Muss man gewisse Vorschriften/Regeln beachten, wenn man Nahrungsmittel in einem Gewerbe (keine Gastronomie) kostenlos zur Verfügung stellt ?

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2 Antworten

Die Frage ist gut! Schließlich sind die Musiker im Tonstudio Eure Kunden und nicht private Gäste. Je nach Bundesland sind die Zuständigkeiten etwas anders geregelt.

In jedem Fall unproblematisch wäre die Bestellung bei einem Bringdienst. So solltest Du beim Landkreis anrufen. Ist das Tonstudio in einer kreisfreien Stadt, dann bei der Stadt.

Der Oberbegriff ist Gewerbeaufsicht. In Niedersachsen würdest Du mit dem veterinärärztlichen Dienst sprechen. In Baden-Württemberg mit dem WKD. Um sich telefonisch vielleicht besser durchfragen zu können, es sind die die Ansprechpartner, die auch die Hygiene-Kontrollen für die Nahrungsmittelverarbeitung erledigen.

Klar achtet man schon aus Eigeninteresse auf Hygiene. Aber diese häusliche Hygiene ist nur ein Bestandteil dessen, was wirklich zu beachten ist.

Beispiel: Wenn der Landfrauen-Verband bei einem Dorffest Kuchen verkauft, dann dürfen die nicht einfach zu Hause alle mal einen Kuchen backen.

Sondern kluger Weise einigen sie sich auf eine Küche. Da wird dann für eine Sondergenehmigung alles raus geräumt. Da darf kein Lebensmittel mehr drin stehen. Ob ewig haltbares Backpulver und erst recht kein Ei.

In der Regel hat auch jemand von den Betroffenen die entsprechende Belehrung und kann darüber Nachweis führen. Wobei es bei der kleinen Belehrung eigentlich nur darum geht: Wer Durchfall hat, der hat Lebensmitteln fern zu bleiben.

Wahrscheinlich unterstütze ich nur Deine Befürchtung, wenn ich sage: Vermutlich werdet Ihr schon aus baulichen Gründen keine Genehmigung erhalten. Extra Handwaschbecken für die Küche - unabhängig vom Spülbecken - wird vermutlich schon der K.O. sein.

Aber vielleicht bin ich da auch zu pessimistisch und telefonisch dürfte man schon eine verlässliche Auskunft bekommen. Wesentliche Dinge wie hier auch schildern. Was zur Einschätzung fehlt wird dann gefragt.

Viel Erfolg!

Danke für deine hilfreiche Antwort. Das Gute ist: Die Küche wurde noch nicht gebaut, dass heißt, wenn es solche Vorschriften gibt (wie ein zusätzliches Waschbecken für Händewaschen), kann es in der Planung mit einbezogen werden. Ich wende dann demnächst mal ein wenig herum telefonieren und mich erkundigen. Ich schreibe dann hier, was daraus geworden ist.

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@Tonstudio22

Das Ergebnis würde mich schon sehr interessieren. Aber behaltet die Rentabilität der Investition 'Küchen-Projekt' im Auge. Nicht grundlos sind die Finanzämter da immer auf dem Sprung und wollen eine Lieberhaberei (Folge Verluste werden nicht anerkannt) aus Tonstudios machen.

Was allerdings auch bei der nötigen Technik gar nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

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Meinst du sowas wie ein Catering? Wo sich alle bedinen können?

Also ich kann mit Sicherheit sagen, dass man bei einer Brötchenplatte o.ä keine Vorschriften beachten muss, außer die des gesunden Menschenverstandes (Kein Mett in die Sonne Stellen etc.)

Die Brötchen sollten außerdem entweder eingepackt oder jedes einzeln mit Frischhaltefolie umwickelt werden.

Danke für die schnelle Antwort :)

Das mit den verpackten Brötchen versteht sich von selbst, ich meine da sowas wie zum Beispiel mal eben eine Reispfanne für die Musiker im Tonstudio kochen (die Küche ist im Tonstudio), gelten da irgendwelche Vorschriften? Ich hab zum Beispiel gehört, dass man für ein Gastro-Gewerbe so eine Art Hygienekurs besuchen muss... Da wir das aber alles kostenlos anbieten wollen, könnte das ja eventuell anders sein...?

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@Tonstudio22

Ist ja kein Gastro-Gewerbe. Ich nehme an da ist, wie in normalen Bürogebäuden auch, eine 0815-Küche? Wir kochen da auch auf der Arbeit so wie zu hause. Da muss nix weiter beachtet werden

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@DesbaTop

Es ist zwar eine 0815 Küche, aber das Essen, was wir da kochen, würde ja nicht ausschließlich für uns sein – sondern auch für die Kunden.

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@Tonstudio22

Ich habe im Internet nichts gefunden, was darauf hinweißt, dass man Vorschriften, wie in der Gastronomie, einhalten muss.

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@DesbaTop

*grrr* inzwischen ist es ja im Duden angekommen, aber weder auf der Arbeit, noch auf Urlaub verwenden. Es ist so grausam gegen unsere doch ganz schöne Sprache.

Die in Büros befindliche Tee-Küche ist ja nicht dafür bestimmt, dass für Kunden Mahlzeiten hergerichtet werden.

Wenn da Getränke vorbereitet werden und mal ein belegtes Brötchen geschmiert wird, dann wird das noch unterhalb des Erlaubnispflichtigen sein.

Auch wenn MitarbeiterInnen da gemeinsam kochen, dann ist dies in meinen Augen keine gewerbliche Nutzung. Zu der wird es vermutlich dann, wenn außenstehende Personen (also Kunden) was bekommen.

Also schon, wenn ein Kunde vorbei kommt und auf den leckeren Duft aufmerksam wird, dürfte man vermutlich nicht einmal zum Probieren einladen.

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