Muss man bei Multiple Sklerose immer Spritzen nehmen?

10 Antworten

Informier Dich mal über die "Fratzer-Therapie" (eine Diätform). Bei frühzeitiger Anwendung läßt sich der Krankheitsverlauf evtl. hinauszögern. Aber MS verläuft ohnehin unterschiedlich, bei manchen schlägt es brutal zu, andere haben jahrelang Ruhe zwischen den "Schüben". Mit etwas Glück wirst Du trotz MS alt (und bleibst sportlich). Auf den Sport mußt Du nur dann verzichten, wenn Du selber merkst, daß es nicht mehr geht.

Lass´ Dich von einem Neurologen Deines Vertrauens beraten. Spritzen sind immer der Anfang und machen - je nach Schwere der MS - auch absolut Sinn. Ich habe die Diagnose seit 8 Jahren und bin die ersten 4 Jahre wirklich durch jede Spritzentherapie, leider hat keine angeschlagen, es blieb bei 4 - 5 Schüben im Jahr.

Eine gute Bekannte spritzt z.B. seit 7 Jahren täglich Copaxone und hat seit dem keinen einzigen Schub mehr. Davor war sie schwer betroffen, auf den Rolli angewiesen.

Das Dumme ist, dass Dir keiner sagen kann, welche Therapie bei Dir anschlägt. Man muss es echt ausprobieren. Weil die MS bei mir gleich so heftig zugeschlagen hat, habe ich auch alles mitgemacht. Ich weiß nicht, wie es gewesen wäre, wenn ich nicht soviele Schübe im Jahr gehabt hätte.

Weil die Spritzen nichts brachten, bekam ich 3 Jahre lang Tysabri (Infusionen). Das musste ich nach der langen Zeit leider absetzen, weil ich in den letzten 6 Monaten der Therapie wieder Schübe und ständige Verschlechterungen hatte. Ich wechselte dann zur MS-Tablette (Fingolimod, seit knapp 1 Jahr). Die stoppte die Verschlechterung und ich hatte seit dem keinen Schub mehr. Seit Februar nehme ich zusätzlich Fampyra und das hat meine Gehfähigkeit so verbessert, dass ich weder Rolli noch Gehstock brauche (es hilft bei 50% der Patienten).

Die Infusionen und die Tablette gibt es aber erst, wenn die Spritzen nicht anschlagen.

Die Entscheidung kann ich Dir nicht abnehmen. Ich wollte Dir mit meiner Geschichte nur zeigen, dass es einige Therapiemöglichkeiten gibt. Wichtig ist, dass Du hinter der Therapie stehst und sie durchziehst. Denn keine der Therapien ist ohne Risiken und Nebenwirkungen. Entscheide Dich für Deinen Weg, den Du für richtig hältst. Schließlich bist Du es, die mit den Auswirkungen und möglichen Konsequenzen (auch den positiven!!) leben muss/darf.

Ich wünsche Dir alles Gute und viel positive Energie.

HI, also immer mit der Ruhe. Natürlich ist Spritzen DIE Basistherapie, die jeder Schulmediziner empfiehlt. Mich wollte sie auch sofort bei Diagnose anfixen, ich fand die aber sow enig überzeugend, dass ich nach nem telefonat mit meinem Hausarzt erstmal abwartetete und Ruhe bewarte (natürlich machen alle Druck³ und labern "dann bist du/ sind Sie alles selbst schuld" blablabla...

Such Dir in Ruhe nen Neuro Deines Vertrauens, lass dir alles in Rhe erklären..w enn der/ die sich keine Zeit für Deine Fragen (schreib Dir die ruhig auf!) nimmt, dann, Verzeihung, ist es kein guter Doc.

Versuch erstmal, mehr Info zu MS zu kriegen.. und lass Doich bitte NICHT von all den Horrornbachrichten im WWW schocken, das ist größtenteils Tinnef.

Infos, erstmal um zu kapieren,was jetzt Sache ist, kriegts Du z.B. bei der DMSG (Deutsche MS Gesellschaft). Die halfen mir anfangs schon gut, auch ohne dass ich Mitglied war (z.B. da ich nach Umzug wieder eichen schub, aber keinen Neuro hatte) mit nem Tipp für einen Arzt, da ich in der neuen Stadt überhaupt keine Ahnung hatte,w er da gut wäre. Mit Glück hast Du ein regionales MS-Zentrum in der Nähe. Auch die sind gute Ansprechpartner.

Dito Selbsthilfegruppen (Adressen über DMSG).

Zu guter letzt: Internet-Foren. Wobei es da gewaltige Unterschide im Umgangston gibt.. ich finde das hier am besten, weil die Leute da echt nett zueinander sind, sich nicht ank*, weil ihnen ne Frage nicht gefällt...

http://www.aktiv-mit-ms.de/

Da gibts auch Grundlagen-Info zu derm Thema.

Klar, Seite wird von Pharmakonzern betrieben, aber die Teilnehmer denken schon selber.

Da findest Du auch was zur Basistherapie und Spritzenphobie.. zu dem Thema könnt ich Dir jetzt gleich den nöächsten Roman schreiben, denn für mich war das ein echtes Thema.. nur kurz gesagt:

ich wollte eigentlich auch nicht spritzen, aber ein nächster Schub überzeugte mich.. dann ewig Probleme gehabt und irgendwann gefrustet einfach nicht mit dem Injektor versuvcht (einfach nicht mein Ding), sondern von Hand.. ud das geht jetzt echt gut, ich glaubs heut noch kaum.

doof gesagt: Was Dir diese wunderprächtige Krankheit bringen wird, wirst Du nie sicher wissen.. aber erstens kommt es anders und zwietens als gedacht.. Mir wurde auch sofort der Rolli vorausgesagt, ich bin aber trotzdem noch regelmässig wandernd unterwegs (nur Klettern komm ich in letzter Teit nicht mehr dazu). ich geh jeden Mittwoch zum historischen Schwertkampf und hau mich aktiv mit den Jungs und Mädels..

Im Februar lief ich wie ein Schlaganfallpatient, 10 Tage später gabs schon wieder leichte Wanderungen auf Mallorca und zum schwertkampf, woie gesagt, geh ich nach wie vor (merke nur, dass ich nicht mehr ganzt so schnell laufe wie vorher). Also, Roman Ende.

Tabletten sind in Erforschung, sollen nächstes Jahr kommen, bisher gibts nur Spritzen. Und da wird gesagt, je eher man anfängt, um so besser, da sich keine bleibenden Schäden bilden sollten.

Also denn.. willkommen im Klub der Unfreiwilligen- und alles Gute! Bei Fragen- gerne!

Manno, warum darf man nur 1 Däumchen pro Antwort vergeben... :-( Für den Beitrag hättste 10 verdient!!!!

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@Tussnelda85

Tabletten sind in Erforschung, sollen nächstes Jahr kommen, bisher gibts nur Spritzen. Und da wird gesagt, je eher man anfängt, um so besser, da sich keine bleibenden Schäden bilden sollten.

es gibt auch Infusionen (wobei Tysabri glaube ich eher zu der Eskalationstherape gehört) und es gibt schon die ersten Tabletten, die allerdings Hautkrankheiten und sogar Hautkrebs auslösen können. Ich weiß allerdings nicht wann man sowas bekommt. ;)

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