Muss man als Zeuge vor Gericht aussagen oder kann man auch verlangen, schriftlich Stellung zu nehmen?

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15 Antworten

vielleicht hat sie auch mehr Angst vor den Folgen der Aussage, Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, unberechenbare Mieter des Hauses streiten mit dem Vermieter, ich mag gar nicht daran denken was hier los ist, wenn wir alle die Wahrheit sagen, denn die sind wirklich schlimm, der Richter sagt man muss kommen, er könnte sonst auch anordnen das wir abgeholt werden und Strafe könnter er uns auch auferlegen, auf die Frage wie er uns dann schützen würde,konnte er aallerdings keine Antwort geben, Traurig, dass immer erst was schlimmes passieren muss bevor geholfen wird. evi*

Da wird sie persönlich hin müssen, wenn sie eine Vorladung bekommen hat. Sie kann ja versuchen, ihre Bitte bei dem zuständigen Richter mit einer entsprechenden Begründung vorzutragen, aber ich bin mir keineswegs sicher, ob der sich darauf einlässt. Sonst hätte er gleich eine schriftliche Aussage anfordern können, das wäre billiger geworden.

Aber wovor hat sie Angst. Eine Aussage zumachen, Fragen zu beantworten, ist doch überhaupt kein Grund, Angst zu haben. Solange sie sich an die Wahrheit hält, nichts verschweigt, kann ihr doch überhaupt nichts passieren. Aber sie sollte auf jeden Fall bei solchem Lampenfieber (das verschwindet dann von ganz alleine, wenn sie im Gerichtssaal ist) nicht alleine zum Gericht fahren. Eine Begleitung, die unterstützt und hilfreich zur Seite steht, wäre sinnvoll.

In einer Hauptverhandlung zählt ausschließlich das gesprochene Wort. Es darf nur ausnahmsweise aus den Akten zitiert werden. Ein Erscheinen ist daher Pflicht. Die Begründung (Lampenfieber) ist nicht ausreichend. Nur schwere Krankheiten etc. könnten dies erlauben. Ggf. macht der Richter dann aber einen Hausbesuch.

Ja, da wird Sie nicht umher- kommen ! Es zählt das gesprochene Wort vor dem Richter, der Richter will sich ein Bild über die Zeugin machen ! Bei Sexualdelikten kann eine Video-Vernehmung stattfinden, aber auch nur in Ausnahmefällen !

Sie muss persönlich hin, weil die Aussage sonst dem Gericht nichts bringt. Sie muss dort erscheinen, ihre Aussage aussagen und darf dann wieder gehen.

super antwort!

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Es gilt vor Gericht immer das Prinzip der Mündlichkeit. Das macht auch Sinn, weil bei schriftlicher Aussage keine Rückfragen der Prozessbeteiligten möglich sind, die aber meistens erfolgen...

Vor Gericht hat eine perönliche Zeugenaussage LIVE den höchsten Stellenwert, weil man nicht nur die Worte des Zeugen bewertet, sondern auch sein Auftreten. Daher kann man das Gericht schlecht zwingen, sich lieber schriftlich äußern zu dürfen. Ausnahme, wenn man nachweislich nicht sprechen kann.

Wenn sie vorgelanden ist, dann muss sie auch hin. Sie kann allerhöchstens versuchen, sich von einem Psychologen bescheinigen zu lassen, dass ihre Angst momentan zu groß ist und sie daher gerne eine schriftliche Aussage machen möchte, die Richter entscheiden dann, was passiert, es wäre aber einen Versuch wert.

Eine schriftliche Stellungnahme könnte ja von den gegnerischen Anwälten nicht hinterfragt werden - hier würde also das Recht einer Partei beschnitten.

Da müste ihr ein Psychologe schon schwerste Störungen bescheinigen, bevor sie dort nicht antreten muss. Allerdings kann sie versuchen, die Aussage nur vor dem Richter und den Anwälten zu machen. Vor allem wenn sie massive Angst vor den Angeklagten oder den Zeugen hat.

Die Zeugenaussage zählt zu den unsichersten Beweismitteln, da die menschliche Wahrnehmung und Erinnerung sehr unzuverlässig ist, wie die Erfahrung bei Gericht zeigt. Hinzu kommt, dass nicht alle Zeugen die Wahrheit sagen. Um die Glaubwürdigkeit und Brauchbarkeit der Zeugenaussage beurteilen zu können, ist das Gericht auf das persönliche Erscheinen angewiesen. Auch ergeben sich oft bei der Vernehmung weitere Detailfragen, die nur an den anwesenden Zeugen gestellt werden können.

Wenn die Zeugin ohne Entschuldigung nicht erscheint, kann ihr ein Ordnungsgeld (beim ersten Mal oft 200 Euro) auferlegt und Ordnungshaft angedroht werden.

Man muss doch in einem ganz normalen Zivilprozess keine Angst haben. Wovor denn? Man sagt einfach die Wahrheit und der Richter entscheidet dann.

Da wird sie persönlich ranmüssen, die machen da ungern Ausnahmen.

Ja, wenn in der Ladung ein persönliches Erscheinen angeordnet ist (bspw. Ehescheidung).

Hier ist offenbar nicht das persönliche Erscheinen einer Partei angeordnet, sondern eine Zeugin geladen.

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Nur eine Aussage vor dem Richter zählt !

Vielleicht kann Sie eine Aussage per Video machen ?

Im Mietprozess??? Die Zeugin ist nicht Opfer eines Kindesmissbrauchs.

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@MathiasMuench

Das hat dem Grunde nach nichts mit damit zu tun, ob es sich um einen Straf-,oder Zivilprozess handelt !

Die ZPO sieht davon ab, wenn das Gericht eine Versicherung an Eides- Statt akzeptiert, was aber in der Regel nicht der Fall ist , denn die Richter stellen Ihre Fragen gerne nach den Ergebnissen die sich aus der Verhandlung ergeben !

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