Muss man PayPal akzeptieren wenn man bei eBay privat verkauft?

4 Antworten

Von Experte haikoko bestätigt
Bedeutet das also nur mit PayPal kann man bei eBay verkaufen?

Viel schlimmer:

Klicken: Die neue Zahlungsabwicklung bei eBay

Klicken: eBay-Gebühren für private Verkäufer

Klicken: Sendungsverfolgung für verschickte Artikel hinzufügen

Klicken: Einbehaltene Zahlungen

  • Die Gebühren betragen jetzt 11% auf den Gesamtbetrag (Artikelpreis + Versandkosten) plus 5 Cent pro Transaktion unter 10 Euro, bzw. 35 Cent pro Transaktion über 10 Euro.
  • Der Käufer kann sich aussuchen, ob er per PayPal, per Google Pay, per Visa, per MasterCard, per American Express, per Lastschrift oder per Klarna-Sofortüberweisung an eBay (!)  bezahlt.
  • eBay kassiert immer das Geld und leitet es nach Gebührenabzug immer auf Dein Girokonto weiter, dessen Kontoinhaber mit dem eBay-Accountinhaber übereinstimmen und das per Ausweisscan verifiziert werden muss.
  • Du wirst nie wieder Zahlungen auf Dein PayPal-Konto erhalten.
  • Du musst verschicken, sobald eBay Dir das mitteilt; Du darfst nicht warten, bis das Geld auf Deinem Konto ist.
  • Der Käufer hat immer (!) 180 Tage Käuferschutz, egal welche Bezahlart er wählt.
  • Du darfst nur noch mit Sendungsverfolgung verschicken, andernfalls hast Du keinerlei Verkäuferschutz.
  • Im Falle eines gegen Dich entschiedenen Streitfalls zahlst Du eine Streitfallgebühr in Höhe von 19,04 €.
  • Und es gibt kein Zurück, wenn man sich einmal dafür entschieden hat.

Darauf stellt eBay dieses Jahr alle Verkäufer um; und wer nicht mitmacht, der kann dann nichts mehr einstellen.

Und die meisten - Du ja leider auch - klicken das auch noch brav als gelesen an und haben in Wirklichkeit nicht den blassesten Schimmer von dem, auf was sie sich da eingelassen haben.

Danke. Ich musste mich dafür entscheiden. Mein Konto wurde gesperrt und erst wieder frei geschalten als ich zugestimmt habe.

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@Sabaine

Niemand muss sich dafür entscheiden, es sei denn, er will unbedingt weiter bei eBay verkaufen.

Und ich habe das inzwischen aufgegeben.

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@Ratefuchs007

Dankeschön für die Antwort. Hast du vielleicht einen Vorschlag wo man stattdessen verkaufen könnte?

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@Sabaine

Na, über eBay Kleinanzeigen zum Beispiel, das ist kostenlos.

Und Du als Verkäufer entscheidest alleine über die Bezahlart, wenn verschickt werden soll.

Und da gibt es für Dich nichts sichereres als eine SEPA-Überweisung auf Dein Girokonto.

Hood könnte man auch noch nennen, aber da fehlt mir die Erfahrung.

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@Ratefuchs007

Vielen lieben Dank für die umfangreiche Antwort. Ich weiß das sehr zu schätzen.

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Ebay ist durch dieses neue Bezahlsystem für private Gelegenheitsverkäufer gefährlich geworden.

Hatte letztens einen Fall als Käufer, dass ich einen Käuferschutzfall auslösen musste. Dann hat sich der (private Gelegenheits-)Verkäufer ein paar Tage später gemeldet mit einer sehr glaubwürdigen Entschuldigung, dass er verhindert war.

Die Ware hat er daraufhin zwecks Wiedergutmachung sogar über einen schnelleren Versand auf seine Kosten verschickt, so dass sie schon am nächsten Tag da war. Er hat sogar noch etwas kostenlos draufgepackt. Waren also eindeutig keine bösen Absichten dahinter.

Den Fall habe ich daraufhin sofort geschlossen, mit der Erklärung, den Artikel erhalten zu haben. Habe auch den Verkäufer gut bewertet und ihm nochmals geschrieben, dass die Ware angekommen ist.

Nach einer Woche hat Ebay dann trotzdem den Kauf abgebrochen und das Geld auf mein Konto zurückerstattet.

Natürlich hat sich der Verkäufer bei mir gemeldet und wir waren uns schnell einig, dass das so nicht gewollt war. Ich habe daraufhin den Kaufpreis erneut überwiesen - an ebay vorbei direkt auf sein Konto. Anders war es in diesem Fall nicht möglich.

Wie es aussieht, haben Verkäufer in jedem Fall schlechte Karten, wenn ein Käuferschutzfall ausgelöst wird.

Was verkaufst du denn? Evtl. gibt es ein spezielles Portal extra dafür, wo nicht solche seltsamen Mechanismen zum Einsatz kommen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Vergiss ebay mit den neuen Zahlungsabwicklung. Ich verkaufe nicht mehr über ebay, ich kaufe aber auch nicht mehr über ebay dank der neuen Zahlungsabwicklung.

Lies Dir bitte hier die genauen Erklärungen von @Ratefuchs007 zu der neuen Zahlungsabwicklung durch:

https://www.gutefrage.net/frage/kostenabwicklung-durch-ebay#answer-397591624

Ich denke, ebay hat sich da ins umsatzeigene Fleisch geschnitten. Nach dem, was ich in den ebay-Foren lese, wenden sich die Kunden scharenweise von ebay ab.

Es ist einfach verdammt schwer privat Garantie auf gebrauchte Sachen zu geben und dann noch für 6 Monate.

Ich darf Dich korrigieren: Verkäufer sind nur in der Gewährleistungspflicht. Garantie ist, wenn, eine Leistung der Hersteller. Als privater Verkäufer greift die Gewährleistungspflicht nur, wenn der Artikel fehlerhaft beschrieben wurde und nicht die zugesicherten Eigenschaften hat, s. https://dejure.org/gesetze/BGB/433.html

nach 5 Monaten und 13 Tagen fällt dem Käufer auf das die Schuhe abgelaufen waren. Klar nach dem der sie viele Monate benutz hat und PayPal hat ihm Recht gegeben.)

Dagegen bzw. gegen den Käufer hättest Du zivilrechtlich vorgehen können:

https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Termine/DE/Termine/VIIIZR83.html?nn=12282524

Paypal hat keine Rechtskraft!

Und jetzt sehe ich, dank ebay neuer Zahlungsabwicklung, eine Menge Zivilklagen auf die eh schon überlasteten Gerichte zukommen. Denn auch ebay obliegt in Deutschland nicht das Recht.

Nachtrag: Auch Paypal-Zahlungen erfolgen an ebay und werden später auf das Bankkonto des Verkäufers weitergeleitet.

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Nachtrag II: Ich sehe ebay jetzt als einen Treffpunkt für chinesische Verkäufer mit angeblich deutschem Standort und betrügerischen Käufern, die das Zahlungssystem zum eigenen Vorteil = Betrug nutzen.

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Wie der Bundesgerichtshof letztlich entschieden hat, bleibt offen. Vielleicht hat er ja auch "für Paypal" entschieden.

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Mit dem "neuen Bezahlsystem" wird es für Privatverkäufer noch schwieriger.

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