und ihn zu schenken. „Keine Offenbarung Christi, auch nicht eine noch so mystische, kann je vom Leib und Blut der Kirche, von der geschichtlichen Konkretheit der Leibes Christi losgelöst werden. Ohne die Kirche wird Jesus schließlich auf eine Idee, auf eine Moral, auf ein Gefühl reduziert. Ohne die Kirche wäre unsere Beziehung zu Christus unserer Fantasie, unseren Interpretationen, unseren Launen preisgegeben.“

http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/01/franziskus_ohne_kirche_kein_glaube_an_christus/1116644

sie wuerden eben fuer einen guten monch sorgen. ich waere darueber neugierig, was sie davon halten, dass es verschiedene sekten innerhalb des christentumes gibt (der einfachheit halber betrachten wir halt die anderen religionen nicht). deine rede und die links in deiner antwort deuten an, dass sie katholikin sind. ueber den protestantismus weiss ich eben sehr wenig, aber ich glaube er behauptetm man sei sein eigener priester. sind andere sekten ihrer meinung nach verirrungen, oder ist meine aussage ueber den protestantismus falsch?


0
@nettizen

das heisst, die stellungnahme des protestantismus widerspricht nicht was du ueber die kirche gesagt hast.

1
@nettizen

Ich bin evangelisch-lutherisch. Und so kann ich nur den 2. Kommentar bestätigen und was du selbst aus dem Text herausgelesen hast. 

0

Man wird ja nicht gleich Mönch, man hat so eine Vorphase. Weiß grad nicht wie es heißt. In der Zeit nimmt man am Leben im Kloster schon teil, hat aber noch nicht all die Weihen und Versprechen abgelegt die ein Mönch hat. Das ist die Phase in der man quasi lernt was es heißt ein Mönch zu sein. In der Phase ist es vergleichsweise leicht wieder zu gehen. Aber wenn man in dieser Phase in einem Kloster aufgenommen wird muss man sich an den Tagesablauf dort halten, also auch alle Gottesdienste etc.

sie meinen das noviziat?

0
@oelbart

ja, wiess ich schon. ich habe die frage schlecht vorgestellt. wenn ich
mich dem kloster vorstelle, und sage, ich will moench werden (diese zeitanfangen, von dem du sprichst), werde ich ernst genommen werden, obwohl ich keine kirche besuche?

0
@nettizen

Kommt auf den Abt an. Ich würde mal vermuten, dass es ihm erstmal merkwürdig vorkommt, wenn jemand, der kaum eine Kirche besucht, plötzlich behauptet, das mehrmals täglich tun zu wollen. Vermutlich gibt das erstmal ein längeres Gespräch, in dem die Motive und Vorstellungen abgeklärt werden.

Wenn dann nichts dagegen spricht, wirds vermutlich erst mal auf ein oder mehrere Wochen rauslaufen, in denen man die Gottesdienste kennenlernt. Wenns passt, kann es danach weitergehen, wenn nicht, trennt man sich halt wieder.

0

Was möchtest Du wissen?