Muss man als Reiter schwierige Pferde reiten?

19 Antworten

definiere "schwierige Pferde reiten" genauer. Was ist ein schwieriges Pferd?

ein Pferd das total abgestumpft ist und daher nicht mehr auf Hilfen reagiert? das würde ich noch reiten aber nicht gerne - also wenn ich die Wahl habe dann eher nicht.

Ein Pferd dass total panisch auf bestimmte Situationen reagiert? so ein Pferd würde ich nicht reiten. Ich bin Mama und gehe kein unnötiges Risiko ein - wäre ja schlimm wenn mir was passiert und meine Tochter ohne Mama aufwachsen müsste

ch frage das, weil in meinem Reitstall ein Mädchen ein sehr junges, unsicheres Pferd im Gelände reiten sollte, die das Pferd davor noch nie geritten ist. Sie reitet lange, wollte es aber nicht reiten, weil sie sehr Respekt davor hatte und der Reitlehrer meinte aber, sie müsse das Pferd reiten, da die einfachen Pferde für Anfänger seien und man als guter Reiter auch solche Pferde reiten müsse .

bei so einer Situation ist ein Mädchen sicher überfordert. Ich als Erwachsene Frau würde mich da durchsetzten: Entweder ich kann das Pferd vorher mal in der bahn Probe reiten oder ich bekomme ein Pferd das ich kenne. Wollen die beides nicht dann nehme ich am Ausritt teil und sie verdienen an mir nichts. ich bin schließlich ein bezahlender Kunde! Und nach so einem Vorfall würde ich allgemein dann gar nicht mehr in dem Stall reiten. Mir ist klar dass man als Reitschüler sich nicht immer die Pferde aussuchen kann - aber wenn ich mich nicht traue das Pferd zu reiten und sie mir trotzdem kein anderes geben, dann läuft hier was schief

Es kommt drauf am, wenn du Tunierreiten willst, und das in hörern Klassen. Dann triffst du irgedwann auf ein schwiriges Pferd. Genie und Wahnsinn liegen oft zusammen.

-ich selber reiter mittlerweile seid 2 Jahren, das S-Dressurpferd meiner Mutter. Und bin letztes Jahr mit ihm auch Tuniere geritten. Auf dem Abreiteplatz kann er ein richtiges A-Loch sein. Wenn man den schenkel zu sehr ran nimmt, dann steigt er. Er schenkt einem nichts. Aber man lernt von ihm sehr viel, ich bin reiterlich auch um einiges weiter. In der Prüfung selber, präsentiert er sich, wie der König der Welt.

Von solchen Pferden lernt man viel, weil sie eine Herausforderung sind.

Wenn du nur Schulpferde reitetest, dann musst du nicht zwangsläufig wildere Pferde reiten, bei einer RB kannst du dir auch immer ein Anfänger taugliches Pferd suchen. Aber du wirst eben nie aus dir Herausswachsen

Kommt eben drauf an was du machen willst. Freiteitmäßig durchs Gelände, dann ist eh ein ruhiges Pferd besser. Freiteitmäßig auf dem Platz oder der Halle reiten, da ist es egal.

Generell solltest du nichts nehmen was dich überfordert. Aber eine kleine Herausforderung schadet nie

Woher ich das weiß:Hobby – Ich reite seit meinem 6.Lebensjahr und habe zwei Pferde

Danke.Genauso sehe ich das auch.

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Nein das muß man nicht. Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen Leichtsinn, Überschätzung und Risikobereitschaft.

Ich setzte mich auch in ein Auto und gehe ein gewisses Risiko ein, deswegen muß ich als Autofahrer aber nicht gleich auf die Rennbahn egal wie lange ich Auto fahre. Deswegen heißt es aber noch lange nicht das man ein schlechter Autofahrer ist ... nur ich darf mich halt dann auch nicht als Rennfahrer bezeichnen!!

Das ist das Problem bei machen Reitern. Die denken nur weil sie schon lange reiten, können sie gleichzeitig Unterricht geben, Korrekturen bei Pferden machen oder Jungpferde ein/bereiten. Das sind komplett unterschiedliche Dinge bei denen ein umdenken erforderlich ist und im Umgang anders reagieren muß. Man darf und soll nur das tun indem man sich sicher ist. Ohne Übertreiben, Leichtsinn oder großes Risiko eingehen. Es gehört schon etwas Mut dazu aber man sollte es so gut wie möglich vermeiden Unfälle zu provozieren. Daher, Nein das muß man nicht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reite seid über 30 Jahren, bin selbst Pferdebesitzer

Ich würde mich nicht auf ein Pferd setzen, bei dem ich schon von vornherein weiß, dass es schwierig ist. Ich bin zwar kein begnadeter Reiter, aber durchaus sattelfest. Aber ich gehe kein unnötiges Risiko ein, ich habe schließlich Verantwortung meiner Familie gegenüber. Auch meiner Tochter habe ich schon untersagt ein bestimmtes Pferd zu reiten. Vielleicht wäre sie dran gewachsen, aber wenn ich Unfälle im Vorfeld vermeiden kann, dann tue ich das auch. Ich glaube, "gutes" Reiten kann ich auch auf einem vernünftig ausgebildetem Pferd lernen, vielleicht sogar besser, weil ich mich dann auf`s Reiten konzentrieren kann und nicht meine Energie darauf verwende, irgendwie oben zu bleiben.

Ins Gelände würde ich mit solch einem Pferd übrigens schon dreimal nicht gehen.

Kommt drauf an was du für dich selber willst. Auf einem schwierigeren Pferd lernt man einfach einiges was man auf einem braven das "alles von alleine macht" nicht lernt. Wenn du damit zufrieden bist einfach ein Leben lang nur brave Pferde zu reiten, ist es absolut nicht nötig sich auch auf schwierigere zu setzen. Falls du später mal selber ein Pferd ausbilden willst oder ähnliches, kann es schon von Vorteil sein, auf allen verschiedenen Pferdetypen mal gesessen zu sein, einfach um zu wissen wie du in der jeweiligen Situation (Buckel, steigen, unkontrollierten rennen, scheuen, usw.) reagieren musst.

Da ich aber nicht das Gefühl habe dass du kein extrem ambitionierter Tunier (am Turnier sind oferde doch auch öfter mal aufgeregt) oder Jungpferdereiter (das jjngpferde öfter mal erschrecken und durch ihre fehlende Erfahrung einfach Sicherheit brauchen ist denke ich klar) bist, ist es für dich denke ich absolut nicht nötig. Im normalen Umfeld mit braven Pferden ist eine gefährliche Situation eher selten, weshalb du die Erfahrung dann auch nicht unbedingt brauchst.

Aber ganz egal was irgendwelche Leute sagen!!!: Du musst immer selber entscheiden worauf du dich einlässt oder auch nicht. Wenn du nicht auf schwierigen Pferden reiten willst, musst du das auch nicht tun!!!

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