muss man regelmaesig in die kirche gehen, bevor man als moench aufgenommen werden kann?

12 Antworten

Zumindest in der katholischen Kirche wirst Du nicht isoliert "Mönch", sondern trittst in ein bestimmtes Kloster ein. Das bedeutet, dass Du im Kloster ein Zimmer bekommst, dort lebst, arbeitest und auch die regelmäßigen Gebete und Gottesdienste dort mitfeierst.

"Regelmäßig" bedeutet in diesem Zusammenhang: Mehrmals täglich. Die meisten Klöster haben Morgens, Mittags und Abends jeweils eine Gebetseinheit, dazu oft noch eine Eucharistiefeier (oft morgens) und später Abends noch eine zusätzliche Gebetseinheit. Je nach Arbeit des Einzelnen können einzelne Einheiten auch ausgelassen werden, aber das ist so die Grundstruktur.

Wenn Du Mönch werden willst, gibt es zuvor einige Zeit, in der Du dieses Leben erproben kannst. Das Beginnt normalerweise mit einer unverbindlichen "Woche im Kloster", geht dann vom mehrmonatigen Postulat über ins (zum Teil mehrjährige) Noviziat. Danach legt der Kandidat seine Gelübde ab, allerdings zunächst zeitlich beschränkt. Erst wenn diese Zeit zuende ist, kann er "auf ewig" Mönch werden.

Bis dahin ist man also gezwungenermaßen mehrere tausend mal in die Kirche gegangen und weiß, worauf man sich einlässt.

Man wird ja nicht gleich Mönch, man hat so eine Vorphase. Weiß grad nicht wie es heißt. In der Zeit nimmt man am Leben im Kloster schon teil, hat aber noch nicht all die Weihen und Versprechen abgelegt die ein Mönch hat. Das ist die Phase in der man quasi lernt was es heißt ein Mönch zu sein. In der Phase ist es vergleichsweise leicht wieder zu gehen. Aber wenn man in dieser Phase in einem Kloster aufgenommen wird muss man sich an den Tagesablauf dort halten, also auch alle Gottesdienste etc.

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sie meinen das noviziat?

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@oelbart

ja, wiess ich schon. ich habe die frage schlecht vorgestellt. wenn ich
mich dem kloster vorstelle, und sage, ich will moench werden (diese zeitanfangen, von dem du sprichst), werde ich ernst genommen werden, obwohl ich keine kirche besuche?

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@nettizen

Kommt auf den Abt an. Ich würde mal vermuten, dass es ihm erstmal merkwürdig vorkommt, wenn jemand, der kaum eine Kirche besucht, plötzlich behauptet, das mehrmals täglich tun zu wollen. Vermutlich gibt das erstmal ein längeres Gespräch, in dem die Motive und Vorstellungen abgeklärt werden.

Wenn dann nichts dagegen spricht, wirds vermutlich erst mal auf ein oder mehrere Wochen rauslaufen, in denen man die Gottesdienste kennenlernt. Wenns passt, kann es danach weitergehen, wenn nicht, trennt man sich halt wieder.

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Hallo nettizen,

wenn du einem Verein beitreten willst, kannst du das nur, wenn du die Satzung anerkennst. Sonst kommst du gar nicht erst rein.

Wenn du Mönch werden willst, musst du bereit sein, dich an die Ordnung des Ordens zu halten. Dazu gehören dann einfach regelmäßige Gottesdienstzeiten. Dazu muss dich dann keiner auffordern.

Du hättest auch zunächst mal im Orden ein Noviziat, also eine Probezeit. Da klärt sich dann alles.

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Hallo nettizen, zu deinen weiteren Kommentaren hier. Wenn du bisher als Laie nie die Kirche besucht hast und jetzt in einen Orden gehen willst, wird man dich sicher ernst nehmen.

Man wird annehmen, dass du dich ändern willst.

Du kannst dir Franziskus als Beispiel nehmen, der als reicher junger Mann zunächst in "Saus und Braus" gelebt hatte, dann aber plötzlich seine Einstellung geändert hat und Gründer eines Ordens wurde.

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Vater zwingt mir seinen Glauben auf. Was soll ich tun?

Hallo. Ich bin mittlerweile 18 Jahre alt, aber dies ändert nichts an der Situation. Immernoch werde ich gezwungen zur Kirche zu gehen und mein Vater greift dabei sehr gern auf psychische Manipulation. Jedes Mal, wenn ich mich weigere, fängt er sofort an zu schreien, während ich weiterhin ruhig bleibe. Ich sage ihm, dass ich nicht glaube und es daher nichts bringt, aber davon will er nichts hören. Nach jedem Streit (jeden Samstag, da er adventistisch ist) sagt er mir, ich sei Schuld an seinen Magenschmerzen und daran, dass es ihm allgemein schlecht geht. Dann verweigert er mir Geld (ich musste mal 2 Wochen um Geld für eine Winterjacke winseln), Internet, ... usw, als wäre ich noch 12. Auch darf ich nirgends hin und wenn dann muss ich sehr früh zurück (meist vor um 8), ebenfalls als wär ich 12. Ich würde mich an die ganzen Einschränkungen auch nicht halten, aber er zieht meine atheistische Mutter da mit rein. Er beschimpft sie, beleidigt sie und wenn ich mal zu spät bin, macht er ihr die Hölle heiß. Damit mein schlechtes Gewissen mich nicht fertig macht, lass ich zu, so eingesperrt zu sein. Aber langsam hab ich auch genug. Ich weiß, es ist nicht mehr lang bis zum Abitur und meinem Auszug, aber ich will gerade jetzt meine Freiheit, die mir zusteht, auch ausleben, bevor es ernster wird. Mit ihm reden hilft wie gesagt nicht, er schimpft, droht und erpresst. Alles, was ihn interessiert, ist er und sein Ruf. Er hat mich das eine Mal nicht mal ins Krankenhaus gefahren, als ich mir den Fuß gebrochen habe, weil er dachte das wäre ne dumme Ausrede und ist in die Kirche gefahren mit dr Aussage, ich solle doch hinhüpfen, ist ja nicht so weit.

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