Muss man als Jugendlicher (16) zum Kinderpsychologen oder kann man auch zu einem "normalen" Psychologen gehen?

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5 Antworten

Es gibt so keine Kinderspsychologen in Deutschland. Und wenn, dann wäre die auch nicht die richtigen Ansprechpartner.

Hier (16 J.) kommt entweder ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder ein Kinder- und Jugendlichentherapeut oder ein Psychologischer Psychotherapeut in Frage. Wenn die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden sollen, muss eine Kassenzulassung vorliegen, im Falle des Psychologischen Psychotherapeuten außerdem eine gesonderte, zusätzliche Abrechnungsgenehmigung für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Bei privater Krankenversicherung ist das Vorgehen zunächst mit der Vericherung zu besprechen, da es auf die Vertragsdetails ankommt.

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Ein Psychologe der sich auf Kinder und Jugendliche spezialisiert hat dürfte wohl am besten helfen können. Immerhin dürftest Du keine typischen Erwachsenenprobleme haben wenn Du erst 16 bist. Auch wenn man sich in dem Alter oft schon sehr erwachsen fühlt.

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Viele Psychologen dürften unter 18-jährige nicht behandeln, die müssen die Zusatzqualifikation für Jugendliche haben. Es gibt in jeder Psychologenpraxis Listen, in denen alle Psychs aufgeführt sind, die in deiner Nähe sind und welche Schwerpunkte und Qualis sie haben.

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Hallo,

Erstens musst Du unterscheiden zwischen Psychologen, Psychotherapeuten  und Psychiatern. 

  • Psychologen haben Psychologie studiert und sind für Probleme zuständig, die im Laufe der Lebenszeit durch Erlebnisse (Traumata, Fehlverarbeitungen und Anpassungsprobleme) entstanden sind.
  • Psychotherapeuten sind besonders qualifiziert, in der Therapie diese Probleme aufzulösen. Oft sind es Psychologen oder Psychiater, manchmal sind es aber auch Heilpraktiker ohne akademische Qualifikation.
  • Psychiater sind Ärzte, die eine Facharzt-Ausbildung im Psychiatrie erworben haben. Sie beschäftigen sich mit allem, was (seelische) Krankheit meint (Depression, Psychosen wie z.B. Schizophrenie, Autismus etc.).

Da der Zeitpunkt der Volljährigkeit keinesfalls belegt, dass die Reifungsentwicklung eines jungen Menschen bereit abgeschlossen ist, fühlen sich Experten für Kinder und Jugendliche oft bist zum Alter von 23 Jahren zuständig für die Anliegen der sie Aufsuchenden.

Gerade die schweren krankheitsbezogenen Störungen des Erwachsenenalters sind bei jungen Menschen sehr problematisch, da es sich immer auch um Probleme mit und bei der Entwicklung auf dem Weg zur Reife handeln kann.

Daher ist es vermutlich sinnvoll, als 16-Jähriger zu einem auf Kinder und Jugendliche spezialisierten Experten zu gehen.

Alles Gute!

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16 ist genau das "Schwellenalter" ab welchem man eigentlich nicht mehr zum Kinderpsychologen geht. Doch grundsätzlich hängt es von der Art der Beschwerden ab.

Geht es um Probleme, welche bereits in der Kindheit auftraten (z.B. Mobbing, Konzentrationsstörungen etc.) geht man eher noch zum Kinderpsychologen.

Bei Krankheitsbilder, welche vor allem im Erwachsenenalter auftreten (z.B. Depressionen, Angststörungen etc.) geht man eher zu einem "normalen" Psychologen.

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Kommentar von TheTrueSherlock
18.10.2016, 12:27

Welche vor allem im Erwachsenenalter auftreten...? Witzig. So viele Kinder und Jugendliche haben mit Depression schon zu kämpfen und die Zahl steigt! Die größte Anzahl an Depressiven findet sich bei 18- bis 29-Jährigen, ja. Allerdings ist Depression trotzdem keine Erwachsenenkrankheit.

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Kommentar von Rappel01
18.10.2016, 12:48

Mein Hautarzt vermutet auch, dass ich eine Depression habe...

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