Muss man grundsätzlich einen Nebenjob ausüben oder gar umziehen um den Kindesunterhalt aufzubringen?

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4 Antworten

Es gibt Gerichtsurteile, die besagen, ein Umzug weiter weg ist einem ´Vater nicht zuzumuten, wenn er den Kontakt zu seinen Kindern verliert. Denn der Kontakt zum Kind zählt mehr, als das Geld.

 Es gibt aber Gerichte, die dass anders sehen. Ein Nebenjob kann verlangt werden und arbeiten bis zu 48 h pro Woche, dies gilt solange Kinder minderjährig sind oder bei Volljährigen die priviligiert sind

Wenn Du mit Deiner Freundin zusammenwohnst und diese eigenes Einkommen hat, kann Dein Selbstbehalt um 10% auf 972,- Euro reduziert werden. Bei 1.390,- Euro Nettoeinkommen kannst Du also 418,- Euro Kindesunterhalt zahlen.

Für zwei 8-jährige liegt der Mindestunterhalt aber bei zusammen 562,- Euro, es reicht also immer noch nicht. Ob man Dich wegen der fehlenden 144,- Euro zu einem Nebenjob zwingen kann, hängt von den Umständen ab. Grundsätzlich bist Du verpflichtet, alles zu tun, um wenigstens das Minimum des Unterhalts zahlen zu können. Deine eigene Lebensplanung kommt erst an zweiter Stelle. Wenn aber ein Nebenjob auf Kosten der Besuchskontakte gehen würde, so bist du nicht zu einem solchen Nebenjob verpflichtet. Denn Umgang ist wichtiger als der volle Unterhalt.  Das musst Du aber beweisen.

Es kommt auch auf das Einkommen der Kindesmutter an. Hat sie wesentlich bessere Einnahmen als Du, muss sie u.U. einen Teil des Unterhalts selbst beisteuern. 

Kommentar von ineedhelp5
25.04.2016, 06:26

Sie hat ein monatliches Einkommen von ca. 2500 Euro netto.

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Es ist gesetzlich geregelt, wieviele Stunden man überhaupt in der Woche arbeiten darf - 48h kurzfristig auch 60h. Du hast eine Anstellung und dadurch ein festes Einkommen. Wenn Unterhalt berechnet wird, dann gemäß diesen Einkommens (Düsseldorfer Tabelle).

Der Anwalt versucht's halt, das ist sein Job, Du gehst zu Deiner Anwältin und die macht dann auch ihren Job für Dich.

Finde es schade, dass die Mutter über den Anwalt geht, denn scheinbar bist Du keiner dieser Drückebergerväter

Kommentar von ineedhelp5
24.04.2016, 18:14

Nein ich werde Unterhalt zahlen im Rahmen meiner Möglichkeiten. Ohne Frage. Ich habe ihr sogar vorgeschlagen, das Ganze ohne Anwalt in einem Beratungsgespräch beim Jugendamt zu machen. Das hat sie aber abgelehnt.

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Kommentar von ineedhelp5
30.04.2016, 10:05

So meine Anwältin sagt auch, dass man geundsätzlich verpflichtet ist einen Nebenjob aufzunehmen. Allerdings muss dieser zumutbar sein. Und es wird so lange "kontrolliert" bis meine Beiden volljährig sind.

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Lass dich nicht verrückt machen.Das Schreiben ist von ihrem Anwalt der ihre Interessen verfolgt.Er kann dir nicht vorschreiben wie du dein Leben zu führen hast und noch viel weniger wo du wohnst.Du brauchst also deine Freundin nicht verlassen.

Du hast von deinem Lohn ein Selbstbehalt von etwas über 1000€ und an den kommt keiner ran.Der Rest kann für den Kindesunterhalt heran gezogen werden.

Kommentar von ineedhelp5
24.04.2016, 18:12

Ja ich mache mir total die Gedanken, da meine Anwältin mich im Anhang zu dem Brief des gegnerischen Anwalts darauf hingewiesen hat, dass die Aufnahme eines Nebenjobs durchaus erwartet wird. Allerdings hat sie bisher keine Anhaltspunkte was meinen Arbeitsvertrag etc. betrifft.

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Kommentar von ineedhelp5
24.04.2016, 18:16

Ich habe aber auch gelesen, dass sie sich den Mindestunterhalt vom Jugendamt holen kann und ich praktisch Schulden machen werde, da ich ihn nicht zahlen kann.

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