Muss man die Lehre Paulus in Frage stellen?

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8 Antworten

Bei Unsicherheiten sollten man sich wohl am besten auf Jesus selber beziehen... Ich sehe so viele Christen für die es scheinbar nur Paulus und die Offenbarung gibt, die dadurch sogar gegen den Willen Jesu handeln. Ein Punkt an dem ich dann den Christen auch nicht ernst nehmen kann. 

 

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TechnologKing70 18.06.2017, 23:15

Es gibt keinen Punkt, an dem man religiöse Leute irgendwo ernst nehmen kann, es sei denn, die jagen sich in die Luft, dann sind sie das Problem von uns allen.

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Pokhorny 18.06.2017, 23:18
@TechnologKing70

So böse wollte ich jetzt auch nicht sein :D 

Was wäre ich denn für ein Mensch wenn ich den Glauben (solange er mir oder anderen nicht schadet) nicht tolerieren könnte. Da wäre ich ja nicht besser als viele religiösen Menschen.

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Sternfunzel 18.06.2017, 23:18

ja, ich bin da auch so : " Aber Jesus hat gesagt .." :-) 

liebe Grüße

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Hi,

also ich kann ehrlich gesagt deinen Gedankengang nicht ganz nachvollziehen, aber ich versuche mal deine Frage zu beantworten.

1.) Betete Paulus nicht das Vaterunser?

Nach der christlichen Tradition ist das Vaterunser, wie du geschrieben hast, ein Gebet, das Jesus seinen Jüngern beigebracht hat. Es wurde auf jeden Fall durch die Bibel überliefert und ist uns deshalb noch heute bekannt. Wir wissen nicht, ob Paulus das Vaterunser kannte, da er es in seinen Briefen nicht erwähnt. Das ist allerdings weder ein Beweis dafür, dass er es kannte, noch dafür, dass er es nicht kannte. Paulus kannte Jesus nicht persönlich (die Briefe hat er wahrscheinlich zwischen 50 und 60 n. Chr. verfasst), aber Überlieferungen zu Jesus. Vielleicht hat er auch von dem Gebet erzählt bekommen, wenn Jesus es tatsächlich seinen Jüngern beigebracht hat. Die von dir angeführte Stelle hat aber bei dieser Frage keine Relevanz oder Antwort. Es handelt sich lediglich um den Anfang eines Briefes. Er schreibt, wer an wen schreibt. Das ist wie der Absender und Empfänger bei einer Email...

2.) Muss man die Lehre des Paulus in Frage stellen?

Ich verstehe nicht, was die Überschrift mit dem Rest der Frage zu tun hat, aber gut. Ich werde sie einfach beantworten. Über Paulus gibt es verschiedene Meinungen. Fest steht, dass er deutlich dazu beigetragen hat, das Christentum zu verbreiten, bekannt zu machen. Er hat Gemeinden gegründet und den Kontakt zu ihnen gehalten, sie ermahnt und ermuntert. Meiner Meinung nach kann man alles in Frage stellen. Die Frage ist nur, zu welchem Ergebnis man kommt. "Prüft aber alles und das Gute behaltet", heißt es im 1. Thessalonicherbrief. Also ja, man muss die Lehre prüfen. Ob man sie verwerfen muss? Paulus hat eine spezielle Theologie. Vieles was er sagt halte ich für gut, einiges aber auch nicht. Orientiere dich an der Lehre Jesu, bete, dann wirst du die Antwort schon finden.

LG

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Sternfunzel 18.06.2017, 23:57

das war eine schöne Antwort. Danke.. 

lieben Gruß

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Das was Du da zitiert hast, aus dem Brief des Paulus an die Korinther, ist eine Begrüßung am Briefanfang, aber kein Gebet. Das solltest Du unterscheiden können.

Abgesehen davon war Paulus der einzige von Jesu Apostel (sofern man ihn daher als Apostel Jesu bezeichnen kann) der Jesus zu dessen irdischer Lebzeit nie begegnet ist. Von daher ziehe ich die Lehre Jesu in den Punkten denen der Lehre des Paulus vor, wo letztere mit ersterer im Widerspruch steht, doch dies ist hier nicht der Fall denn dies tangiert weder das Vaterunser noch wie man beten soll, weil es ganz einfach kein Gebet sondern eine Begrüßung am Beginn eines Briefes ist.

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Sternfunzel 18.06.2017, 23:31

mit allen Anrufenden den Namen unseres Herrn Jesus Christus an jedem Ort,

was bedeutet dann der Satz?.. ich dachte  , den Vater anrufen ist , zum Vater zu beten? 

wo ist der Unterschied, zwischen anrufen und beten?

danke für Deine Hilfe

lieben Gruß

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JTKirk2000 18.06.2017, 23:35
@Sternfunzel

Sag mal, willst Du es nicht begreifen? Ein Briefanfang hat verdammt noch mal nichts mit einem Gebet zu tun und daher auch nichts mit dem Vaterunser. Das Vaterunser ist ein Mustergebet.

Meine Güte, so kompliziert ist das doch echt nicht.

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JTKirk2000 19.06.2017, 07:50
@666Phoenix

Recht hast Du, aber meine Güte. Was offensichtlich ist, muss man doch wohl erkennen können, oder etwa nicht? Nun ja, wie der Fragesteller deutlich macht, können wohl nicht alle dieser eigentlichen Selbstverständlichkeit entsprechen.

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Sternfunzel 19.06.2017, 12:42
@JTKirk2000

ich habe auch nirgends geschrieben , dass das ein Gebet ist. Aber man entnimmt doch dem Satz , an die Adressierten .., dass Menschen den Namen Jesus anrufen.  

Dass der Brief an ,die auch gilt, die den Namen Jesus Christus anrufen, also  , dass dieser Brief denen gilt, die Jesus anbeten. Das meinte ich . Ich schrieb nirgends, dass es an sich selbst ein Gebet ist . Hast  Du darauf eine Antwort`?

lieben Gruß

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JTKirk2000 19.06.2017, 19:28
@Sternfunzel

Vielleicht hilft die Einheitsübersetzung weiter: 

1 Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes 2 an die Kirche Gottes, die in Korinth ist, - an die Geheiligten in Christus Jesus, berufen als Heilige mit allen, die den Namen Jesu Christi, unseres Herrn, überall anrufen, bei ihnen und bei uns.

Quelle: https://www.bibleserver.com/text/EU/1.Korinther1,1-2

Ob Paulus das Vaterunser gebetet hat, weiß ich nicht. Wie andere hier zu Deiner Frage schon geschrieben haben, wird dies in der Bibel nicht erwähnt. Klar ist aber, dass er nicht von Jesus direkt erfahren haben kann, wie das Vaterunser zu sprechen ist, sondern er kann es allenfalls durch die anderen Apostel erfahren haben. Denn wie ich schon schrieb, ist Paulus der einzige Apostel zur damaligen Zeit, der Jesus nie zu dessen irdischer Lebzeit begegnet ist.

Wie Du bereits festgestellt hast, ist es korrekt, zum Vater im Namen des Sohnes zu beten. Dennoch ist das Vaterunser eher ein Mustergebet. Man denke nur mal an die Fürbitte Jesu (vgl. Johannesevangelium Kapitel 17) die ja einen ganz anderen Inhalt hat, als das Vaterunser und dennoch ist diese ein Gebet an den Vater.

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GandalfAwA 19.06.2017, 20:41
@Sternfunzel

Hallo Sternfunzel,
Ja, anrufen entspricht auch anbeten.

Paulus begrüßt allerdings in der Einleitung die Menschen, die den Namen Jesus anrufen, also die Menschen, die Jesus anbeten.

Wenn also Du Sternfunzel Jesus anbetest, dann meint Paulus auch Dich ganz persönlich, liebe Sternfunzel. Er schreibt also auch zu Dir, weil Du an Jesus glaubst. :-)

Und weil die Worte Paulus so kostbar und bedeutsam sind, wurden diese Schätze mit in die Bibel aufgenommen.

Leider verstehen nur wenige Menschen die Bedeutung von Paulus Briefen, man versteht sie nur richtig, wenn man Gott schon erkannt hat.

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JTKirk2000 10.09.2017, 08:26
@GandalfAwA

Leider verstehen nur wenige Menschen die Bedeutung von Paulus Briefen, man versteht sie nur richtig, wenn man Gott schon erkannt hat.

In einigen Aussagen widersprechen die Aussagen des Paulus ganz eindeutig denen von Jesus. Da kann man deuten was man will und trotzdem kommt man da auf keinen gemeinsamen Nenner.

Wo mir echt die Galle hochkommen würde ist beispielsweise die Äußerung von Paulus in bezug auf die Stellung der Frau in der Gemeinde. Zu seiner Zeit mag es noch in Ordnung gewesen sein, aber heutzutage und sicherlich auch aus der Sicht von Jesus ist dies alles andere als richtig.

Ob man Gott bereits erkannt hat, ist zudem eine interessante Aussage. Man kann es nur für sich selbst herausfinden, aber nicht für andere. Man sollte dahingehend auch gar nicht über andere eine Einschätzung abgeben oder gar urteilen - dennoch geschieht es immer wieder - denn genau genommen, entwickelt sich jedes Wesen individuell.

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Es gibt keinen Unterschied zwischen der Lehre Jesu und der von Paulus, da beides Gottes inspiriertes Wort ist (vgl. 2. Timotheus 3,16 und 2. Petrus 1,21).

Da Jesus Gott ist, können wir sowohl zu Gott, dem Vater, als auch zu Jesus Christus beten. Der einfache Grund dafür, dass wir dies tun können, ist, dass Gott ein dreieiniger Gott ist (vgl. Trinität), alle drei (der Vater, der Sohn und der Heilige Geist) sind bzw. ist einer.

Dass Paulus auch zu Gott, dem Vater, betete, zeigt z. B. Epheser 5,20: "Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus."

Als Ergänzung ein paar Gedanken von Gotquestions: "Jesus versicherte Seinen Jüngern, dass alles um das sie in Seinem Namen bitten - bedeutend in Seinem Willen - auch gegeben wird (Johannes 15,16; 16,23). In dieser Art sollen wir auch zum Heiligen Geist in Seiner Kraft beten. Der Geist hilft uns zu beten, auch wenn wir nicht wissen wie oder was wir beten sollen (Römer 8,26; Judas 20). Vielleicht ist die einfachste Art die Rolle der Dreifaltigkeit in Zusammenhang mit dem Gebet so zu verstehen: wir beten zum Vater, durch (oder im Namen von) den Sohn Jesus, mit der Kraft des Heiligen Geistes. Alle drei sind aktive Teilnehmer im Gebet eines Gläubigen. [...] Zu wem sollen wir beten? Die Antwort ist Gott. Gott anzubeten und Gott allein, ist wesentlich wichtiger, als welcher Person der Dreifaltigkeit wir unser Gebet widmen."

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Hallo Sternfunzel,

Paulus schreibt da die Einleitung seines Briefes, dass er den Brief an die Gemeinden in Korinth schreibt, an die Menschen die geheiligt sind in Christus, sowie an die berufenen Heiligen Menschen, sowie an alle anderen Menschen die Jesus anrufen.

Er schreibt da nicht über das Beten in dieser Einleitung.

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Sternfunzel 19.06.2017, 22:16

er schreibt aber auch an Jesusanbetende Menschen..  , liebe Grüße

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Die Tatsache, dass die ersten Christen den Namen Jesu Christi anriefen hat nichts mit der Lehre des Paulus zu tun. Paulus erwähnte diesen Sachverhalt lediglich in seinem Brief. 

Auch andere Bibelschreiber namen darauf Bezug, beispielsweise in der Apostelgeschichte: 

(Apostelgeschichte 9:14) . . .Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, in Fesseln zu legen. . . 


(Apostelgeschichte 9:21) . . .Alle aber, die ihn hörten, entsetzten sich und sprachen: „Ist das nicht der Mann, der unter denen in Jerusalem, die diesen Namen anrufen, eine Verheerung anrichtete und gerade zu dem Zweck hierhergekommen war, sie gebunden zu den Oberpriestern zu führen?. . . 

(Apostelgeschichte 22:16) . . .Und nun, warum zögerst du? Steh auf, laß dich taufen, und wasch deine Sünden ab, indem du seinen Namen anrufst. . . 


Warum war es für die ersten Christen so wichtig, den Namen des Herrn (Jesus) anzurufen? 

Weil davon ihre Rettung abhing.

(Apostelgeschichte 4:12) Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen. . .

Dies geht auch aus den Schriften des Paulus deutlich hervor: 

Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und glaubst in deinem Herzen, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. 

Denn wer mit dem Herzen glaubt, wird gerecht; und wer mit dem Munde bekennt, wird selig.   Denn »wer den Namen des Herrn anruft, wird selig werden

Hier im Römerbrief Kapitel 10 zitiert Paulus aus Joel 3,5. Im AT steht dort JHWH. Allerdings bezieht Paulus diesen Text auf den Herrn Jesus Christus, weil er sich der Tatsache bewusst war, dass ein Christ nicht durch den Vater sondern den Sohn Rettung erlangen wird.  Diese Erkenntnis war den ersten Christen so wichtig, dass sie selbst von Außenstehenden als solche erkannt wurden, die den Namen des Herrn Christus anriefen.... 



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Nein muss man nicht. Paulus ist von Jesus beauftragt worden und daher können wir davon ausgehen, dass der Heilige Geist mit ihm war. Ich sehe auch keinen Widerspruch zu Jesus.

Jesus sagt selbst, dass wir IHN um alles Bitten können und er hat klar ich gesagt, dass er Gott ist. Man muss es nur sehen wollen. Wenn man aber eine feste Meinung hat, wird man überall was anderes sehen. Die Bibel ist so voll von Stellen die zeigen dass Gott selbst Mensch wurde, nur wer sich weigert zu sehen der bleibt blind

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Da der ganze Kram erst Jahrzehnte nach den Ereignissen aufgeschrieben wurde, könnte man alles in Frage stellen. Kann stimmen, muss aber nicht...

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JTKirk2000 19.06.2017, 07:51

Die Briefe sind eben Briefe und keine nachträglich geschriebenen Texte. Oder hast Du schon mal einen Brief geschickt, den Du erst Jahrzehnte später geschrieben hast? Also ich jedenfalls nicht.

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stefanbluemchen 03.07.2017, 08:32

Manche geschichtliche Ereignisse wurden erst Jahrhunderte später aufgeschrieben. Und keiner zweifelt diese an. Die Evangelien wurde von Augenzeugen aufgeschrieben. Warum diese Zweifel? 

Zudem ist die Bibel ein von Gott inspiriertes Buch. Deshalb ist deren Inhalt glaubwürdig und ihr Rat auch noch heute sehr gut anzuwenden. 

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