Muß man leere Druckerpatronen bzw Toner gesondert entsorgen?

10 Antworten

Seit Oktober 2015 zählen die Kartuschen zum Elektroschrott (nachzulesen bei der EAR) und dürfen nicht mehr verbrannt werden. D.h. nicht in die schwarze Tonne! Entweder zum Hersteller zurück, an Sammelsysteme verkaufen die dafür zertifiziert sind (Nachweis über die Entsorgung geben lassen was mit den defekten Kartuschen passiert, werden diese verbrannt, macht man sich als Erzeuger des Mülls, also wir, strafbar) o. zum Wertstoffhof / Recyclinghof (diese sind dazu verpflichtet diese anzunehmen, da die nun zum Elektroschrott gehören).

Hier mal die Liste vom Bußgeld wenn man die Kartuschen halt nicht richtig entsorgt: https://umwelt.bussgeldkatalog.org/toner-entsorgen/ . Falls Ihr die Kartuschen verkaufen wollt, da gibt es nur eine Firma die alle Nachweise erbringt, sucht mal nach Cartridghe-Space GmbH (die entsorgen stofflich).

So, hoffe nun is alles geklärt ;-) .

Grundsätzlich kann das nicht beantwortet werden. Wir eine Tonerkartuschen/Tintenpatrone über ein Sammelsystem erfasst und wieder aufbereitet, sind die Karrtuschen als Produkt zu sehen. Also kein Abfall. Werden die Kartuschen einfach entsorgt, handelt es sich um E-Schrott. Dort greift die E-Schrottverordnung. Das heißt diese Kartuschen können am kommunalen Wertstoffhof kostenlos abgegeben werden. Meiner Meinung nach ist das aber der falche Weg. Richtig ist die Rücknahme über Sammelprogramme. Dort wird aktiver Umweltschutz betrieben.

Man sollte lerere Druckerpatronen und Tintenpatronen einem Sammelsystem zuführen. Daraus werden zum einen wiederbefüllte Produkte gemacht, und die nicht verwertbaren Stoffe weiter verarbeitet. Vorbildhaft ist die stoffliche Vollwertung, die aber die wenigsten Anbieter von Sammelsystemen bieten können. Ansonsten wandern nicht verwertbare Produkte in die thermische Verwertung, sprich Müllverbrennungsofen. Die Hersteller schmücken sich mit grünen Blumen, die so grün aber oft nicht sind. Auch hier kann man die Produkte in der Regel zurückgeben, wobei gut die Hälfte zickt und nicht kooperativ ist. Eine stoffliche Vollverwertung findet kaum statt -> Ofen, natürlich gemäß gesetzlicher Regeln. Bei den Sammelsystemen fällt auf, dass einige recht marktschreierisch unter vielen Namen und Organisationen agieren. Auch sind die Reglements teilweise kompliziert,und Fallen eingebaut, und die Gesamthandhabung eher nachteilig, sprich mit Kosten verbunden. Es gibt aber auch positive Beispiele gerade unter Firmen, die einen solchen Service schon lange anbieten und Erfahrung im Kunden- und Serivcemanagement haben und nicht zu groß sind. Tipp: anrufen, Fragen stellen, entscheiden.

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