Muss man eigentlich Privatverkäufe bei ebay versteuern?

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7 Antworten

@Gruppy194@

Umgangen wird das Programm „Xpider“ sehr einfach. Beispiel: Ebay Privatverkäufer hebengro. Der hatte sogar einen ebayshop. Nach Intervention durch eBay schloss er den und wich auf 2 weitere Mitgliedsnamen aus, bengrorot und wanderer200848. Nachdem auch hier eBay warnte, nicht verwarnte, werden die Privatverkäufe über einen neuerlich angelegten Mitgliedsnamen fortgeführt. wanderer20091948, der neueste Mitgliedsname hat innerhalb weniger Tage alle Angebote von den Vorgängermitgliedsnamen übernommen, mittlerweile über 500 Angebote und eBay schreitet nicht ein, weil die Gefahr vom Finanzamt entdeckt zu werden umgangen wird und eBay weiterhin Provisionen kassieren kann. Unglaublich, aber wahr!

Es ist schon klar, dass sich Mitmenschen mit entsprechenden Ambitionen und Energie immer wieder versuchen werden, den üblichemn Methoden der Verfolgung zu entziehen.
Dadurch haben wir ja dieses "Syndrom", dass die kleinen gefangen werden und die großen Fische davon kommen.
bei dem Fragesteller ging es sicherlich um einen von den kleinen Fischen udn die sollten zumindest eine diffuse Ahnung davon bekommen, wie die Verhältnisse sind.
Ich verkaufe auch ab und an auf eBay, aber ich verfolge auch die Rechtsprechung, weil ich eben nicht die Ambitionen und die Energie habe und eben nicht unnötig Steuern zahlen will, nur wil ein Richter meint, ich hätte ja einen Gewinn erziehlt und dass ich meine 500 Punkte durch Käufe und nicht durch Verkäufe erhalten habe, beieindrucke ihn überhaupt und deshlab sei ich gewerblicher Anbiete rund müsse Steuern (nach)zahlen + Kosten des Verfahrens + + +.

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Steuerpflicht bei vier Voraussetzungen: 1. die Tätigkeit muß auf Dauer gerichtet sein 2. du mußt selbständig sein 3. die Tätigkeit muß erlaubt sein und 4. es muß eine Gewinnerzielungsabsicht vorhanden sein. Wenn Du also einen alten Schrank einkaufst für 200 Euro und ihn für 2000 Euro verkaufst und das nicht zu Deinem Lebenserwerb machst, dann keine Steuerpflicht; alleine die Gewinnerzielungsabsicht begründet keine Steuerpflicht; dann dürfte niemand etwas verkaufen was er z.B. geerbt hat (z.B. den Schrank wie oben); Wenn oben oohpss schreibt, dass der Sammler eine Sammlung mit Verlust verkauft was soll er dann schon versteuern; den Verlust?; oder hab ich da was nicht verstanden?; wenn keine Anstrengungen zur dauernden Gewinnerzielung gemacht werden, sind die Verluste dem privaten Bereich zuzuordnen; mit irgendwelchen AGB's hat das nichts zu tun;

Hier ist oohpss.
Zu 1.) die Tätigkeit muß auf Dauer ausgerichtet sein: Es ist sehr, sehr unterschiedlich wie die Richter "Dauer" definieren. Und das "muß" definieren die Richter auch selbst. Der Anbieter hat da nur wenig Spielraum. Es sind schon Leute als gewerblich handelnd eingeordnet worden die ein paar Mal gebrauchte Sachen verkauft hatten.

zu 2.) Du must selbständig sein. Dem Richter ist es ziemlich egal, ob Du irgendwo Angesteller bist oder nicht. Wenn Du Dich benimmst, wie ein gewerblicher Anbieter, dann wird unterstellt, dass Du selbstständig bist. Das sind die recht pragmatisch.
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zu 3.) die Tätigkeit muß erlaubt sein. Stimmt, sonst hast Du noch ganz andere Probleme .... .
Zu 4.) Ja natürlich kann man Verluste versteuern. Lohnt sich immer dann, wenn man andererseits Gewinne macht und das gegenrechnet oder wenn man Gewinne erwartet. Steuerrechtlich ist das sehr wichtig um einen Anreiz für Investitionen zu geben. Das Ergebnis ist/wäre eine Verringerung der Steuerpflicht.

"Wenn keine Gewinne zur dauernden Gewinnerzeihlung ..." Darum geht es ja gerade. Einige Finanzgerichte sagen, dass nur ab und an mal etwas versteigern reicht und andere Finanzgerichte sind da großzügiger.
Auskunft kann nur der Richter geben, der im Zweifelsfall den nächsten Fall entscheidet. Bedauerlicherweise gibt es dazu noch keien durchgänge Rechtsprechung.

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Diese Frage beantwortet nicht eBay, sondern Dein Finanzamt.
Es gibt unterschiedliche Entscheidungen von verschiedenen Finanzgerichten.
Wenn der Richter zu dem Eindruck kommt, dass mit dem Verkauf ein Gewinnzweck verfolgt wurde, dann entsteht ganz klar die Steuerpflicht.
Also Sammler verkauft Sammlung mit Gewinn = Steuerpflicht.
Sammler verkauft Sammlung mit Verlust = überwiegend keine Steuerpflicht.

Jemand verkauft gebrauchte Klamotten mit Verlust im Rahmen des üblichen = nach überwiegender Meinung keine Steuerpflicht.

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