Muss man freiwillige Zusatzdienstleitungen abrechnen oder reicht das Kerngeschäft?

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1 Antwort

Sorry - aber wer soll aus deinem Text erkennen was du willst.

Der Kunde muss erst dann zahlen, wenn auch die Leistung erbracht ist.

Außerdem kommt es immer auf den Vertrag an, den du mit einem Kunden vereinbarst.

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EinerMitAntwort 14.07.2017, 11:58

Okay, zwei Beispiele, welche das Problem vielleicht anschaulich darstellen:

  • Ein Designer soll etwas designen und eine bestimmte Vorlage dafür nutzen. Das ist der Hauptauftrag, das steht im Vertrag. Nun muss er aber noch abklären, ob das Muster, die Farben, etc. des Musters geschützt sind oder ob er das abändern muss. Er recherchiert, ändert ggf. ab. Das stand nicht im Vertrag und der Mehraufwand stört den Designer nicht. Muss er nun zwingend den wie auch immer gearteten Aufwand für die Recherche / Mehrarbeit mit abrechnen?
  • Ein Handwerker verrichtet eine Arbeit, sagen wir eine Reparatur. Als Auftrag steht also die Reparatur. Jedoch merkt er bei der Ausführung des Auftrags, dass er (ungeplant) Teile zuschneiden, nochmal in die Werkstatt fahren und seine Knieschoner holen oder was auch immer machen muss. Dieser Mehraufwand kostet ihn nichts (lassen wir kurz die Benzinkosten außen vor) außer Zeit. Diese will er aber nicht draufschlagen, sondern nur den Hauptauftrag abrechnen, der vereinbart war.

Wann der Kunde zahlen muss war übrigens nicht die Frage. Auch eine Diskussion, ob ein Designer, Handwerker oder anderer Dienstleister dieses oder jenes wirklich freiwillig und ohne es abzurechnen tun würde, will ich nicht lostreten... Die Frage ist, ob es theoretisch so möglich ist.

Ich hoffe, die Frage wurde nun verständlicher.

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Apolon 14.07.2017, 12:02
@EinerMitAntwort

Wenn etwas nicht vertraglich vereinbart wurde, ist der Kunde nicht verpflichtet die Mehrkosten zu zahlen!

Außerdem ist der Handwerker auch nicht verpflichtet Fahrtkosten dem Kunden in Rechnung zu stellen.

Der Handwerker entscheidet immer selbst was er berechnet.

Im Handwerk ist es auch zwischenzeitlich üblich, dass der Kunde einen Nachlass bekommen kann.

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Hoppser123 14.07.2017, 13:42
@EinerMitAntwort

Ein Designer soll etwas designen und eine bestimmte Vorlage dafür nutzen. Das ist der Hauptauftrag, das steht im Vertrag. Nun muss er aber noch abklären, ob das Muster, die Farben, etc. des Musters geschützt sind oder ob er das abändern muss. Er recherchiert, ändert ggf. ab. Das stand nicht im Vertrag und der Mehraufwand stört den Designer nicht. Muss er nun zwingend den wie auch immer gearteten Aufwand für die Recherche / Mehrarbeit mit abrechnen?

Das gehört i.d.R. zum Gesamtpaket des Auftrags, dass das Ergebnis rechtssicher etc. ist.

Ein Handwerker verrichtet eine Arbeit, sagen wir eine Reparatur.
Als Auftrag steht also die Reparatur. Jedoch merkt er bei der Ausführung des Auftrags, dass er (ungeplant) Teile zuschneiden, nochmal in die Werkstatt fahren und seine Knieschoner holen oder was auch immer machen muss. Dieser Mehraufwand kostet ihn nichts (lassen wir kurz die Benzinkosten außen vor) außer Zeit. Diese will er aber nicht draufschlagen, sondern nur den Hauptauftrag abrechnen, der vereinbart war.

Auch dies gehört zum Werkvertrag als Gesamtpaket dazu. Ich als Kunde erwarte, dass die Reparatur durchgeführt wird. Ob er dazu 10 x hin- & herfahren muss oder nur einmal, ist nicht mein Problem. Das gleiche gilt für das Zuschneiden der Teile. Der Handwerker kennt ja das zu reparierende Stück und hat seinen Aufwand durchkalkuliert. Wenn er sich verkalkuliert, ist dies sein Problem. Außer er konnte dies vorher nicht mit berücksichtigen. Dann muss er einen Nachtrag schreiben und sich diesen vom Auftraggeber abzeichnen lassen.

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