Muss man als Obdachloser seine Identität preisgeben?

9 Antworten

Ja schon. Auch als Obdachloser ist man verpflichtet einen gültigen Personalausweis zu besitzen. Man kann sich ohne weitere Probleme beim Bürgeramt "ohne festen Wohnsitz" anmelden. Selbiges oder nur der Stadtname steht dann auf dem Personalausweis.

Nach  http://www.gesetze-im-internet.de/owig_1968/__111.html  ist man verpflichtet Angaben zu seinen Personalien zu machen. Die Nicht Angabe ist eine Ordnungswidrigkeit. Bei Nicht Angabe von Personalien kann die Polizei einen auch mit auf das Revier nehmen, wenn eine schnellere und erfolgsversprechende Identitätsfestellung zum Beispiel im Obdachlosenheim selber nicht möglich ist.

Schließlich könnte der Wohnungslose ja Haftbefehle offen haben usw. . Das nennt man dann wohl Gefahr in Verzug, was ich selbst aber rechtlich arg schwammig finde.

Wenn es nur eine Ordnungswidrigkeit ist der Polizei keine oder falsche Namens- oder Adressangaben zu machen - mit welchen Recht darf die Polizei einen dann mit aufs Revier nehmen?!

Das musst du in manchen Situationen (Polizei, Disko, Stripclub, Einkäufe Tabak und Alkoholwaren, Herberge usw.)

Du möchtest doch etwas..nämlich dort schlafen.

Dann wäre es schon angebracht, wenn du deine Personalien offen legst. Das wird sicherlich aus reiner Vorsichtsmaßnahme erforderlich sein.

Noch nachtrage..zur Sicherheit auch für dich!

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