muss man nach missbrauch traumatisiert sein?!

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6 Antworten

Dein Vater hat keine Ahnung. Man muss nicht traumatisiert sein deswegen. Wenn man richtig damit umgehen kann, dann kann man auch wieder glücklich werden. Eine Freundin von mir ist nach einem Missbrauch auch wieder glücklich, hat auch einen Freund und wird demnächst Heiraten. Misstrauen wird wahrscheinlich noch lange bleiben, also einem Mann gegenüber sich zu öffnen ... aber auch das kann man verarbeiten und mitumgehen. Ich sehe das so, dass dein Vater unrecht hat. Du kannst wieder glücklich werden und sein. Ich hoffe das war hilfreich :)

Ich gratuliere Dir, ich bin sicher das du recht hast, ich war in ähnliche Situation und bin auch heute glücklich!

  • am 5.7. wolltest du Verletzungen simulieren, da du sehr viele Fehltage in der Schule hast...
  • am 21.7. hast du geschrieben, dass deine Mutter nicht deine leibliche wäre, aber sie dir das nicht sagen, obwohl du es fest behauptest....
  • am 23.09. hast du von der 13jährigen Cousine erzählt, die sich wie eine Schla... zurechtmacht und mit KO-Tropfen dealt.... die langsam in eine kriminelle Karriere hineintaumelt, um es so auszudrücken...
  • mit 13 hast du für Quelle gemodelt... laut verschiedener Antworten von dir...
  • mit 16 bist du in ein anderes Land abgehauen, wobei sie dich schnell wieder aufgegriffen hatten....
  • deine Cousine als auch du selbst hattet Sex mit 13.....
  • usw.... usw.....

Sorry, ich will dir hier nicht unterstellen, dass du Märchen erzählst, das steht mir nicht zu, ich kenne dich nicht. Aber ich habe erhebliche Zweifel am Wahrheitsgehalt deiner Darstellungen....

Vor allem erweckst du den Eindruck, als ob dieser "angebliche" Missbrauch (ich nenne ihn einfach mal angeblich") bei euch in der Familie toleriert worden wäre, denn sonst hättest du sicherlich auch davon erzählt, inwieweit strafrechtlich was mit dem Onkel passiert ist.......Weißt du: sollte es ein Märchen sein, was du hier erzählst, ist es eine ganz üble Sache, denn es gibt genügend Menschen, die als Kind tatsächlich missbraucht worden sind. Bei denen reißt du dann hier Wunden auf... und viele werden an sich zweifeln, weil sie nicht so cool wie du mit der Situation umgegangen sind..... Jeder hier sollte sich immer überlegen, was er schreibt und ob das für andere wirklich dann auch ohne Folgen gelesen wird.... jeder hier trägt Verantwortung für das, was er von sich gibt.... auch ich trage Verantwortung für DIESES Posting... von daher will ich nicht stur behaupten, dass du uns belügst.. ich sage vielmehr: bei mir erweckt es nicht unbedingt den seriösen Eindruck....

mymind 09.10.2010, 20:23

Weltenwandlerin ich möchte dir mal was sagen. nicht jeder hat eine perfekte bilderbuch familie. Meine Familie war und ist eine verkorkste familie, ich wurde krankenhaus reif geschlagen von meinem vater früher als ich kleiner war wurde ich täglich man kann sagen verprügelt ich bin seit 9 jahren in therapie, meine mutter ist auch nicht meine mutter aber wie das genau war will ich hier nicht wirklich erzählen, meine cousine ist heftigst auf die falsche bahn geraten und ist mitlerweile auch im heim, mein vater hat mich meine mutter und sogar meine cousine (wir wohnen alle in einem 2 familien haus) verprügelt, ist immer besoffen nachhause gekommen, hatte irgendwann keien arbeit mehr weil er immer betrunken war, meine "mutter" ist psyschich krank, war alleine mein vater war nie da hat mich geschlagen, hat sich nicht um mich gekümmert, so bin ich auch auf die schiefe bahn geraten ABER ich habe es selbst wieder hinbekommen und zwar ohne jegliche unterstützung. Abgehauen bin ich mehrmals wenn du wüsstest wie es bei uns zu hause war wärst du auch abgehauen. Ich habe mit 7 jahren mehr durchgemacht als normale kinder ich bin nicht auf den spielplatz oder so gegangen, ich selbst habe schon versucht mich umzubringen, ich hatte einfach keine bilderbuch kindheit. Also bevor du hier etwas beurteilst von dem du nichts weist, würde ich lieber still sein und keine unterstellungen machen.

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geribert 27.12.2010, 06:33
@mymind

Bilderbuch-Familie hin oder her, ich hab auch das Gefühl, du willst dich hier auf eine sehr verkorkste Art und weise einfach selbst darstellen. wenn du keine Anerkennung bekommst, suchst du eben nach Mitleid und ob das dann dann nun übertrieben ist oder nicht, was du schreibst. es ist auf jeden Fall KEIN ZEICHEN EINER NORMALEN PSYCHE!!!!

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Kindesmißbrauch ist tatsächlich eine Straftat, die ein Leben lang schwere, traumatische Folgen nach sich zieht/ziehen kann.

Ich bin mir aber nicht sicher, welche Faktoren für das Ausmaß entscheidend sind! Dabei scheint es wohl Unterschiede zu geben.

Es tut mir leid, dass dir das passiert ist!

Aber du bist ein "gutes Beispiel" dafür, dass jede/r Betroffene anders damit umgeht bzw. damit umgehen kann. (bitte nicht falsch verstehen-das ist absolut nicht abwertend gemeint!)

Franticek 09.10.2010, 12:49

Eine sehr sachliche und gute Antwort. DH

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mymind 09.10.2010, 13:09

Ja, eben es kann aber es muss ja nicht sein mein vater hat mich nur verwirrt damit, dass meine reaktion darauf nicht normal wäre. trozdem gute antwort :) DH

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dein Vater hat keine Ahnung!

wahrscheinlich kaut er selber an dem Missbrauch rum, hat Schuldgefühle ( War der Onkel sein Bruder ) und projiziert das jetzt auf dich.

Er soll sich um seinen Quark kümmern und du hast dich schon um deine Probleme gekümmert

mymind 09.10.2010, 12:38

es war zwar der bruder meiner mutter aber kann trozdem sein... danke :)

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Franticek 09.10.2010, 12:58

@Raimund1:
Dass der Vater keine Ahnung hat, das ist schon hart ausgedrückt, kann aber durchaus sein. Wer hat denn schon wirklich "Ahnung" davon? Aber immerhin beschäftigt er sich gedanklich damit, er denkt darüber nach, was sein könnte.
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Dass er sich um seinen Quark kümmern soll, das finde ich daneben. Dass er sich als Vater Gedanken macht, das ist normal, das würde ich auch. Wenn die Tochter Hilfe von seiner Seite nicht braucht, dann sollte sie das sagen, aber trotzdem anerkennen, dass er sich auch sorgt.
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Deine Antwort könnte darauf schließen lassen, dass du den Vater evtl ebenfalls als potentiellen Täter siehst, der sich gefälligst zurückhalten sollte. Das wäre aber daneben.

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Es wäre interessant zu wissen, wie alt Du bei dem MIßbrauch warst und wie alt Du jetzt bist. Ich bin mit hoher wahrscheinlich mit ca. 4 Jahren mißbraucht worden.

Mein Gehirn hat diese Tatsache verdrängt bis ich 31 Jahre alt. Bin "fast" normal durchs Leben gekommen und habe so erstmal nichts gemerkt.

Erst als ich als Erwachsenener mit 26 Jahren in eine Vergewaltigung "hinein lief", verschärften sich die Umstände in meinem Leben und es kam zu merkwürdigen Situationen.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass es eigentlich so war, dass die Vergewaltigung im Erwachsenenalter nur eine Wiederholung der Tat aus den Kindertagen war, was nicht selten vorkommt und ein typisches Zeichen einer Retraumatisierung ist.

Diese zeigte sich aber auch so schon vorher ab in merkwürdigen SM-Phantasien und totalem Kontrollzwängen im sozialen Bereich.

Du schreibst, Du könntest Dich nicht wirklich daran erinnern, hättest das aber für Dich abgearbeitet, was sich eventuell widersprechen kann.

Man kann natürlich auch ohne kompletter Erinnerung von dieser Tatsache ausgehen und sie dann in sein Leben einbauen. Dennoch finde ich schwierig, dies ohne Hilfe eines Therapeuten zu tun.

Dass Du nie wieder glücklich sein könntest, glaube ich kaum. Du solltest nur aufpassen, dass Du nicht zu sehr damit beschäftigt bist, dein NICHT-Traumatisiert-sein vor Deinem Vater zu verteidigen. Denn das kann unter Umständen dazu führen, dass Du nicht mehr genau auf Dich selber hörst, weil Du zu sehr damit beschäftigt bist, den Gegenbeweis zur These Deines Vaters anzutreten.

Insofern lass die Sätze Deines Vaters erstmal sacken und diskutiere nicht all zu viel darüber.

Warte lieber etwas ab und schaue, wie es Dir wirklich geht und entscheide von innen heraus.

mymind 09.10.2010, 13:04

Ja ich war auch um die 4 jahre alt, ich erinnere mich auch noch dran aber ich habe mich einfach soweit damit auseinander gesetzt da war ich 12 oder 13 dass ich es einfach vergessen habe und das das für mich auch heute eigentlich nicht mehr schlimm ist wenn ich daran denke...

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Weltenwandlerin 09.10.2010, 13:20
@mymind

mit 12 kann sich kein Mensch mit Vorfällen aus der Kindheit auseinandersetzen. Das ist psychologisch gesehen garnicht möglich... und "vergessen" heißt ja, dass man sich eben NICHT damit "auseinandergesetzt" hat... mal eine Frage: wie sah der Missbrauch denn aus und welche Konsequenzen hatte er für den Onkel?

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mymind 09.10.2010, 22:10
@Weltenwandlerin

doch kann man.ich zumindest. Ich habe mit meiner therapeuthin nie darüber geredet. ich hab schon sehr viel mitmachen müssen vielleicht liegt es auch daran das ich sozusagen "abgehärtet" bin, da ich schon schlimmeres durchgemacht habe. Ich war warscheinlich mit 12 jahren mental reifer als andere, da ich eben nicht noch mit barbies gespielt habe sondern viel mehr durchmachen musste. Gar nichts es war einfach kontackt abbruch und mein vater und er haben sich geprgügelt aber das war auch alles. keine anzeige.

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