Muss man gläubig sein um an einer Schule Religion unterrichten zu dürfen?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Nein, muss man nicht. - Man muss lediglich die Voraussetzungen für das Lehrfach Religion erfüllen, wozu zwangsläufig auch ein Theologiestudium gehört, aber kein definitiver Glaubensnachweis gefordert ist. - Dieser wäre zudem nur schwer zu führen.

Will man den Religionsunterricht jedoch überzeugend erteilen, dann gehört für mich zweifellos die Gläubigkeit des Lehrers dazu. - Auch Schüler haben nämlich ein gutes Gespür dafür, ob der Lehrer das glaubt, was er vor der Klasse verkündet. - Entsprechend ist auch seine Glaubhaftigkeit und Überzeugungskraft. - Nur für diejenigen, welche das Religionsfach als reines emotionsloses Informationsfach sehen wollen, spielt die Gläubigkeit des Lehrers keine Rolle.

Genau so seh ich das auch! Der Lehrer erzählt etwas aus der Bibel, dann sagt er sowas wie, also ich kann euch alle verstehen, wenn ihr das nicht glaubt und lacht darüber...und solche Sachen, ich finde das irgendwie traurig, die christliche Religion stirbt irgendwie aus, keiner scheint mehr irgendetwas zu glauben und wenn der eigene Religionslehrer schon damit anfängt......naja

Und vielen Dank für deine schöne Antwort =)

1
@pacifier

Glücklicherweise gibt es in manchen Kirchengemeinden noch das, was sich früher "Sonntagsschule" nannte (heute gibts modernere Ausdrücke dafür).

1

Danke für die Auszeichnung!

1

Also meine ehemalige Religionslehrerin hat mal gesagt, sie hält die Bibel für einen Roman. Also war sie wohl auch nciht so richtig gläubig. Außerdem werden im Unterricht ja ganz viel die anderen Religionen behandelt und so. Also dürfte das kein Problem sein. Du solltest das bloß nicht den Schülern erzählen, sonst wirkst du unglaubwürdig. :D

nein es geht nicht um mich, nur ich habe das Gefühl das mein Religionslehrer sich ein wenig darüber lustig macht und für einen Gläubigen ist das ziemlich blöd und irgendwie ärgerlich.....und danke für deine Antwort =)

0

Danke für deine Antwort =)

0

@Lissy:
Die Bibel ist - nicht nur, aber auch! - in der Tat so eine Art Roman.
Das kann man sagen, finde ich, ohne deshalb ungläubig zu sein.

Gruß, earnest

1

Ich glaube kaum, dass man gläubig sein muss. also wenn man als nicht - gläubigen auch Menschen definieren, die in einer Kirche Mitglied sind, aber trotzdem nicht an den Inhalt der Kirche glauben) Aber Ich denke, es gibt fast keine Religionslehrer, die nicht gläubig sind. Immerhin muss man ja Theologie studieren. Und warum sollte man das tun, wenn man sich nicht für das Thema interessiert. Genauso muss man als Religionslehrer auch Gottesdienste und so was organisieren. Und sonst könnte man ja genauso gut Ethik unterrichten. Für den katholischen Religionsunterricht gibt es ja beispielsweise die sogenannte "missio canonica ", das heißt, man muss von der Kirche und vom Staat als Religionslehrer anerkannt sein. Ich schätze nicht, dass sie jemanden anerkennen, der beispielsweise aus der Kirche ausgetreten sind.

Ich persönlich habe noch keinen Reli Lehrer erlebt, der nicht gläubig war.

Eine wirklich tolle Antwort! Danke! =)

0

Eigentlich nicht. An der Schule wo ich zu erst war. Wurde die Lehrerin sogar Richtig dafür ausgebildet und hatte auch Studiert. die Lehrerin die ich dann hatte. War weder Katholisch noch Evangelisch, sprich sie gehört keiner Religion an. Dann hatten wir wieder eine die Ausgebildet wurde. Sogar so sehr, das sie hätte auch Evangelische Pfarrerin werden können. Doch da sie Katholisch ist ging das ja nicht xD dann haben wir nun eine die kennt sich nur extremst gut mit allem aus und wurde extremst Religiös erzogen (erzählte sie) und naja... das heißt, das man nicht unbedingt ausgebildet sein muss...

ich finde das irgendwie blöd von einem Lehrer unterrichtet zu werden der nicht glaubt....ich finde das gehört irgendwie dazu....und vielen Dank für deine Antwort =))

0

Meines Wissens nach ist das die Regel beim Religionsunterricht, da der konfesionelle Unterricht (ev / rk) von Angehörigen der jeweiligen Religionsgemeinschaften wahrgenommen wird (und diese somit auch aktiv tätig oder speziell von der Religionsgemeinschaft ausgebildet sind). Zugleich ist er aber auch ordentliches Lehrfach, weshalb ohnehin Grundbedingungen eingehalten werden müssen.

Die Frage ist also meines Erachtens nach meistens (aber nicht immer!) mit "Ja" zu beantworten: In einigen Bundesländern werden auch konfessionsverschiedene Lehrer eingesetzt: Bei kleineren Gemeinschaften und Freikirchen, unklaren Zugehörigkeiten, zusammengefassten Unterricht etc.

Letztendlich regelt das das jeweilige Bundesland.

ja, Ich finde auch, dass ein Religionslehrer irgendwie gläubig sein sollte, aber ich musste heute feststellen, dass der Lehrer doch nicht so ganz ungläubig ist, er hat nur so eine Art, als würde er sich darüber lustig machen weil er die ganze Zeit versucht es von de Sicht der anderen zu sehen die nicht glauben =) Ich hoffe du verstehst was ich damit sagen will =)

Vielen Danke für deine Antwort!!! =)

0

Moin !

Deine Frage kann man doch eigentlich auf alle Fächer übertragen.

Ich habe sicherlich NICHT Deutsch studiert, weil ich NICHT an dem Fach interessiert bin. Am Fach Deutsch interessierte mich schon als Schüler quasi alles. Als Lehrer interessieren mich vor allem Literaturgeschichte, einzelne Epochen und deren Autoren besonders, sowie Methoden der Analyse-Technik von fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten.

Auch Lyrik, Dramen, Romane und Kurzgeschichten mag ich sehr und versuche, ganze Schüler-Generationen dafür "missionarisch" zu begeistern.

Genauso, bzw. vergleichbar dürfte es sich bei Religionslehrern verhalten. Zwar dürfen sie für ihren Glauben keine "Werbung" machen, lassen diesen aber - menschlich völlig verständlich - in ihren Unterricht einfließen. Ich kenne keinen Religionslehrer, der nicht gläubig ist, wie ich auch keinen Sportlehrer kenne, der in dem Fach ne Flasche ist !

paulklaus

Das ist eine tolle Antwort . Vielen dank dafür! :) haha ich bin auch verrückt nach Deutsch!!!

0

Falls es tatsächlich so sein sollte, dass sich dein Lehrer über etwas lustig macht, dann höre beim nächsten Mal genau hin, worüber er sich lustig macht: Es gibt nämlich für viele einen Unterschied zwischen dem Glauben an sich und dem, was die Institution Kirche daraus macht.

Nein. Aber du musst ein Theologiestudium plus Lehrerausbildung machen.

Warum Nein: Ganz einfach. Wie willst du denn bitte nachprüfen, ob jemand gläubig ist, ganz abgesehen davon, dass unter "gläubig sein" viele Gläubige sehr unterschiedliche, oft gegensätzliche Dinge verstehen. Ebenso übrigens auch Atheisten...

Meinst Du nicht, dass man das dann nicht merkt?

0

Okey, Danke für deine Antwort =)

0

naja musst du nicht nur du musst alles gut vermitteln können

Danke für deine Antwort =)

0
naja musst du nicht nur du musst alles gut vermitteln können.

Zum "gut vermitteln können" gehört aber fast zwangsläufig auch das Überzeugtsein dessen dazu, was man zu vermitteln beabsichtigt.

0

Nein, in Deutschland darf man wegen seiner Religion nicht benachteiligt werden. Das heißt jede Stelle die ausgeschrieben wird, kann von jedem besetzt werden. In der Freien wirtschaft wird es oft anders gemacht. Z.b. in einem katholischen Kindergarten dürfen keine Moslems arbeiten. Dies ist jedoch eine inoffizelle Regel, wenn sie schreiben "gesucht erzieher, Katholik" dann kann man dagegen klagen.

Man kann doch nicht dagegen klagen, wenn ein kath. Kindergarten einen kath. Erzieher sucht.

0

Das ist leider falsch. - Nicht jeder darf religionsunabhängig an staatlichen Schulen Religion unterrichten, nur damit dem AGG (allgemeinen Gleichstellungsgesetz) Genüge getan ist. - Er muss zumindest die Studienvoraussetzungen erfüllen. Ob er tatsächlich glaubt oder nicht ist dann eine andere Sache, die auch nie nachgeprüft werden kann.

Auch Teil 2 deiner Antwort geht voll daneben. Wie soll ein Moslem an einem katholischen, christlichen Kindergarten überzeugend die Werte des Christentums weitergeben können. - Noch deutlicher wird dein hinkender Vergleich, wenn du dir etwa vorstellst, ein Christ sollte die Arbeitserlaubnis an einer saudi-arabischen Koranschule erhalten. Also ist es nur logisch und legal, dass sich kirchlich geführte Institutionen keine "Schläfer" in ihre Reihen holen.

0
@homme

" Nicht jeder darf religionsunabhängig an staatlichen Schulen Religion unterrichten, nur damit dem AGG (allgemeinen Gleichstellungsgesetz) Genüge getan ist."

Dafür bitte eine Quelle das absichtlich gegen das absichtlich in staatlichen schulen gegen das Gesetz verstoßen wird.

"(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."


Was ich geschrieben habe "Z.b. in einem katholischen Kindergarten dürfen keine Moslems arbeiten."

Was du geschrieben hast:

"Noch deutlicher wird dein hinkender Vergleich, wenn du dir etwa vorstellst, ein Christ sollte die Arbeitserlaubnis an einer saudi-arabischen Koranschule erhalten. Also ist es nur logisch und legal, dass sich kirchlich geführte Institutionen keine "Schläfer" in ihre Reihen holen. "

Ja und die erlaubniss kriegt er nicht, wo hinkt da mein verlgleich das ich sage das er sie nicht kriegt?

Ich glaube du hast dir meinen text garnicht richtig durchgelesen sondern einfach mal wieder vorschnell geschossen

@latricolore

Doch kann man. Genauso wenn jemand in einer Stellenanzeige nur Männer sucht. Sie müssen hinschreiben das sie männliche und weibliche suchen.

0
@Kaen010

Sorry, aber das stimmt nicht.
Religiös gebundene Arbeitsstätten (Kindergärten, Krankenhäuser etc.) haben nun einmal das Recht, sich ihre Mitarbeiter nach ihren religiösen Überzeugungen auszusuchen. Und das ist - meiner Meinung nach - sowohl logisch wie auch nachvollziehbar.

0
@latricolore

Wer gibt ihnen das Recht denn?

Wir können hier jetzt stundenlang hin und her diskutieren, oder du reichst einfach mal ne Quelle ein und dann hat sich das geklärt.

0
@Kaen010

Rechtens ist die Selektion nach Religionszugehörigkeit für kirchliche Arbeitgeber allemal. Die deutsche Verfassung spricht den Kirchen mit Verweis auf Artikel 137 III der Weimarer Reichsverfassung erhebliche Sonderkonditionen im Arbeitsrecht zu, formuliert im "kirchlichen Selbstbestimmungsrecht": Religionsgemeinschaften dürfen von ihren Beschäftigten ein loyales und aufrichtiges Verhalten im Sinne des jeweiligen Selbstverständnisses verlangen. Selbst dann, wenn es die individuelle Religionsfreiheit der Mitarbeiter einschränken sollte.

aus: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-03/kirche-mitarbeiter-christen

Art 137
(3) Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes. Sie verleiht ihre Ämter ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinde.

0
@latricolore

** innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes**

Das steht doch auch in dem Zeit Artikel drin

"Nicht-Christen geringere Chancen auf eine Anstellung"

Sie schreiben also nicht "Gesucht Erzieher, katholik" Das dürfen sie nämlich nicht. Das wäre Diskirminierung.

0
@latricolore

Und dafür erstellst du extra einen kommentar? Du scheinst wohl einfach nicht zugeben zu wollen das du hier im Unrecht bist.

0

Was möchtest Du wissen?