Muss man einen Lottogewinn versteuern?

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12 Antworten

also wenn man 1 million gewonnen hat, muss man dann 200.000€ steuern zahlen?

Lottogewinne fallen nicht unter eine der 7 Einkunftsarten, sind daher also nicht einkommensteuerpflichtig. Man zahlt also 0,- € an Steuern.

achja und ab wann macht man Gewinn?

In dem Moment wo das Geld investiert/angelegt wird und positive Erträge erwirtschaftet. Diese sind dann als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) oberhalb des Sparerpauschbetrages von 801,- € im Jahr steuerpflichtig. Liegt der Grenzsteuersatz über 25% so ist die Steuerschuld durch die Kapitalertragssteuer (Abgeltungssteuer) endgültig abgegolten. Liegt der Steuersatz drunter, so sollte die individuelle Veranlagung zur Einkommensteuer im Rahmen der Erklärung beantragt werden (Anlage KAP).

rentiert es sich eine million auf die bank zu legen und von den zinsen zu leben?

Kommt auf das Anlagemodell an. Es gibt Modelle mit und ohne Kapitalverzehr. Festverzinsliche Anlagen sind nicht so dolle im Moment, man gleicht mit den Erträgen i.d.R. maximal den Kaufkraftverlust durch die Inflation aus.

Den Gewinn selbst muss man nicht versteuern, aber die Einnahmen, die sich später daraus ergeben. Wenn man z.B. eine Million auf die Bank legen würde, dann wären das bei sagenhaften 1% Zinsen pro Jahr immer noch EUR 10.000, und wenn man noch weitere Einnahmen als diese hat, wird das steuerlich relevant.

Es wäre allerdings unglaublich dumm, so viel Geld ohne jegliche Beratung zu 1% Zinsen anzulegen. Und wie man von EUR 10.000 im Jahr lebt, kannst du ja mal ausprobieren.

Der Gewinn ist steuerfrei, nur die Zinsen muessen versteuert werden. Auf die Bank legen ist sicher nicht sinnvoll bei den heutigen Zinsen reicht das nicht zum guten Leben. Da sollte man sich andere Anlagemoeglichkeiten suchen und vorher gut beraten lassen. Das gibt es auch andere relativ sichere Anlagen oder man kann ganz spekulieren, dann kann man grosse Gewinne machen und zahlt ordentlich Steuern darauf (oder man macht es wie Uli Hoeness).

Etwas anders wird es bei Fernsehgewinnen gesehen. Da faellt einem gleich der Fall von Big Brother ein, der eine Million Gewinner (Sascha S.) musste damals, als er das Geld schon komplett ausgegeben hatte, einen Haufen an Steuern zahlen zahlen und war dadurch hoch verschuldet. Man argumentierte, dass das ja kein reiner Gewinn war, sondern er ja Monatelang dafuer gearbeitet hat eben als Insasse im Big Brother Haus und dass es daher ein Verdienst war und kein Gewinn. Das Argument, dass aber die anderen genauso gearbeitet hatten, aber nichts bekamen, wurde nicht akzeptiert.Und mit 200 000 ist man da auch nicht dabei, das ist schon so die Haelfte des Gewinns, was als Steuer abgeht (Hoechststeuersatz). Bei "wer wird Millionaer" zaehlt es aber noch als Gewinn.

Nein, muss man nicht, mit dem Argument, dass es a) unwahrscheinlich ist, im Lotto zu gewinnen und b) noch unwahrscheinlicher, mehr als 1x im Lotto zu gewinnen. Klar, bei der Postbank hast du z.B. je nach Sparkonto teilweise 2,5% Zinsen pro Quartal (nein, ich mache keine Werbung und werde dafür nicht bezahlt) ... bei einer Million wären 2,5% Zinsen 25.000€. Läuft, würde ich sagen. Weiß jedoch nicht, ob es eine maximale Einzahlgrenze bei denen gibt. Falls du also jemals im Lotto gewinnen solltest, schau dir die Angebote mehrerer Banken an und rechne dir das gut durch ;-)

Leider nicht ganz korrekt:

Nein, muss man nicht, mit dem Argument, dass

Lotteriegewinne kein versteuerbares Einkommen im Sinne der Steuergesetzgebung sind. Im Steuergesetz werden Lotteriegewinne einfach nicht erwähnt und deshalb ist der Gewinn - zumindest in Deutschland - ein steuerfreies Einkommen. Wenn man durch Anlage des Gewinns allerdings weiteres Einkommen in Form von beispielsweise Zinsen generiert, sind diese Einkünfte aus Kapitalanlagen dann allerdings steuerpflichtiges Einkommen.

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@Zyogen

Ah, okay, so, wie oben beschrieben, wurde es mir jedenfalls zugetragen...

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@nordlyset

Unter Umständen hat die Wahrscheinlichkeitsrechnung einen kleinen Einfluß darauf gehabt, daß der Gesetzgeber Lotteriegewinne im Steuerrecht nicht erwähnt hat. Ausschließen möchte ich das nicht. Aber unter'm Strich ist es viel einfacher, die Steuer beim Veranstalter der Lotterie zu erheben: Hier werden gleich mal 20% der Spieleinsätze als Steuer fällig und so kommt dann auch eine Menge Geld in die Staatskasse.

In der Schweiz wird eine "Verrechnungssteuer" auf Lotteriegewinne erhoben, diese wird von den einzelnen Gewinnen abgezogen und direkt von der Lottogesellschaft an die Finanzbehörden abgeführt.

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Nicht nur dass Du Steuer auf die Zinsen zahlen sollte. Denke daran dass Du dann Privatversicherte wird und selbst dafür Sorgen tragen muss deine Altersrente ab zu sichern.

Schön ist, ein eigenen Heim zu haben. Keine Miete dafür wieder Steuer und Ärger und Kosten. Aber was Deins ist, ist deins.

Wenn Du kurz vor der Rente bist, kannst Du durchaus davon träumen.

Wenn Du jung bist, geh weiter arbeiten als wär nix gewesen. Entspannter halt. :-) <---

Ach ja, vergessen...Die Beratung der Banken ist eindeutig besser ab so ein Summe.

Denke daran dass Du dann Privatversicherte wird

Warum wird man dadurch privat krankenversichert. Wäre mir neu, dass es in der PKV neuerdings einen Kontrahierungszwang für Nicht-Beamte gibt.

Ein Blick ins SGB V hätte dir die freiwillige Mitgliedschaft bei einer gesetzlichen Kasse näher gebracht.

Vermögen wird nicht besteuert und ist auch nicht beitragsrelevant. Eben nur die Erträge, diese sind Einkünfte.

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Nur die Zinsen nach dem ersten Jahr -

Aber besser ist es allemal, seinen Wohnistz ins Ausland zu verlegen.-

Siehe Uli ;-(( der tat` s nicht und darf jetzt hierbleiben

Zu deiner letzten Frage:

Wenn ich eine Million im Lotto gewinnen würde, würde ich das Geld momentan sicherlich nicht auf ein stinknormales Sparkonto bei der Bank legen. Auf die 0.25% Zinsen kann ich dann gerne verzichten, da man mit der Inflation unter dem Strich sowieso verliert.

Was da besser wäre, sind diversivizierte Anlagen und vielleicht noch ein kleines Häuschen oder eine Wohnung in einer Region, in der die Bodenpreise noch nicht allzu hoch sind, aber doch steigen. Das allerdings beruht dann meist auf mehr oder weniger zuverlässigen Vorhersagen. Ich denke aber, dass eine Million sehr knapp ist, um damit sorgenfrei von den Erträgen zu leben - 5 Millionen, das wäre so meine Grenze, wo ich mir das mit dem Arbeiten überlegen würde, darunter höchstens eine Reduktions des Arbeitspensums.

5 Millionen, das wäre so meine Grenze

ansprüche haste aber nicht....

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@gansh

Ich denke aber, dass eine Million sehr knapp ist, um damit sorgenfrei von den Erträgen zu leben

Das ist natürlich quatsch. Überleg mal wie lange man für 1 Mio. arbeiten gehen musst. Wenn du 45 Jahre lang arbeitest müsstest du NETTO 22.222 € im Jahr verdienen (also Brutto zw. 32 und 34.000).

Mit solch einem Gehalt kann man gut leben.

Wer mit 1 Mio nicht klar kommt, der hat überzogene Ansprüche und keine Ahnung. Sorry, aber das ist so. Würdest du dich ein wenig mit Finanzen auskennen, würdest du deine Aussage sofort revidieren.

Das Problem bei Lottogewinnern ist oftmals, dass sie sich JETZT SOFORT was "gönnen" wollen und denken: "Ach, bei so viel Kohle kann ich dies und jenes erstmal machen... Auto, Haus, Reise .... etc. ... das geht schon nicht so schnell aus..."

Auf die 0.25% Zinsen kann ich dann gerne verzichten, da man mit der Inflation unter dem Strich sowieso verliert.

Das ist ja auch keine Geldanlage, sondern eine Geldvernichtungsmaschine ;) Es gibt genügend festverzinste Anlagemöglichkeiten die sicher genug sind und über 4% Zinsen bringen.

Deine Idee Immobilien kaufen zu wollen ist sehr unsicher und eher ein Pokerspiel. Wenn du so dein Geld anlegen würdest, dann wäre 1 Mio zu wenig, weil das Risiko zu hoch ist.

Deine Überlegung, dass 1 Mio zu wenig wären, basiert ganz einfach auf geringen Kenntnissen der Finanzwelt.

Mit 1 Mio würde ich sofort aufhören zu arbeiten und mir Gemeinnützige Tätigkeiten suchen die mir Spass machen und mit denen ich anderen helfen kann.

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@wildcarts

Bevor Sie über einen Kommentar herziehen und finanzwirtschaftliche Defizite ausmachen wollen, sollten Sie den Kommentar besser zuerst richtig lesen!

Er hat geschrieben, dass er die ERTRÄGE von 1er Mio€ als zu wenig erachtet um davon leben zu können. Und in diesem Szenario gebe ich ihm definitiv Recht! Selbst wenn man die 1 Mio bei 3% Anlegen würde(was im Moment fast nicht zu realisieren ist, außer bei Aktien wodurch der Risikofaktor hinzu kommt), hat er ERTRÄGE von 30.000€ im Jahr. Abzüglich 25% Abgeltungssteuer sind noch 22.500€. Wobei ich den Soli nicht beachte um es nicht zu komplex zu gestalten.

Beachtet man nun noch die Inflation von 1-2 Prozent (wenn es gut läuft und die Inflation nicht bald ausufert), hat er letztendlich einen realen Wertgewinn von 2.500€ - 12.500€.

Ist meines erachtens definitiv zu wenig um aufzuhören zu arbeiten!!!

Ob es allerdings tatsächlich 5 Mio sein müssen, stelle ich mal in Frage. Bei 5 Mio wäre es im gleichen Szenario 92.500€ - 102.500€ Wertgewinn. Damit kann man dann doch mehr als gut leben ;-)

Ich denke ab 2,5 Mio (Wertgewinn 36.250€ - 46.250€) würde es reichen um aufzuhören zu arbeiten ;-). Wobei ich vermutlich nie aufhören würde zu arbeiten, nichts tun wird mit der Zeit anstrengend.

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@wildcarts

Das ist natürlich quatsch. Überleg mal wie lange man für 1 Mio. arbeiten gehen musst. Wenn du 45 Jahre lang arbeitest müsstest du NETTO 22.222 € im Jahr verdienen (also Brutto zw. 32 und 34.000). Mit solch einem Gehalt kann man gut leben.

Natürlich kann man mit netto 22.222 Euro leben, aber du vergisst, dass ein Lohn auch steigen wird, damit er eben an Inflation angepasst ist. Bekommst du heute 1 Million cash, dann muss man sich schon gute Anlagen suchen, um vom Ertrag leben zu können und nicht vom Kapital, denn das wird durch die Inflation an Wert verlieren, daher würde ich lieber in Sachwerte investieren, die man dann aber eben nicht für die alltäglichen Bedürfnisse ausgeben kann.

Wer mit 1 Mio nicht klar kommt, der hat überzogene Ansprüche und keine Ahnung. Sorry, aber das ist so. Würdest du dich ein wenig mit Finanzen auskennen, würdest du deine Aussage sofort revidieren.

Ich habe eine Ausbildung bei einer Grossbank und diese sehr gut abgeschlossen und investiere gerne mal Geld in Anlagen, nur halt nicht im grossen Stil, da mir das Geld (noch) fehlt. Ich kenne mich daher sehr wohl mit der Finanzwelt aus, insbesondere habe ich viel mit Anlagen zu tun gehabt. Beispielsweise fahre ich über Jahre sehr gut mit 7% Dividendenrendite, womit ich wirklich sehr zufrieden bin, nebenbei könnte ich auch mal 25% Kursgewinn einstreichen, aber erst warte ich mal wieder die Dividende ab.

Nur mit Derivaten hatte ich bisher eher kein Glück.

Deine Idee Immobilien kaufen zu wollen ist sehr unsicher und eher ein Pokerspiel. Wenn du so dein Geld anlegen würdest, dann wäre 1 Mio zu wenig, weil das Risiko zu hoch ist.

Wer sagt, denn dass man gleich alles in Immobilien investieren soll? Bei einer Million würde ich 45% in Immobilien (bzw. wohl eine Immobilie) und 45% in Anlagen investieren, der Rest bleibt als eiserne Reserve übrig und von den Erträgen kann man dann eher kein Leben in finanzieller Sorgenfreiheit leben, daher weiterarbeiten. Und Immobilien empfinde ich als eine sinnvolle Diversivikation im Portfolio. Vor allem, kann man sich auch bei Kurseinbrüchen in sein Haus begeben, an einer Aktie hat man wenig, ausser vielleicht einem Apéro an der GV. :-)

Mit 1 Mio würde ich sofort aufhören zu arbeiten und mir Gemeinnützige Tätigkeiten suchen die mir Spass machen und mit denen ich anderen helfen kann.

Dir würde ich die Million zwar nicht wirklich gönnen, wenn du mir hier schon geringe Kenntnisse der Finanzbranche unterstellst, aber dennoch möchte ich sehen, wie du damit in 30 Jahren lebst, wenn deine Million auf 400'000 geschrumpft ist, die Inflation ihre Dienste dazu tut und vielleicht noch einige Fehlinvestitionen dabei sind. Darum wäre mir 1 Million schon nur wegen dem Wohlbefinden zu wenig.

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Nein, Lottogewinne sind steuerfrei.

Das rentiert sich sobald die Zinsen zum leben reichen. Die Zinsen widerum MUSS man versteuern.

Bei 1 Mio und 2% Zinsen bekommst du im Jahr 20.000€ und zahlst darauf Steuern.

Frag mich nicht wieviel, ich tippe mal so 15-20%. Den Rest kannst du ausgeben.

Wenn du das nicht versteuerst passiert mit dir das gleiche wie mit Hoeneß =)

Das ganze ist aber nicht so einfach. Wir haben eine Inflation von rund 2%. Wenn du also nur 2% Zinsen bekommst, dann kannst du das Geld zwar ausgebe, aber dein Kapital erhöht sich nicht. Somit hast du effektiv immer weniger Geld.

Du müsstest mehr Zinsen bekommen als die Inflation, müsstest die Höhe der Inflation auf dein Kapital aufschlagen und die Differenz dann auszahlen zum ausgeben. Dann bleibt dein Kapital immer "gleich".

Frag mich nicht wieviel, ich tippe mal so 15-20%.

Pauschal zieht die Bank immer 25% zzgl Soli raus. Drum heißt es Abgeltungssteuer.

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Der Gewinn selbst ist Steuerfrei, aber du musst die daraus entstehenden Gewinne (Zinserträge) versteuern, die ab dem 2. Jahr anfallen.

rentiert es sich eine million auf die bank zu legen und von den zinsen zu leben?

Selbstverständlich! Wenn du es richtig machst, und es festverzinst anlegst, bei einem Zinssatz der höher ist als die durchschnittliche Inflationsrate, musst du nie wieder arbeiten gehen.

Einen Zinssatz von 4% zu bekommen ist kein Problem. Man kann aber auch 5-7% erhalten, wenn man weiß wie.

Bleiben wir bei den 4%:

25% Kapitalertragssteuer = - 10.000€

5,5& Soli = - 2.200€

Jetzt musst du noch die Freistellungsbeträge inkl. Werbungskostenpauschale einbeziehen:

Unverheiratet: 801€

Verheiratet: 1602€

Pro Kind: 801€

Du hast also zwischen 30.000 und 32.000 an Gewinn im Jahr. Damit kann man gut leben.

Eine ganz wesentliche Information verschweigst Du uns: Wo lebst Du? In Deutschland sind Lottogewinne nicht steuerpflichtig. Wie die Situation in anderen Ländern ist, muß man individuell prüfen. Von der Schweiz weiß ich beispielsweise, dass dort auch auf Lottogewinne Steuern anfallen. Von Österreich liegen mir keine Infos vor.

Ey du vollhonk. Natuerlich musst du dein Lottogewinn versteuern.

Ey du größerer Vollhonk, natürlich nicht. Ein Blick in § 22 EStG hätte dir das auch gesagt, aber lieber die Klappe aufreißen, was? ^^

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musst glaub ich nix versteuern weil es zuglückspiel zählt kannst dir den gedanken schnell aus den kopf schlagen weil du niemals dort gewinnen wirst

Sag niemals nie!

Die Chance auf sechs Richtige ist halt extrem klein.

Die Chance auf zwei Richtige ist da schon größer, allerdings kann davon kein Schwein leben =)

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