Muss man als neuer Eigentümer bereits bestehende Pachtverträge übernehmen (Landwirtschaftsfläche & Gartengrundstück/Erholungsfläche)?

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2 Antworten

Ja die Pachtverträge übernimmst du. Inwieweit du diese Pachtverträge kündigen kannst, dafür musst du die Pachtverträge kennen. 

Die Erhebung der Grundsteuer hängt NICHT mit einem Pachtvertrag zusammen. Grundsteuer ist immer eigentumsgebunden, wird ist nicht zwingend auf einen Pachtvertrag umgelegt und nicht für jedes Grundstück wird Grundsteuer erhoben. Da du die Verträge deiner Mutter offenbar auch nicht kennst, würde ich mir diese zuerst organisieren. Entweder beim Grundbuchamt oder falls du die Urkunden Nr und den Notar kennst beim Notar.  In dem Vertrag zwischen Opa und deiner Mutter sollte zumindest erwähnt sein, dass die Flächen verpachtet sind, mit etwas Glück sind dort auch die Pächter genannt. 

Du könntest natürlich dieses Grundstück mit dem Pachtvertrag verkaufen, nur denke ich nicht, dass dein Interessent dir dann noch den gleichen Kaufpreis bietet. 

Es wäre an der Zeit hier den Familienkontakt wieder herzustellen, da dir ja nun auch die Pacht zusteht. 

Wie du die anderen Pächter finden kannst, wird schon schwieriger. Hier bleibt dir nur entweder die Bauern in der Umgebung anzusprechen oder zur Einsaat oder Erntezeit die Flächen zu kontrollieren, den Nutzer anzusprechen und dich als Eigentümer vorzustellen.

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Kommentar von Schuddels
16.10.2016, 12:59

Hallo!

Vielen Dank für deine Antwort.
Keiner dieser Pachtverträge ist beim Grundbuchamt eingetragen. Ich habe die Auszüge beantragt und für keines der Flurstücke existiert von offizieller Seite her ein Pächter.
Auch an die alten Veträge meiner Familienmitglieder gibt es kein herankommen.Nach knapp über 20 Jahren ist der zuständige Notar und sein Office nicht mehr existent.
Das Finanzamt hat mir angeboten, etwas Recherche zu betreiben, wer (falls Steuern erhoben werden) diese momentan zahlt.
Da ich selber an die 6 Stunden von diesen Flächen entfernt wohne und es sich bei 2 der Flurstücken um ein Stück Weg und einen Wochenendgarten handelt, hielt ich das für meine einzige Möglichkeit.

Ich hatte nur gehofft, diese Verträge generell anfechten zu können, da ich es merksam finde, dass man einfach Land auf jemanden ohne dessen Wissen überschreiben und im Hintergrund verwalten kann, während die andere Person für das Landstück selbst haftbar ist.

 

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Übernehme ich diese uneingeschränkt vom Voreigentümer, auch wenn ich von gar nichts etwas wusste?

Kurz und knapp: Ja

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