Muss man etwas TUN, wenn man als ein Nachfolger Jesu, als ein WAHRER Christ leben möchte?

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Hallo juste55,

zunächst einmal gilt: Ein echter Christ sollte durch und durch von dem überzeugt sein, was er zu glauben bekennt und sich ernsthaft darum bemühen, danach zu leben. Andernfalls müsste er sich in die Reihen derer einordnen lassen, die eher ein "laues" Christentum praktizieren.

Wie Jesus jedoch über laue Christen denkt, geht aus folgenden aufrüttelnden Worten hervor, die er an die frühe Christenversammlung in der Stadt Laodicea richtete: "‚Ich kenne deine Taten, dass du weder kalt noch heiß bist. Ich wünschte, du wärst kalt oder heiß. Weil du nun lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich aus meinem Mund ausspeien" (Offenbarung 3:15,16). Das sollte jeden, der sich als Christ bezeichnet, aufhorchen lassen und ihn dazu veranlassen, seine Einstellung und seine Handlungsweise im Licht der Bibel einmal zu überprüfen.

In der Bibel ist kein umfangreiches Regelwerk zu finden, an das sich Christen halten müssten. Dennoch gibt es einige Anweisungen und Grundsätze, an die er sich halten muss und die keine Kompromisse zulassen. Dazu zählt u.a. das, was die Bibel zum Thema Sex und Moral sagt.

Nicht alles, was heutzutage als "normal" gilt, ist auch in den Augen Gottes gut und erlaubt. Die Grundsätze und Richtlinien der Bibel auf diesem Gebiet sind für einen Christen bindend, auch wenn er sich dadurch dem Vorwurf aussetzt, "weltfremd" zu sein. Die Praxis zeigt jedoch immer wieder, dass es zu einem weitaus glücklicheren Leben führt, nach den hohen moralischen Standard der Bibel zu leben.

Ein anderes Gebiet, bei dem sich die Geister scheiden, ist die Verkündigung des Evangeliums. Viele glauben, dafür seien lediglich ausgebildete "Fachleute" zuständig. Jesus unterteilte seine Nachfolger jedoch niemals in Geistliche und Laien. Somit gilt für alle seine Jünger die Anweisung: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe" (Matthäus 28:19,20).

Ein Christ, der seinen Glauben wirklich ernst nimmt, sollte also dafür bekannt sein, mit anderen über Gottes Wort zu sprechen und ihnen die Botschaft der Bibel zu vermitteln. Tut er das nicht, so erfüllt er eines für einen Christen wichtigsten Merkmale nicht.

Es gibt natürlich vieles Weiteres, das zum Leben eines Christen gehört, wie z.B. Gott und seinen Nächsten zu lieben, anderen Gutes zu tun, friedliebend zu sein, nicht zu lügen oder zu stehlen etc. Die von mir genannten Punkte gehören jedoch für viele zu den schwersten und werden daher oft als "zu streng" abgelehnt. Nach der Bibel gibt es jedoch kein "Christentum a la carte", bei dem ich mir nur das herausnehme, was mir persönlich genehm ist.

Jesus Christus sagte einmal über den Weg eines Christen: "Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen Marterpfahl auf und folge mir beständig" (Matthäus 16:24). Jesus zeigt also, dass mit dem Leben eines Christen gewisse Härten (der sinnbildliche "Marterpfahl") verbunden wären. Jesus "beständig" zu folgen schließt Vieles mit ein. Ein Christ muss sich vor allem an Jesu Beispiel orientieren und diesem so weit wie möglich nacheifern.

Bevor sich daher jemand entschließt, den Weg echten Christentums zu gehen, sollte er das machen, was Jesus einmal wie folgt gleichnishaft beschrieb, als er sagte:"Wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst nieder und berechnet die Kosten, um zu sehen, ob er genug habe, ihn zu vollenden? Sonst könnte er den Grund dazu legen, aber nicht imstande sein, ihn zu Ende zu bringen, und alle Zuschauenden könnten anfangen, ihn zu verspotten und zu sagen: ‚Dieser Mensch fing an zu bauen, konnte [es] aber nicht zu Ende bringen" (Lukas 14:28-30).

Dazu, "die Kosten zu berechnen" gehört es eben auch, sich zu fragen: "Bin ich bereit, alles zu halten, was Jesus Christus geboten hat oder ist mir einiges davon zu schwer?" Wer verstanden hat, was wahres Christentum alles einschließt, ist auch dazu bereit die Worte zu bedenken, die Jesus in dem vorangehenden Vers sagte: "Wer nicht seinen Marterpfahl trägt und mir nachkommt, der kann nicht mein Jünger sein" (Lukas 14:27). Dieser "Marterpfahl" schließt auch gewisse Härten ein, die der christliche Lebensweg u.U. mit sich bringen mag. Dennoch ist er der beste Lebensweg und der einzige, der zu wahrem und dauerhaftem Glück führt!

Das, was ich hier dargestellt habe, zeigt nur ausschnitthaft, was Christentum alles einschließt. Wichtig ist aber vor allem, dass man sich in allem, was man tut, von Gott und seinem Wort, der Bibel, leiten lässt.

LG Philipp

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Vielen Dank für den Stern! 🙂

LG Philipp

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Du kannst es ja mit Glauben versuchen, aber es ist wohl für den Anfang besser, auch mal in den Evangelien zu lesen, in deren Klarheit enthalten ist, was Jesus seinen Jüngern lehrte und vorlebte. Insbesondere das Gleichnis vom Weltgericht (vgl. https://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus25,31-46 ) dürfte deutlich machen, dass es beim wahren Christsein bei weitem nicht nur um allein den Glauben geht, sondern auch um eine entsprechend aktive Lebensweise nach den Werten, die Jesus seinen Jüngern lehrte und vorlebte.

Entsprechend diesen christlichen Werten aktiv zu leben, ist natürlich nicht so bequem, wie einfach nur an Jesus zu glauben, aber man sollte sich mal aus der Perspektive der Nächstenliebe überlegen, mit was man mehr Gutes unter den Mitmenschen bewirken könnte und wodurch man in Folge von Gegenseitigkeit glücklicher werden würde. Allein durch den Glauben und vielleicht auch regelmäßigen Besuch in der Kirche, oder wenn man auf Basis der Nächstenliebe bei möglichst jeglichem Bedarf einander hilft.

Jesus gab dazu Lehre. Erstmal sagt er : Glaubt mir , dass ich vom Vater gesandt bin , der Vater in mir wohnt und er in ihm . Ich habe die Wahrheit.

Und er sagt : Folgt mir, ich mache Euch zu Menschenfischern .

Und er sagt Ihr braucht mich , damit ihr Gute Werke bringen könnt.

Jesus konnte von sich her aus nichts tun, sein Vater tat alles in ihm.

Und genau so wie Der Vater die Dinge in Jesus tat , tut Jesus die Dinge in uns bewirken, sodass wir gute Werke bringen können. Jesus durch uns.

Nein , man muss nicht . Es ist auch gar nicht immer möglich . Es gibt behinderte Menschen , die glauben Gott und können aufgrund ihrer Behinderung keine gute Werke bringen .

Die Menschen die Jesus heilte , brachten nicht erstmal gute Werke um geheilt zu werden. Schauen wir auf die Gelähmten und die Blinden .

Ist man im Glauben und es ist einem möglich als ein Gesunder Jünger von Jesus zu sein, dann sollte man das Wort verkündigen , man sollte Menschen außerhalb Gemeinde näher zu Gott bringen , man sollte das annehmen was Jesus lehrte und so leben . Man sollte den Glauben sichtbar und lebendig werden lassen.

Dann kommen auch Gute Werke.

Menschen die glauben nur in der Gemeinde , das Wort untereinander zu lehren , haben nicht verstanden wie man den Glauben ausweitet . Dazu muss man unter Menschen gehen , die in keiner Gemeinde sind, Menschen die nicht wissen, dass Jesus der Sohn , der Retter und Erlöser ist , dass er für uns die Sünden auf sich nahm.

Man kommt nur zu Gott durch Jesus . Viele Menschen, die nicht glauben können, wissen es nicht .

Aber ich denke Gott will , dass diese Menschen auch durch uns erreicht werden sollen und deswegen gehen wir raus.

Nicht nur Zeugen ist es bestimmt, dass sie rausgehen , alle Christen sollten es machen .

lieben Gruß

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
40

Weiter:

Wenn kein Mensch , Menschenfischer gewesen wäre , wäre die Lehre Jesus nicht verbreitet worden , der Wille Gottes -

Markus 16 Vers 15

»Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! 

In Lukas 24 ab Vers 47

 47 und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden.

Angefangen in Jerusalem, 48 seid ihr Zeugen dafür. 49 Und siehe, ich werde die Verheißung meines Vaters auf euch herabsenden. Ihr aber bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet!

lieben Gruß

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