Muss man Krankschreibungen immer an seine Krankenkasse weiterleiten?

5 Antworten

Ich hinterlasse das hier mal anonym, aber ich habe noch nie in meinem Leben wenn ich krank war eine Krankmeldung abgeschickt an die KK. Der Arbeitgeber hat sie immer rechtzeitig bekommen, aber wenn ich mal 1-2 Tage ausfalle brauchen die das nicht.

Interessanterweise gibts einen Passus im Entgeltfortzahlungsgesetz § 5, der da lautet:

''Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, muß die ärztliche Bescheinigung einen Vermerk des behandelnden Arztes darüber enthalten, daß der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersandt wird.''

Ich kenne einen Dozenten für Arbeits- und Sozialrecht, der meint, dass das eigentlich heißt, dass der Arzt dazu verpflichtet ist bzw. dafür verantwortlich, dass das Exemplar der 3-fachen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, welches für die Krankenkasse bestimmt ist, an diese gesandt werden muss.

In der Realität kennen wirs anders. Da drücken die Ärzte meist das Exemplar dem Patienten in die Hand, auf das dieser es verschicken möge.

Sobald Du vom Arzt eine Krankmeldung erhälst, mußt Du einen Teil an die Krankenkasse, den anderen Teil an Deinen Arbeitgeber weiterleiten - und zwar auf dem schnellsten Weg.

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