Muss man als Muslim die Gesetze der Scharia vertreten?

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12 Antworten

aber es gab doch im Kalifat auch Gewaltenteilung zwischen Religion und ziviler Administration...

Ich persönlich finde es für die Religion und für den Staat schlecht, wenn die Religion regiert.

Für die Religion ist es schlecht, weil man so durch Religion an die Macht kommen kann, und das macht die religiösen Posten attraktiv für heuchler, die in Wirklichkeit nur Macht oder Geld wollen. Religion hat viel mehr Chancen, ehrliche Leute anzuziehen, wenn man aus der Religion kein Prestige, keine Macht, kein Geld gewinnen kann.

Für den Staat ist eine Theokratie schlecht, weil der Staat Techniker braucht, die die Probleme des Staates (Wasserversorgung, Strom, Autobahnen, Müllentsorgung, öffentlicher Verkehr) lösen können, und nicht Leute, die primär eine religiöse Ausbildung haben, um ihn zu verwalten. Daher sollte man konsequent nur die besten ihres Faches anstellten, und nicht erst nach religiösen Qualifikationen fragen...

Ausserdem ist bei einem religiösen Staat das Risiko von Diskriminierung und Nepotismus viel grösser.

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Kommentar von Nunuhueper
28.01.2016, 17:19

Irrtum. In einem Kalifat gibt es keine Gewaltenteilung. Die Theokratie im Islam ist die Einheit von Religion, Politik und Kultur.

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Da die Sharia die Summe von Koran und Sunna ist.....könnte sich wohl kaum ein gläubiger Muslim etwas anderes wünschen ... oder ?

Hinzu kommt, dass Allahs Wort unveränderlich ist und bleibt.

Daher scheint es mir so, als gäbe es gar keine andere Option für einen Muslim....

Es gibt wohl Dinge, wie: 

"dass ein Muslim sich an den Staat anpassen soll, in dem er/sie lebt.. ( solange es den Gesetzen der Sharia nicht krass entgegen läuft )

aber auch:

"dass es keinen Grund mehr gibt, sich anzupassen, sobald man in der Mehrheit ist... "

(was ja auch unlogisch wäre... überall bestimmen Mehrheiten über Minderheiten....)

Darin sehe ich persönlich auch die Gefahr des Islams für freiheitliche, demokratische Menschen... und da hilft es mir auch wenig, wenn der Islam friedlich ausgebreitet wird... oder durch Zeugung....

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Kommentar von Zicke52
18.06.2016, 06:28

@Jogi57L: Stimme dir in fast allem zu, besonders, was die Gefahr für eine freiheitliche,  demokratische Gesellschaft betrifft.

Mit einer Einschränkung: Es ist nicht "logisch", dass Mehrheiten über Minderheiten bestimmen. Jedenfalls nicht, was die Grundrechte betrifft. Über das GG wird nicht abgestimmt. Die Rechte der Minderheiten dürfen in einer Demokratie nicht angetastet werden, niemand bestimmt "über" sie. Die Mehrheit bestimmt nur über die momentane politische Richtung (liberal, sozial...).

Deshalb ist die Scharia in einer Demokratie nicht denkbar, selbst wenn eine Mehrheit sie wollte. Diese Mehrheit müsste also das GG ausser Kraft setzen und eine Diktatur gründen. Und man kann nicht ausschließen, dass sie das täte. 

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In der Sunna steht, dass der gläubige Muslim sich an die Gesetze des
Landes zu halten hat, ES SEI DENN sie lägen im Widerspruch zu seinem
Glauben.

Da aber nichts ausser dem Koran selbst von Allah kommt und somit keine Legitimation für die Inhalte der Sunna oder Scharia besteht, gilt hier ausschließlich die Bundesdeutsche Rechtsprechung.

Wenn die Gesetze eines Landes mit dem Koran nicht zu vereinbaren sind, dann muss der Muslim, der sich da im Konflikt sieht, dieses Land verlassen.

In schā'a llāh

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Ein Moslem kann sich einen Staat wünschen, der die Scharia anwendet.Sollte sich der Islam in seiner geistigen Verfassung nicht modernisieren, muß sich ein guter und wahrer Moslem sogar die Scharia wünschen.

In westlichen Ländern, Europa etc. hat sich ein Moslem diesbezüglich überhaupt nicht zu wünschen.Wir unterliegen nicht dem Islam und somit auch nicht der Scharia.Ein Moslem hat sich den hier geltenden staatlichen Gesetzen zu untwerfen bzw. anzuerkennen und anzuwenden.Das Grundgesetz steht über den Islam und der Scharia.

Ein Moslem oder eine Muslima ,die das nicht akzeptiert, sollte schnell und konsequent in ihr Herkunftsland zurückgebracht werden.

Das muß der islamischen Gemeinschaft klipp und klar gesagt. Da gbit es kein wenn und aber.Leider sind viele Politiker und auch Kirchleute zu feige dazu.


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Kommentar von arevo
28.01.2016, 17:17

#arevo KORREKTUR

2.Absatz 2.Zeile

....nichts zu wünschen...

4.Absatz 2.Zeile

....auch Kirchenleute ....

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Kommentar von WALDFROSCH1
30.07.2016, 19:07

@arevo 

Deine Zitat :

_________Das Grundgesetz steht über den Islam und der Scharia._____

  • Das interessiert aber Muslime nun  mal nicht ,denn die Scharia steht über jedem irdischen Recht : 

  • Allgemeine Menschenrechtserklärung im Islam vom 19 September 1981 besagt im Artikel  12 A____Jederkann denken und zum Ausdruck bringen ,was er denkt und  glaubt ,ohnedass ihn ein  anderer einschreitet,solange  er innerhalb der allgemeinenGrenzen  ,die die Scharia  vorschreibt ,bleibt .__

 Artikel 24 :_____AlleRechte  und Freiheiten ,die in dieserErklärung  genannt wurden,unterstehen  der islamischen Scharia…._____

http://www.humanrights.ch/upload/pdf/140327\_Kairoer\_Erklaerung\_der\_OIC.pdf

  • Leute es wird zeit aufzuwachen ,bevor es zu spät ist !
  • Auch das hier ist äsuserst aufschlussreich ,die naive  Gutmensch Reporterin bekommt es ins Gesicht gespukt und am Ende sagte sie weinend :"Aber so denken nicht alle Muslime ..." 

https://www.youtube.com/watch?v=f8WVkbXOHfM

Wirklich nicht ? 

Also Ich kenne keinen Muslim, der nicht so denken würde ...ich kenne keinen der sich jemals von der Scharia distanziert hätte ,weder auf GF noch in meinem realen Leben ..wenn ich auf Muslime treffe...

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Ich komme nochmals zurück auf den Beitrag von UkhtFiDeen.Er schreibt als Moslem und nicht als " Deutscher ".

Für den westlich denkenden Menschen ist der autonome Mensch, der selbständig denkende Mensch, das Ziel der Erziehung und der Ausbildung.

Dafür sind Wissen und Verstand notwendig.Und da beginnen schon die Unterschiede.Tilman Nagel schreibt: " ....Wissen im islamischen Denken bedeutet die Belehrung des Gläubigen durch Allah.Der Gläubige nimmt diese Belehrung auf und sein Verstand soll  diese bewahren und befolgen ".

Der Verstand hat also die Aufgabe die Belehrung Allahs zu bewahren, d.h. nichts zu verändern und sie strikt zu befolgen.Bewahren und befolgen gehören in diesem Kontext zusammen.Wer also die Suren im Koran befolgt, beweist Verstand.

Ganz anders dagegen der Umgang des Wissens und des Verstandes im West. Lesen des Textes, Verstehen, Interpretation, persönliche Fragestellungen, Zweifel, Kritik und evtl.Gewinnung einer neuen Erkenntnis.

Wissen, das nicht durch die Belehrung Allahs zustande gekommen ist, ist kein Wissen in diesem Sinn.Befolgen drückt sich im Gehorsam aus.Und wer etwas bewahrt oder bewahren will, widersteht jeder Veränderung. lässt kein Wissen zu, das nicht durch die Belehrung Allahs erzeugt wurde, jenes ist ein selbstverantwortetes Wissen und wird im islamischen Denken als leichtfertige Meinung diskrediert.

Daher wird ein Moslem niemals das GG in Deutschland anerkennen.Wenn ja, sind es nur Lippenbekenntnisse.

Es gibt ein Beispiel in einem Text des 8.Jhdt in dem Allah dem Verstand befiehlt:"Wende dich ab ( d.h. der Verstand ) und er wendet sich ab, dann befiehlt er dem Verstand wende Dich zu mir und er wendet sich zu Allah ".

Das könnte man noch weiter ausführen, aber das erspare ich mir.Dieser Text drückt keine Religiosität aus, sondern ist Ausdruck totaler Allmacht über die großen und kleinen Dinge im Universum und dadurch Ausfluß einer totalitären Ideologie.

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Kommentar von UkhtFiDeen
29.01.2016, 10:27

SIE schreibt als MuslimA und nicht als DeutschE....

Ich frage noch einmal; was ist "Deutsch"? Und verlangt das Grundgesetz seit Neuem, dass man Antworten, die nicht die eigene Meinung wiederspiegeln, löschen lässt?

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Falls man eiskalt zusehen kann wie Frauen gesteinigt werden oder Dieben de Hand abgehackt wird

Oder Homosexuelle am Baukran erhängt werden

Falls man das als Willen Allahs sieht....

Falls man jedoch will, das in Deutschland die Demokratie und menschliche Gesetzgebungen bleiben ,dann  sagt man klar NEIN zu dieser unmenschlichen Scharia

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Nein, das sind Regeln, die "Gelehrte" erfunden haben und als Gesetz
Allahs ausgeben. Das Gesetz Allahs steht im Koran und da sind viele
Dinge nicht verboten, die laut Sharia verboten sind.

Die Sharia dient nicht dazu, Allah gnädig zu stimmen sondern dazu, die Macht der alten fundamentalistischen Männer zu erhalten. Die Sharia gehört in meinen Augen zum Terror-Islam.

Dass ein "moslemischer" Staat auch ohne Sharia möglich ist, haben schon viele Staaten bewiesen, z.B. die Türkei.

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Kommentar von alohaa901
28.01.2016, 15:47

Inwiefern ist die Türkei ein Beispiel?
Welche Gesetze stehen im Koran diesbezüglich ?

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Kommentar von alohaa901
28.01.2016, 16:07

Weißt du eventuell noch wo ich den Beitrag finden könnte?

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Kommentar von alohaa901
28.01.2016, 18:30

Danke !

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Kommentar von Zicke52
18.06.2016, 06:40

Die Türkei ist kein moslemischer, sondern - dank Atatürk -  ein laizistischer Staat, in dem Islam die Religion der Mehrheit ist. Ob er es bleibt, darf man sich mit Sorgnis fragen.

Und dass es viele solche Staaten gibt, wüsste ich nicht. Welche denn?

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Du kannst es ja mal fordern,  wirst allerdings mit Finger an die Stirn tippen verabschiedet ;) 

In Deutschland gilt das GG, und das ist nicht auf Religionen ( egal welche)  aufgebaut und das ist auch gut so 

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Kommentar von GoldMoralRecht
28.01.2016, 15:51

Leider doch. Artikel 4 .

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Kommentar von arevo
28.01.2016, 17:07

Der Rechtsstaat in D ist auf dem Grundgesetz aufgebaut und nicht auf Artikel 4.Auch dieser Artikel steht nicht über den den anderen Fundamentalartikel.

Deutschland ist ein säkularer Staat mit einer  sogenannten  " hinkenden Trennung ". Staat und Kirche sind nicht vollständig getrennt.

# Accountowner08

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Wünschen: Ja!

Fordern: Nein!

Ich denke jeder Muslim würde gerne in einem richtigen Islamischen Staat leben.  Fordern kann man ihn hier in Deutschland nicht. 

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Kommentar von earnest
28.01.2016, 17:40

Jeder kann seinen Wünschen folgen und dorthin ziehen, wo die Scharia herrscht. In den vom IS beherrschten Gebieten ist noch viel Platz ...

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Kommentar von furkansel
29.01.2016, 10:07

Das ist mein richtiger islamischer Staat. Einen wahren islamischen Staat gibt es meiner Meinung nach nicht. Gab es früher.

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Kommentar von furkansel
29.01.2016, 10:08

*kein

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Der Koran ist Gotteswort und daran darf nicht ein Buchstabe verändert werden, selbst wenn die Logik und die Wissenschaft es genau und richtig  Wissen.

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wer entscheidet was man als muslim muss und was nicht?

der Koran.

Wer entscheidet wer Muslim ist und wer nicht?

wenn dann Gott und nicht die Menschen um dich herum.

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Nein, das MUSS ein Muslim keineswegs.

Wer es trotzdem propagiert - wie gerade eine salafistische Userin, deren Beitrag gelöscht wurde - outet sich als Verfassungsfeind. 

In Deutschland gilt das Grundgesetz. Und das ist mit der Scharia nicht vereinbar.

Gruß, earnest

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