Muss man bei Auszug streichen?

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7 Antworten

Das bestätigt leider mal wieder meinen schlechten Eindruck des Mieterschutzbundes (der Euch schlimmstenfalls teuer zu stehen kommen kann).

Grundsätzlich darf der Vermieter bei Eurem Auszug keine bessere Wohnung verlangen, als er ursprünglich übergeben hat. Dahingehend hat der Berater schon mal recht.

Das Problem ist aber die Fliederfarbene und vielleicht auch die graue Wand. Farbintensive Wände gelten laut BGH-Rechtsprechung (BGH – Urteil vom 06. November 2013 – VIII ZR 416/12) als Beschädigungen und die müssen beseitigt werden.

Laut diverser Urteile (auch des BGH) müssen Wände in Pastellfarbenen Tönen gestrichen sein. Flieder dürfte nicht pastellfarben sein.

http://openjur.de/u/655523.html

Der Berater des MSB ist hier sicher der Meinung, dass es sich um eine unwirksame Klausel zu Schönheitsreparaturen handelt, allerdings irrt er hier gewaltig, da es eben um Beschädigungen geht.

Überstreicht einfach die Wände mit einer guten (!) deckenden Farbe (Keine Billigfarbe, sonst streicht Ihr mehrmals).


Was passiert, wenn wir es nicht tun?

Der Vermieter wird Euch auffordern, die Wände zu streichen. Macht Ihr das nicht, kann er eine Firma beauftragen und Euch die Kosten in Rechnung stellen. Dazu könnte dann auch noch ein Nutzungsausfall für die Wohnung kommen, da der Vermieter nicht direkt weitervermieten kann.

Last, but not least: Sollte es künftig mal wieder zu mietrechtlichen Problemen kommen, empfehle ich den Fachanwalt für Mietrecht.

Falschberatungen durch den Mieterschutzbund sind leider nicht selten.

Vielen Dank schonmal!
Wie steht es mit der Argumentation des Vorgängers, dass wir die Wohnung ja auch unrenoviert übernommen haben? Stellt die Wandfarbe dann immer noch ein Problem dar? Immerhin ist die Wohnung ja renovierter als vorher - nur eben nicht mehr weiß. 
Ich will ehrlich gesagt so ungern nochmal mehr Geld in diese Geschichte stecken als eh schon, daher suche ich die beste Lösung. Natürlich im rechtlich angebrachten Rahmen. Bevor da noch mehr Kosten auf uns zukommen, streich ich die blöden Wände eben - es sei denn es geht auch anders. 

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@My177

In dem von dir vorgestellten Fall hatten die Mieter die Mietsache ja auch frisch renoviert übernommen. 

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@My177

Das ist schwer. Wenn Ihr mittels Übergabeprotokoll nachweisen könnt, dass die Wohnung auch vorher schon farbintensiv gestrichen war, könntet ihr eine Chance haben.

Wenn die Wohnung aber nur "unrenoviert" (ohne genauere Beschreibung) erhalten habt, sehe ich schwarz.

Das Problem ist, dass hier verschiedene Sachen vermischt werden. Schönheitsreparaturen und Beschädigungen sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe.

Farbintensive Wände sind laut BGH eine Beschädigung und keine unterlassenen Schönheitsreparaturen.

Ich will ehrlich gesagt so ungern nochmal mehr Geld in diese Geschichte stecken als eh schon, daher suche ich die beste Lösung.

Kann ich verstehen, erst recht, wenn es Ärger mit dem Vermieter gegeben hat. Aber wie sagt man so schön: Der Klügere gibt nach.

Ihr solltet tatsächlich abwägen, ob Ihr das Risiko eines Prozesses (und dessen Kosten) wegen zwei Wänden eingehen wollt. "Prinzip" oder moralisches Recht hin oder her.

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@ChristianLE

Es existiert kein Übergabeprotokoll, zumindest keines mit uns. Ob sie mit dem Vormieter eins haben, weiß ich nicht. Ich weiß auch absolut nicht, wie sowas abläuft. 

Ok, dann werden wir in jedem Fall darüber nachdenken, die Wände doch nochmal weiß zu streichen. Zumindest wäre die Sache dann endgültig erledigt. 

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@My177

Zumindest wäre die Sache dann endgültig erledigt. 

Vor allem erspart das viel Nerven.

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Ich hab mal eben Deine frühere Fragen nachgesehen, vor allem wo es um die Handgreiflichkeiten und den Grund der Kündigung ging.

Meine Meinung: Ihr habt offenbar zwischenzeitlich eine neue Wohnung gefunden, in die Ihr demnächst einziehen werdet oder schon eingezogen seid. Bin selber Vermieter, aber bin auch der Meinung, dass es Leute gibt, mit denen man am besten nichts mehr zu tun haben muss und selbst wenn man Rachegedanken etc. hegt ist das alles viel stressiger, als wenn man beizeiten einen Strich drunter ziehen kann und gut ist's.

Die Fliederwand müßt ihr streichen. Die hellgraue eigentlich nicht. Da es aber "nur" um zwei Wände geht und nicht um 2 Zimmer, würde ich an Eurer Stelle darum kein Aufhebens mehr machen. Zeigt lieber mit dem Streichen Eurem Vermieter, dass ihr die weitaus Klügeren seid und sie Euch mal ...

Ein Tipp: Achtet bei der Farbe auf Qualität und kauft sie im Farbenfachgeschäft. Kostet zwar vielleicht etwas mehr, aber das Ergebnis wird sicher deutlich besser und wird keinen Anlass mehr zu Streitigkeiten geben.

Da hast Du natürlich vollkommen Recht! Vor allem mit der Sache mit dem Strich drunter! 

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Was bedeutet, der Vormieter hat die Wohnung unrenoviert hinterlassen? Wie sah die Wohnung aus. Waren die Wände weiß, nur eben nicht frisch gestrichen und abgewohnt? Oder bunt?

Habt ihr bei Einzug eine kunterbunte Wohnung übernommen, braucht ihr nicht zu streichen. War sie jedoch weiß, sind bunte Wände zu streichen. Wobei hier die hellgraue Wand vielleicht noch als neutrale Farbe durchgeht,  die fliederfarbene jedoch nicht.

Fazit: Die farbigen Wände müsst ihr streichen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Endrenovierung, sondern um eine Schadensbeseitigung. Tut ihr es nicht, wird er einen Fachbetrieb beauftragen und euch die Kosten in Rechnung stellen. Bedeutet: Selber streichen ist zwar zeitaufwändiger - aber billiger.

Ihr habt die Wohnung unrenoviert übernommen - dann könnt ihr sie auch unrenoviert hinterlassen. Es sei denn, ihr habt irgendwelche Vergünstigungen bekommen (z.B. 1-2  Monatsmieten erlassen), weil ihr selbst renoviert habt. In dem Falle müsste die Wohnung in neutralen Farben gestrichen sein, nicht unbedingt weiß.

Gibt es ein Übergabe-Protokoll ? Wo drin steht, daß die Wohnung im unrenovierten Zustand übernommen wurde ? In diesem Fall kann man die Wohnung just besenrein übergeben, ohne zu streichen. Wie sieht s mit dem Nachmieter aus ? Würde er die Wohnung mit fliederfarbener Wand übernehmen ? Wenn ja, sollte dies schriftlich vereinbart werden. Dann kann man dies dem Vermieter vorzeigen und muss nicht streichen. In allen anderen Fällen kommt es auf die Vereinbarungen im Mietvertrag an. Fliederfarbene Wände sind in der Regel nicht mehr als neutral anzusehen und zu streichen. Oder man bietet dem Vermieter Geld an. Zumindest spart man dann die Zeit.

Es gibt kein Übergabeprotokoll und einen Nachmieter gibt es noch nicht. 

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du solltest Wände die farbig sind in neutraler Farbe hinterlassen und streichen musst Du nur die Wände die abgewohnt sind.

Das heißt wenn in einem Zimmer eine Wand gebrauch Spuren hat und die andere nicht dann musst Du nur die streichen und ausbessern....nach so einer kurzen Zeit kann das nicht viel sein.

Ja, alle Wände sind noch in super Zustand! Wir haben ja wirklich nicht lange dort gewohnt. 
Also das Grau könnte man noch unter neutraler Farbe verbuchen? Das Flieder jedoch nicht? Mich irritiert das mit den neutralen Farben einfach, weil ich mich dauerhaft frage, was darunter fällt und wer das so festlegt. 
Was wäre denn die Konsequenz, sollten wir nicht streichen? Ich schätze ja nicht, dass er uns verklagt, nur weil wir eine Wand nicht gestrichen haben. 

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@My177

unter neutral versteht man weiß, creme, eierschale und vielleicht noch kiesel...aber wenn der Rest eh weiß ist würde ich die graue und fliederfarbene Wand halt auch weiß streichen....und den Rest ausbessern wo evtl etwas hin gekommen ist.

Ich hab letzten Sommer auch eine Wohnung wieder vermietet und die Mieterin war nur 1,5 Jahre drin..sie musste halt die Wände ausbessern und streichen die verschandelt waren.

macht das doch einfach so und gut ist ihr habt doch bestimmt noch weiß über....da würd ich mich nicht mehr länger rum ärgern.

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Also bei mir war es damals so, das ich eine Grüne Wand hatte - die musste überstrichen werden. Ich denke, wenn es wirklich Hellgrau ist, dann musst du diese nicht überstreichen.

Die Fliedernen Wände müssten überstrichen werden.

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