Muss man mit Stigmatisierung rechnen, wenn man die Motive der Willkommenskultur hinterfragt?

6 Antworten

Solche Reaktionen erhalten doch übllicherweise meist die Menschen, die

- Flüchtlinge pauschal als "Fachkräfte" verunglimpfen

- diese lächerlich als "Kulturbereicherer" bezeichnen

- sich über Opfer sexueller Gewalt lustig machen, indem sie Witze mit "einer Armlänge Abstand" machen

- sich darüber aufregen, dass diese Menschen normale Kleidung am Leib tragen und sich sogar "erdreisten", ein Smartphone zu besitzen

- Andersdenkende pauschal mit Worten wie "Teddybärenwerfer", "linksgrünzionistischversiffter Gutmensch" und ähnlichen Neologismen titulieren

Und wer sich so ausdrückt, ist jeglicher wirklicher Auseinandersetzung mit dem Thema so verschlossen, dass er alleine schon aufgrund seiner Haltung und Äußerung selbst dafür sorgt, stigmatisiert zu werden.

Denn wer sich so ausdrückt, der will keine Auseinandersetzung zum Thema, sondern einfach seinen Rotz loswerden. Hauptsache Ausländer raus, egal wie.



Flüchtlinge pauschal als "Fachkräfte" verunglimpfen

Das kam aber nicht aus den Reihen der Kritiker, sondern stammt von jenen, die die Flüchtlingspolitik vorantrieben. Die hatten das als Argument vorgebracht. Aus denselben Reihen stammt der Hinweis auf die "Bereicherung der Kultur". Erst später hatte man daraus den negativ konnotierten Kulturbereicherer gebastelt.

Und wenn jemand "mit einer Armlänge Abstand" kommt, begreife ich das eher als Kritik an dem Schwachsinn, den Leute wie Reker vom Stapel lassen. Ebenfalls Politikerin. Als Verunglimpfung der Opfer würde ich das nur gelten lassen, wenn der Spruch tatsächlich in Zusammenhang mit einer Sexualstraftat geäußert wird.

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@schnoerpfel

Genauso kann man es auch nur verstehen, ist mal wieder eine Hetzerei.

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Nein, entgegen anderslautenden Behauptungen ist es vollkommen legitim und auch problemlos möglich, die Motive dieser Willkommenskultur zu hinterfragen.

Ich persönlich habe seit längerem die Erfahrung gemacht, dass man durchaus auch eine kritische Einstellung zu den Vorgängen haben kann, ohne gleich mit den üblichen Vokabeln wie rechtsradikal oder Nazi beschimpft zu werden.

insofern bin ich der festen Überzeugung, dass es einzig und allein daran liegt wie man sich in einer solchen Diskussion ausdrückt.

Leider falsch, wenn man etwas gegen unkontrollierte Masseneinwanderung sagt, wird sofort die Nazi/Rassismuskeule geschwungen.

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tja dann hast du eben andere Erfahrung gemacht. Aber wie ich sagte, der Ton macht die Musik und insofern kann man durchaus auch eine kritische Einstellung zu den Vorgängen haben ohne gleich mit den üblichen Vokabeln beschimpft zu werden. Wenn also dir gegenüber rechtsradikale Vorwürfe erhoben werden, solltest du eventuell mal über deine Ausdrucksweise oder Wortwahl nachdenken.

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Kommt wohl darauf an wie du es formulierst und in welchem Kontext.
Wenn du es auf einem seriösen und fundierten Level tust, gerne. Spuckst du aber Gift und Galle fällt es mir schwer dich ernst zu nehmen.
Generell denke ich sollte man alles hinterfragen können und debattieren, aber leider sind dafür nicht alle offen.

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