Muss man immer eine klare Meinung haben?

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9 Antworten

Es gibt Momente, da heißte es einfach eine klare Meinung zu haben und auch die Einstellung dazu. Trinke ich noch ein oder zwei Bier, bevor ich mit dem Auto fahre? Oder lass ich es doch besser bleiben?

Du willst deine Fahrerlaubnis behalten, falls du in eine Kontrolle gerätst oder entsprechend schnell handeln musst.

Ganz klar, trinkst du vorher keinen Alkohol.

Du gehst zur Arbeit und hast einen Job im Büro, aber eher bezogen auf Schreibarbeiten. Ziehst du dir jetzt schwarze und lackierte Schuhe an, oder eher schwarze Sportschuhe.

Deinem Chef ist es beispielsweise egal, hauptsache, du machst deinen Job.

Es sind ganz einfache Beispiele für eine klare Meinung und einem Kompromiß.

Wenn du solch eine Frage stellst, dann scheint dich wahrscheinlich irgend etwas stärker zu beschäftigen. Wenn es so sein sollte, dann finde die beste Lösung für dich. Wäge gegen einander ab und handel entsprechende.

Natürlich immer unter dem Gesichtspunkt, nichts kriminelles zu tun.

Seine Position entmachten, was soll denn das?

Ja, das ist die Angst zu verschwinden, wenn man nicht entweder voller Begeisterung der Meinung des Gegenübers Beifall klatscht oder - und das wäre die zweite Möglichkeit - eine gegenteilige Position vehement vertritt.

Für Zweiteres ist in meinen Augen Seehofer und die CSU ein gutes Beispiel. Die müssen immer irgend eine Sau durchs Dorf treiben, die im konträren Gegensatz zum Rest der Welt steht. Einmal heißt die Sau PKW-Maut, jetzt heißt sie gerade Merkel bzw. Obergrenze und in einem Jahr ist es bestimmt schonwieder jemand/etwas ander(e)s. Und das alles nur um selber im Gespräch zu bleiben und mindestens einmal pro Tag in den Nachrichten zu erscheinen. Man könnte ja sonst in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Also wenn Du das nicht tust, dann achtet man eben nicht mehr soviel auf dich. Allerdings ist es natürlich eine moralisch fragwürdige Taktik bloß deswegen sich selber ein Schwarz-weiß-Denken aufzusetzen nur um mehr im Rampenlicht zu stehen.

Ich finde, es ist sogar ein Zeichen von Reflektiertheit und Intelligenz, wenn man NICHT zu jedem Thema eine klare Meinung hat.
Oftmals gibt es sowohl für die eine als auch für die andere Seite rationale Argumente, die vielleicht sogar im  Kontrast zum eigenen "Bauchgefühl" stehen.

Ich finde es nur wichtig, dass man, wenn man eine Meinung nach außen hin vertritt, auch deutlich macht, dass man sich über die Argumente der anderen Seite bewusst ist und diese auch in seine Argumentation und Überlegung mit einbezieht.
Ansonsten wird die eigene Meinung (und mag sie auch noch so "richtig" sein) schnell zu einer flachen Stammtischparole.

Hei, ab12359, nö: Kein Mensch kann zu allem etwas wissen. Und der dümmste Spruch, den ich kenne, lautet: "Ich habe zwar keine Ahnung, bin aber der Meinung...."  Bei Themen, bei denen man keinen Durchblick hat, hört man sich an, was der / die Gegenüber zu sagen hat, und wertet die Argumente für sich. Dann kommt man vielleicht zu einer (begründeten stichhaltigen) Meinung.

Wer halsstarrig auf die seine besteht, braucht nicht zu diskutieren. Da ist jedes Wort vergebliche Liebesmüh. Und so. Grüße!

Meinungen sind oftmals nicht so wichtig, bedeutsamer sind hingegen Erkenntnisse und Bedürfnisse, die es zu artikulieren bzw. zu erkennen gilt.

Nein, man kann durchaus auch unsicher sein. Manchmal muss man aber trotzdem eine Entscheidung treffen.

Auf keinen Fall, denn "keine abschließende Meinung zu haben" indiziert, dass man noch auf der Suche nach der richtigen Meinung ist. - Das ist allemal besser, als eine kurz überlegte "endgültige, aber falsche Meinung zu haben", welche sich später meist auch noch als falsch entpuppt. 

Ich habe immer eventuell eine klare Meinung.

mindestens eine kleine Begründung zu der Meinung,
kann schon reichen

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