Muss man bei ALG II jede Leiharbeit annehmen, wenn man keine Kürzungen will?

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6 Antworten

Wenn man erst einmal in ALG II abgerutscht ist, dann gibt es leider im Zweifel auch keinen " Bestandsschutz " mehr für etwaige berufliche Vorqualifikationen, wenn anderweitig in der Vermittlung nichts zur beruflichen Qualifikation passendes gefunden werden kann.

Da KANN sich selbst ein graduierter Dr. Dipl. ING schlimmstenfalls mal auf dem "Malocherstrich" der III. Klasse für einfachste Helfertätigkeiten zum Sozialhilfe-Niveau wiederfinden.

Das sind halt leider alles Einzelfall-Schicksale mit jeweils zugehörigem Hintergrund.

In manchen Betrieben WILL man sich eventuell auch gar nicht mehr an "Fachkräfte" fest binden, weil die schlicht zu teuer sind. Da hat man lieber ein möglichst kleines Rumpfteam aus fest angestellten Mitarbeitern und einen gewissen Pool an schnell austauschbaren " Fremdarbeitern " . ( auf die Kundenfirma bezogen ) 

Und schon ist ein grosser Teil des unternehmerischen Risikos ganz legal auf den "Zuhälter" ( Verleiher ) abgewälzt.

Je geringer oder weniger gefragt die bestimmte Qualifikation in der Region ist, umso grösser das Risiko des Abstieges von Facharbeit oder Führungskraft zum "Allround-Helfer" hier und dort. Ist auch eine Frage von Angebot und Nachfrage.

Letztlich hat man es zu einem gewissen Anteil aberr auch in solch einer Situation noch selbst in der Hand, zu welchen Konditionen und Bedingungen man sich an solch einen "Luden" verkauft. Von alten Entgeltgruppen muss man sich dabei aber in der Regel deutlich nach unten hin verabschieden zu den Tarifen der BAP/IGZ je nach vom Verleiher grundlegend möglichen Einsatzbereich der Vermittlung und der ( tarif-) vertraglichen Vereinbarung .

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Ingenieur und muss dann leiharbeitsweise als Ingenieur oder Fließbandarbeiter arbeiten

Ist doch viel angenehmer sich im "sozialen Netz" zu rekeln, weil "überqualifiziert" :-(

Wer es mit seiner Qualifikation nicht schafft, für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen, der "darf" und muss dies eben mit anderer Arbeit tun.

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Ja man muss jede zumutbare Arbeit annehmen. Wenn einem diese nicht zusagt muss man sich halt selber rechtzeitig um eine genehmere Stelle bemühen.

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Fachkräfte mangel du glaubst auch alles was dir irgendwo gesagt wird....


Klar musst du das, als Ingenieur bist du auch nicht der liebe Gott



Annahme einer zumutbaren Maßnahme bzw. Arbeit

Für den Fall, dass Ihnen eine zumutbare Eingliederungsmaßnahme auferlegt worden sein sollte, sind Sie verpflichtet dieser und den insoweit abgeschlossenen Vereinbarungen nachzukommen. Bei eigenständigem Abbruch dieser Maßnahme oder Sie selbst Anlass für den Abbruch gegeben haben sollten, liegt ebenfalls eine Pflichtverletzung vor. Demgemäß sind Sie gehalten den Ablauf dieser Maßnahme nicht schuldhaft zu beeinträchtigen, auch den Maßnahmeerfolg an sich nicht zu beeinträchtigen oder dafür Sorge zu tragen, dass dem Maßnahmeträger Ihr Verbleiben in der Maßnahme zumutbar bleibt (z.B. pünktlich und zuverlässig erscheinen, nicht unentschuldigt fernbleiben etc.). Anderenfalls könnte Ihr Fehlverhalten in der Sanktion Leistungskürzung oder Leistungsstreichung von Hartz IV zur Folge haben.



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Kommentar von Ursusmaritimus
07.03.2017, 06:15

Es gibt in vielen Bereichen einen echten Fachkräftemangel, richtig ist das jedoch oft der Zusatz fehlt "zu meinem Preis".

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Kommentar von potato37
07.03.2017, 06:34

Mit Fachkräftemangel, meine ich, dass hochqualifizierte zu billigen Leiharbeiter werden.... abgewertet......

Man sollte die Sanktionen schwächen bzw. das ALG i stärken, damit man dann den Arbeiter selbstbewusst gegenübertreten kann! Aber er natürlich seine Position wahrt(NICHT SO WIE BEI DER übertrieben fördernde Arbeitslosenhilfe, aber auch nciht wie bei dem übertreibend fordernden Hartz IV)

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Warum nicht?

Es ist aber jedem Ingenieur freigestellt sich durch aktives Handeln um einen ihm angemessenen Arbeitsplatz zu bemühen.

Wenn er das nicht schafft muss er halt das nehmen was er bekommt.......

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Kommentar von potato37
07.03.2017, 06:21

Leiharbeit????? Wenn Zwangsarbeit, dann keine prikäre...

Das Problem dabei ist, dass die Leiharbeit, dazu genutzt wird, um die Löhne zu drücken... Auch deine.... Du bezahlst praktisch die Exportüberschüsse, mit denen wir andere Länder mit Exportdefizit übersehen mit....

Ich bin kein ALG Bezieher, will aber nur wissen, ob man für den Fall der Fälle genügend abgesichert ist, um kein Freiwild der Leiharbeitsbranche zu werden...

Man zahlt selbst mehr ein, als man bezieht(meistens und nur bei alg1), da darf man doch wenigstens verlangen, dass Leiharbeit nicht ausgenutzt wird.

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Normalerweise musst du annehmen.

Du kannst dich aber auch beim Bewerbungsgespräch so dumm anstellen,, dass die dich gar nicht annehmen..

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