muss man borderline wirklich immer behandeln lassen?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Ich bin selber Betroffen und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, neue Betroffene und deren Angehörigen über Borderline richtig zu Informieren.

Borderline ist heilbar!!! Es brauch eine umfassende Therapie. Borderline ist eine Emotionsregulationsstörung die unter den Persönlichkeitsstörungen zufinden sind. In der Therapie ist es sehr wichtig das man sehr hart mitarbeitet und bereit ist neues zu Lernen und sein Leben zu verändern. Ich habe das alles durch gemacht, mir geht es heute vier, Jahre später, um vieles besser. Ich habe mein Leben wieder fest im Griff!!!

Wenn du Fragen hast, schreib mir einfach.

Ich finde, das ist (fast) alles richtig, was du sagst, doch Borderline ist nicht heilbar! Die Symptomatik kann aber je nach schwere der Störung mit viel Therapiearbeit an sich selbst so weit zurückgehen, dass die Kriterien für eine Borderlinestörung nicht mehr erfüllt würden, was aber nicht bedeutet, dass sie dann weg ist, auch wenn man sein Leben fest im Griff hat. Es ist aber individuell sehr verschieden.

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Eine Persönlichkeitsstörung sofern diese wirklich diagnostiziert wurde verschwindet nicht von alleine, ist nicht heilbar und es muss die Ursache behoben werden bevor sich eine Verbesserung einstellen kann. Auch solltest du dir nicht auf einem Laienportal so pauschalisierte und undifferenzierte Ratschläge von Hobbypsychologen abholen sondern dich an deinen Therapeuten halten der mit Sicherheit weiß was er tut. Damit bist du bereits in den kompetentesten Händen.

Nein ich habe das Gefühl dass meine Therapeutin eben nicht weiss was sie tut. Und wen anderen suchen geht zur zeit krankenkassenbedingt nicht.

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@armesgf01

Es ist schwer auf die Entfernung zu sagen woran es liegt. Zwar mag das dein Empfinden sein aber das müssen eine zwingenden Tatsachen sein. Vielleicht passt auch einfach die Therapeutin nicht zu dir. Nicht jeder Patient ist für jeden Therapeuten gleichermaßen geeignet. Da spielt gerade das zwischenmenschliche Miteinander eine sehr ausschlaggebende Rolle.

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@Ostsee1982

das zwischenmenschliche miteinander

Ja genau deswegen war ich auch schon bei zig Therapeuten, am anfang dachte ich meistens jetzt wird alles gut, doch nach einiger Zeit wurde es mir zuviel

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@armesgf01

liegt vl daran dass ich mehr der introvertierte Typ bin, der gleich mal erschöpft ist oder sowas in der art

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@armesgf01

Wenn du bereits bei zig Therapeuten warst dann kann es kaum an der Sympathie liegen. Ich weiß auch nicht welche Auffassung du von Therapie hast oder wie da deine Einstellung prinzipiell dazu ist nur musst du natürlich auch einen sehr großen Teil von dir aus beisteuern. Ein Therapeut ist eine Hilfe zur Selbsthilfe aber kein Problemlöser. Wenn du eine positive Veränderung erwirken willst dann solltest du engagiert mitarbeiten und dazu gehört oftmals auch etwas auszuhalten das dir gegen den Strich geht. Wenn du bereits von zig Therapeuten weg läufst dann kann man davon ausgehen das es da doch irgendwo bei dir und deiner Einstellung zur Therapie liegt. Mir sind selbst Menschen bekannt die oft nach einer Therapiestunde unter furchtbaren psychosomatischen Problemen litten bis hin zu Lähmungserscheinungen und standen trotzdem eine Woche später wieder auf der Matte - das gehört dazu! Nach einer Therapie erschöpft zu sein ist nichts unnormales aber wenn du da nicht dran bleibst dann kann sich keine Veränderung einstellen. Ich bin auch der Meinung wenn du dir darüber keine Gedanken machst dann werden noch einige mehr Therapeuten folgen ohne Erfolg. Da liegt es dann auch nicht an der Kompetenz der Therapeuten.

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Borderline ist eine Geschichte, die sich irgendwann wieder legt. Ankämpfen ist wohl eher ein ungeeigneter Begriff. Borderline ist eine von Dutzenden möglichen Persönlichkeitsstörungen und beschreibt letztlich nur Verhaltensmuster, welche kontraproduktiv hinsichtlich Selbstverantwortungbewusstsein und sozialer, sowie emotionaler Kompetenzen sind. Das lässt sich relativ gut in den Griff bekommen. Schwieriger wird es erst, wenn der Betroffene sich mit seiner Erkrankung identifiziert und darüber selbst definiert. Das ist Teil dieser Störung und kommt häufig vor.

Was meinst du genau mit identifizieren? Wie ist dein letzter Satz gemeint, sorry ich Blick da nicht ganz durch

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leider totaler unsinn. erstens legt sich das eben nicht zwangsläufig von alleine wieder, denn die persönlichkeitstörung gehört eben zur individuellen persönlichkeit. außerdem gibt es keinesfalls "dutzende von persönlichkeitsstörungen".

viel geschrieben aber von der sache leider überhaupt keine ahnung.

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