Muß man einen Schwerbehindertennachweis von 30 %dem Arbeitgeber mitteilen?

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3 Antworten

Hallo , Du mußt einen Gleichstellungsantrag stellen . Kannst Du beim Arbeitsamt machen oder über den VDK ( Mitgliedbeitrag 15 Euro vierteljährlich ) Durch die Gleichstellung bist Du auch mit 30% Schwerbehinderung einem Menschen mit 50% gleichgestellt & genießt den vollen Kündigungsschutz !

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Hallo Pittchen15,

Sie schreiben:

Muß man einen Schwerbehindertennachweis von 30 %dem Arbeitgeber mitteilen?<

Antwort:

Dafür gibt wohl keine gesetzliche Grundlage!

Habe nach Knie-TEP links auch rechtsseitiges Knie noch zu Operieren,ist es ratsam dem Arbeitgeber dies mit zu teilen habe aber erst gerade einen Nachweis der Schwerbehinderund von 30 % bekommen .Habe ich evtl.daraus nachteile!?<

Außerdem gibt es keine Schwerbehinderungsangaben in Prozent, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung mit "GDB!"

In Ihrem Fall liegt also ein Grad der Behinderung von 30 vor! (GDB30!)

Ein GDB 30 entspricht aber noch keiner Schwerbehinderung, diese beginnt grundsätzlich ab einem GDB 50!

Wenn Sie in einem Arbeitsverhältnis stehen und von Ihrem Hausarzt, (von Ihren behandelnden Ärzten) arbeitsunfähig krank geschrieben sind, dann erhält der Arbeitgeber von Ihnen eine Ausfertigung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung!

Auf dieser Bescheinigung ist zwar Ihre Arbeitsunfähigkeit vermerkt, nicht aber Ihre Diagnosen, denn auf diese Angaben hat der Arbeitgeber keinen Anspruch!

Wenn Sie länger als 6 Wochen arbeitsunfähig sind, dann endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber nach 6 Wochen und ab diesem Zeitpunkt erhalten Sie Krankengeld von Ihrer Krankenkasse bis zu maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren!

Nach 78 Wochen Krankengeld incl. Lohnfortzahlung werden Sie von der Krankenkasse ausgesteuert!

Das heißt:

Je nachdem, wie lange Ihre Arbeitsunfähigkeit anhält kommen Sie ggf. früher oder später in Zeitnot und müßen sich Gedanken machen, von was Sie künftig Ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen, denn auch das ALG 1 ist je nach Ihrem Alter und Ihren Beitragszeiten zeitlich befristet!

Zu den Nachteilsausgleichen siehe bitte unter folgendem Link:

http://www.vdk.de/nrw/pages/sozialpolitik/nachteilsausgleiche/13473/nachteilsausgleiche

Bekommt man mehr % wenn das andere Knie auch ein neues Gelenk bekommt??<

Antwort:

Das kommt im Endeffekt immer darauf an, ob dauerhafte Schädigungen vorliegen von mindestens 6 Monaten!

Diese gesundheitlichen Dauerschädigungen müßen mit aussagefähigen, detaillierten Artberichten dokumentiert und nachgewiesen werden!

Siehe hierzu bitte auch unter folgendem Link:

google>>versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/GdS-Tabelle.html

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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Hallo pittchen15,

Du hast einen GdB von 30. Das ist keine Schwerbehinderung. Du hast keine auszugleichenden Nachteile die der AG ausgleichen müsste, wie z.B. mehr Urlaubstage, Freistellung von Mehrarbeit etc., deshalb brauchst Du Deinen AG nicht von dem Bescheid in Kenntnis zu setzen.

LG

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