Muss man in der Klinik Dinge essen die man nicht mag?

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6 Antworten

Meistens kannst du in Kliniken mittags zwischen drei Mahlzeiten auswählen (war bei mir zumindest so...).
Das misstest du an einem Essensplan für die darauffolgende Woche ankreuzen.
Morgens und abends kannst du zwischen 2/3 Brot- bzw. Brötchensorten entscheiden, was du essen magst, genauso wie der Belag.
Aber das wird wahrscheinlich in jeder Klinik anders geklärt. Frage am besten mal in der Klinik nach, in die du kommst ;)

Alles gute und gute Besserung!!:)

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Kommentar von kittywashere
29.02.2016, 21:53

Ja, sicher werd ich dort nachfragen.
Hab aber heute erst Bescheid bekommen, dass ich einen Platz ab April bekomme und wollte nicht direkt mit sowas ankommen.. Nicht, dass die denken ich würde das gar nicht wollen :/

Danke :-)

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Du kannst in der Klinik natürlich kein Gourmet-Essen erwarten. Du bekommst ein "Aufnahmeessen" wenn du ankommst, d.h. irgendwas. Man kann ja noch nicht wissen, was du möchtest. Die nächste Mahlzeit kannst du dann normalerweise schon bestellen. Das funktioniert so, dass du einen Zettel bekommst, auf dem es drei oder vier Gerichte zur Auswahl gibt. Zusätzlich dazu z.B. Obst oder eine Nachspeise. Du kreuzt an, was du willst, und gibst dem Pflegepersonal diesen Zettel mit. Meistens bekommst du dann auch das Bestellte.

Für das Frühstück sieht das z.B. so aus, dass du dir zwei Getränke bestellen darfst, außerdem eine bestimmte Zahl an Brotscheiben oder Semmeln, verschiedenen Aufstrich oder Wurst, Käse. Du suchst aus, aber es gibt eine Höchstmenge.

Natürlich kannst du Kakao bestellen. 

Außerdem verbietet dir normalerweise niemand, für zusätzliche Verpflegung zu sorgen, also dir z.B. etwas mitbringen zu lassen oder dir selbst etwas zu kaufen. (Eine Ausnahme wäre, wenn du in der Klinik bist, um abzunehmen, oder wenn du operiert wirst oder so was.)

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Kommentar von kittywashere
01.03.2016, 11:51

Wie schon geschrieben, ich habe Ednos und bin deshalb in einer Klinik, in der ausschließlich Essstörungen behandelt werden..
Also kein Krankenhaus, mehr eine Art Hotel mit Therapie und Gemeinschaftsräumen.

Ich habe Normalgewicht und möchte lernen normal zu essen.

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falls sie dir das nicht von allein bringen und erklären:

in kliniken gibts menüpläne.

wenn du für miorgens vollkornbrot ankreuzt, kriegst du vollkornbrot, wenn du lieber müesli möchtest, kriegst du müesli.

beim mittagessen stehen verschiedene gerichte zur auswahl. du kreuzt das an, was du möchtest.

beim abendessen und für die zwischenmahlzeiten ist es genauso.

falls du in sowas wie einer psychosomatischen klinik bist - oder auch in manchen "normalen" kliniken - da gibts ebenfalls mehrere gerichte zur auswahl, meist zusätzlich eine salattheke und für früh und am abend - bufett.

dich zwingt keiner, dinge zu essen, die du nicht essen möchtest.

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Also bei mir war das so, dass ich immer aus mehreren Sachen wählen konnte. Aber es gab auch Tage, da haben wir gemeinsam gekocht um das Kochen und die Lebensmittel richtig einzuschätzen. Da musste dann zb jeder seine Pizza selbst belegen. 

Ein anderes Mahl, war das mehr wie so ein betreutes Wohnen/ Büffet. Da konnte man sich immer selbst was auftun und die Betreuer sagten dir ob genug oder nicht.

Aber was bei allen galt, es gab keine Light Produkte, also nichts kalorien- oder fettreduziertes. Sprich es gab Vollmich, Sahne und normalen Käse, Salami und Schinken. Alles was an eine Diäternährung erinnert wurde verboten. Auch alles was dich am zunehmen hindert. Ich zb mag keine Pilze, die haben kaum Kalorien und sind gesund. Wenn es die gab, musste ich die auch nicht essen. Ich könnte mir vorstellen, dass es bei deinen Sachen Probleme geben wird, weil du immer die reduzierte Variante bevorzugst und das eben auch von der Essstörung kommen kann.

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Kommentar von kittywashere
01.03.2016, 11:53

Hoffe, dass das bei mir nicht so ist weil ich ja nicht zunehmen muss. Wenn ich dann darauf nicht verzichten darf, werde ich diese Therapie wahrscheinlich direkt abbrechen weil ich "gesund Essen" nicht mit "ekeligem Essen" in Verbindung bringen will..

Aber erstmal schauen wie es wird..

Danke :-)

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Du kannst im krankenhaus immer angeben was du nicht an essen magst

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Kommentar von kittywashere
29.02.2016, 21:20

Das ist kein Krankenhaus sondern eine Klinik. Eine Art Wohnheim, ähnelt eher einem Hotel. Jeder ein eigenes Zimmer, Gemeinschaftsräume, Therapieräume usw. Dort werden nur Leute mit Essstörungen behandelt.

Und da ich oft gehört habe und die Erfahrung gemacht habe, dass Therapeuten meist wohl denken, dass man sich nur mit Vollmilch, Sahne und Weizenmehl ausgewogen ernähren kann, bin ich einfach besorgt.
Und aussuchen was ich essen möchte kann ich mir in diesem Sinne ja nicht, es geht ja darum, dass ich regelmäßig gesunde, ausgewogene Mahlzeiten zu mir nehme.

Das will ich auch, aber das geht ja wohl auch ohne die Sachen die ich nicht mag..

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Was ist Ednos?

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Kommentar von kittywashere
29.02.2016, 22:01

Abkürzung für Eating Disorder Not Otherwise Specified.

Eine Essstörung und sie ist bei jedem irgendwie anders und eine Mischung.

Also ich hungere wochenlang, stopfe dann über eine Woche täglich den Tagesbedarf von 3-4 Menschen in mich rein, manchmal esse ich alles, auch Obst und Gemüse nur so, indem ich kaue und direkt wieder ausspucke aus Angst, dass ich davon dick werde. Und nach 4000 Kalorien denke ich nicht an sowas, komisch, oder? :D

Und es kommt noch Extremsport bis zur Bewusstlosigkeit hinzu.

Aber alles unregelmäßig und ohne bestimmtes Muster.

Mein Gewicht liegt dabei immer im Normalbereich und ist in 10 Jahren auch nie um mehr als 6 kg geschwankt. Ist also nie jemandem aufgefallen, dass irgendwas nicht stimmt, auch nicht als ich noch ein Teenie war und bei meiner Familie gewohnt habe.

Deshalb kommt die Therapie erst jetzt so spät. Früher wollte ich mir nicht eingestehen, dass ich Hilfe brauche..

Aber ich glaube, dass Ednos schon bei jedem ein bisschen anders ist.. Ist eben nicht genau definiert. Wobei genau genommen jede Essstörung "einzigartig" ist.

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