Muss man Arbeiten, wenn das Amt es möchte?

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14 Antworten

Wenn deine Mutter eine Arbeit angebotten bekommt, mit der sie ihren Unterhalt selbst bestreiten kann, kann sie nicht einfach "nur" Aushilfe machen und den Steuerzahler für den Rest aufkommen lassen. Natürlich kann das Amt sie nicht zwingen, die angebotene Arbeit auch zu können, aber von vornherein ablehnen darf sich nicht , oder muss Abstriche in der Förderung hinnehmen.

Deine Mutter muss alles unternehmen, um vom ALG- II wegzukommen. Wenn sie sich nicht bewirbt, dann das sanktioniert werden.

also meine Mutter hat einen Bescheid bekommen dass sie arbeiten muss.

Also deine Mutter muss gar nichts machen. Sie kann auch die Füße auf die Couch legen und nichts tun. Mann/Frau muss halt dann mit den Konsequenzen leben, dass ihm/ihr Gelder vom Amt gekürzt werden.

Muss sie jetzt wirklich dahin gehen sich den Müll von dem Betrieb oder was auch immer anhören

Du solltest bedenken, dass das Geld, das deine Mutter vom Amt bekommt nicht vom Himmel fällt, sondern das sind Steuergelder, die ich und viele andere hier bei GF zahlen. Deine Mutter ist verpflichtet sich einen Vollzeitjob zu suchen bzw. einen angebotenen Vollzeitjob anzunehmen. Ich würde auch lieber 40 Stunden im Monat für 450.-€ arbeiten und mir meine Miete, etc. pp. vom Amt zahlen lassen, anstatt 160 Stunden.im Monat zu arbeiten und auch nicht entschieden mehr zu haben, als ein Hartz IV Empfänger.

oder darf sie irgendwo anders Arbeiten als Aushilfe..

Deine Mutter darf arbeiten wo sie will, solange es ein Vollzeitjob ist. Wenn sie woanders einen Vollzeitjob findet, dann darf sie auch da anfangen. Nur nichts machen darf sie halt nicht.

Deine Mutter erwartet im Falle eines Falles finanzielle Hilfe durch das "Amt",deshalb muss sie auf der anderen Seite auch eine angebotene Vollzeitstelle annehmen.

Alg 1 und 2 steht einem ja nur zu, wenn man keine Arbeit hat, mit der man sich ernaehren kann. Gleichzeitig ist man aber verpflichtet, alles zu tun, um diesen Zustand zu aendern und wieder ausreichen Geld zu verdienen. Und 450 Euro als Aushilfe reicht nun mal nicht, um vom Arbeitslosengeld unabhaengig zu werden.

Und ja, wenn man Geld zum Leben braucht, muss man auch bereit sein, zu arbeiten oder sich etwas Muell vom Betrieb anhoren, wie es andere auch muessen, die ihr eigenes Geld verdienen muessen.

Sie ist verpflichtet einen Sozialversicherungspflichtigen Job anzunehmen um aus dem Bezug von ALGII raus zu kommen. Aushilfsjobs ermöglichen ihr ja kein selbstständiges Leben, sie wäre immer noch auf ALG angewiesen. Und Sie hat ja auch eine Wiedereingliederungsvereinbarung unterschrieben, da wird das auch noch mal klar erklärt...

Wiedereingliederungsvereinbarung

Du meinst wohl EGV.

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@beangato

Chanara: Kannst du doch gar nicht wissen, ob sie eine EGV unterschrieben hat!

Im Übrigen gilt Artikel 12 und 19 Grundgesetz!

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@Holzstiel

Und für das Amt gilt dann aber auch, dass sie solchen Menschen die Unterstützung zumindest teilweise sanktionieren können und das mit Recht.

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Deine Mutter ist verpflichtet, alles zu tun um ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten und das sollte auch in ihrem Sinne sein! Schließlich will man ja nicht länger auf Steuerzahlerkosten leben, als unbedingt nötig.

Ist sie gemäß Artikel 19 GG nicht! Nach diesem ist das SGB 2 ungültig!

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Deine Mutter ist verpflichtet, sich nach Kräften zu bemühen, ihre Bedürftigkeit zu beseitigen. Das wird sie mit einem Aushilfsjob kaum schaffen. Wenn sie bei dem Job, den man ihr vom JC aus vermittelt hat mehr Geld verdienen kann und somit weniger Leistung vom Amt benötigt, dann muss sie den Job vom Amt annehmen. Ob ihr das nun passt oder nicht. Ansonsten ist das JC auf jeden Fall berechtigt, ihre Leistungen für den Zeitraum von drei Monaten zu kürzen.

Das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber natürlich muss Deine Mutter die angebotene Vollzeitstelle nicht antreten. Aber Deine Mutter muss dann auch nicht erwarten, dass der Steuerzahler weiterhin für Euren Lebensunterhalt aufkommt.

Und mit einem 450 Euro Job wird das wohl so einfach nicht funktionieren. Sprich, das Amt kann hier niemanden zwingen aber das Amt kann dann schon empfindliche finanzielle Sanktionen aussprechen. Und das ist auch gut so.

Deine Mutter muß nicht arbeiten gehen. Aber das Amt muß ihr dann auch kein Geld zahlen.

So einfach ist das.

ich kenne jemanden der ist jung, gesund und sehr faul. die dame schreibt jeden monat ganz schlechte bewerbungen damit sie keine chance auf einladung zum gespräch bekommt. die lebt seit vielen jahren glücklich nichtstuend von hart 4. und keiner macht was. mittlerweile habe ich den kontakt abgebrochen da mich diese art von lebensstil so sauer macht

Wenn Deine Mutter auf staatliche Leistungen verzichtet, darf sie alles ! Wenn nicht, muss sie tun was das Amt verlangt ! GANZ EINFACH !

So einfach ist das eben NICHT!

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@Holzstiel

Im Prinzip eben schon, sonst käme die Stütze künftig im Geschenkumschlag !!

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Nein! Denn das für Alg 2 zuständige Gesetz SGB 2 ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar!

Es verstößt unter anderen gegen die Artikel 1, 2. 11, 12 und 19 des Grundgesetz (GG ). Niemand darf zur Arbeit gezwungen werden!

Da beim Erlass des SGB 2 nicht die Grundrechte zitiert wurden, gegen die das SGB 2 nun mal verstößt, ist dieses SGB 2 nach Artikel 19 GG nichtig!

Gibt es darüber auch schon ein Urteil vom Bundesverfassungsgericht? Vieles im SGB ist nicht mit den Grundrechten vereinbar und dennoch wird es durchgeführt, eben weil es noch keine entsprechenden Änderungen gibt.

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@YK1972

Nein, gibt es komischerweise noch nicht. Obwohl es Hartz 4 fast schon 10 Jahre gibt.

Richtig.

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@Holzstiel
Denn das für Alg 2 zuständige Gesetz SGB 2 ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar!

Das ist deine Meinung. Solange das BVerfG das nicht genauso sieht, ist es auch nur eine meinung.

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zumutbare arbeit kann, in diesem fall, frau nicht ablehen!

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