muss "kirchensteuer" zahlen wenn man sich konfirmieren lässt

4 Antworten

Kirchensteuer hat nichts mit deiner Konfirmation zu tun, sondern ist eine Steuer die man bezahlen muss, sobald man ein geregeltes Einkommen hat. (vorausgesetzt man gehört dann noch einer Kirche an)

Gehöre ich eine Kirche ein wenn ich manchmal mit meiner Mutter in der Kirche war und mich dort konfirmieren haben lass? Und wie kann man da "austreten" einfach tschau sagen oder wie geht das

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@nitrospeedfrage

Wie man aus der Kirche austreten kann, fragst Du am besten am Infoschalter im örtlichen Rathaus. Dort wirst Du vermutlich entweder zum Amtsgericht oder zum Standesamt weiter geleitet und eventuell wirst Du auch erfahren, ob dieser Kirchenaustritt etwas kostet (Bearbeitungsgebühren). Da sich das von Bundesland zu Bundesland und selbst von Ort zu Ort unterscheidet, gibt es hier keine spezifische und gleichzeitig allgemeingültige Antwort. Daher mein Rat: Informiere Dich erst einmal beim Rathaus, wo Du hin müsstest und ob, bzw. wie viel das kosten würde, wenn Du aus der Kirche austreten willst.

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@JTKirk2000

ok danke das mache ich, wenn ich aus der ev. kirche austrete, bin ich dannn kein evangelist mehr?

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@nitrospeedfrage

@nitrospeedfrage Wenn du jetzt konfirmiert wurdest gehörst du noch der Kirche an...deine Eltern auch, sie zahlen Kirchensteuer, bemessen an ihrem Einkommen... Wenn du volljährig bist kannst du einen schriftl. Antrag bei deinem zuständigen Standesamt stellen, dass du aus der Kirche austreten willst. Dieser Antrag wird zu deinem Kirchenamt weitergeleitet, wahrscheinlich bekommst du dann nochmal Besuch vom Pfarrer, der nochmal mit dir darüber reden möchte, das musst du aber nicht, ebenso musst du keine Gründe bezgl. dem Austritt angeben, dann bekommst noch eine Bestätigung dass du ausgetreten bist und absofort keine Kirchensteuer bezahlen musst, diese Bescheinigung gibst dann bei deinem Arbeitgeber ab und fertig.

Ich bin keine Moralapostel (wir haben selbst 3 Fam.Mitglieder die ausgetreten sind) ..aber wichtig zum überlegen ist: dass wenn du mal heiratest, es nicht mehr kirchlich geht und Kinder bekommst diese auch nicht getauft werden, aber das soll/muss jeder selbst entscheiden. Andererseits finde ich auch, wenn mein Glaube nur an der Kirchensteuerfestgemacht wird, d.h. nur wenn ich zahle, darf ich in die Kirche...ist auch daneben. Lg

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@nitrospeedfrage

Zumindest bist Du dann konfessionell nicht mehr gebunden. Das ändert aber nichts an Deinem persönlichen Glauben, sondern eben nur die Religionszugehörigkeit wie sie für den Staat relevant ist.

Ich gehöre seit einigen Jahren einer Kirche an, wo es keine Kirchensteuern gibt. Daher ist die Religionszugehörigkeit in dieser Kirche für den Staat irrelevant und ich gelte als konfessionslos, was aber für mich persönlich nicht zutrifft, sondern nur von der Relevanz für Staat und Steuern.

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@JTKirk2000

Ok.. aber wenn ich nicht mehr an die Evangelische Kirche glaube sondern einfach an Gott, das reicht doch dann auch wenn ich konfirmiert bin, also wenn ich von der Kirche austrete, weiß der Staat welcher Religion ich gehöre ? Also ich gehöre ja zum christentum also bin ich Christ? aber was hat es dann mit diesem evangelist auf sich der ich anngeblich laut der Konfirmation bin aber nicht mehr sein möchte

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@sonnymurmel

Es muss nicht unbedingt sein, dass es nur beim Standesamt geht, dass man sich dort aus der Kirche austragen lassen kann. Wie ich schrieb unterscheidet sich das von Bundesland zu Bundesland. Ich habe mich beim Amtsgericht austragen lassen und brauchte auch keine Gebühren bezahlen.

Eine kirchliche Hochzeit ist immer noch möglich, wenn wenigstens eine Person des Brautpaares konfessionell gebunden ist. Sollte wirklich keine Person des Brautpaares konfessionell gebunden sein, würde ich es als witzlos ansehen, wenn dieses Brautpaar unbedingt kirchlich heiraten wollte, denn es hätte nichts weiter als die Bedeutung eines vielleicht schönen Erlebnisses, aber ohne vermutlich das Verständnis der Bedeutung, die eigentlich hinter einer kirchlichen Hochzeit steht.

Was die Taufe von Kindern angeht, so ist dies unabhängig davon, ob man selbst einer Kirche angehört. Auch kann man sehr wohl eine Kirche besuchen, egal ob man einer Kirche angehört oder nicht. Mein Stiefvater ist konfessionslos und besucht fast jedes Jahr mit der Familie gemeinsam die Weihnachtsandacht. Wie es allerdings mit der Bestattung aussieht, weiß ich da nicht so genau.

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@nitrospeedfrage

Wie ich schon schrieb, ist für den Staat nur relevant, wenn Du einer Kirche angehörst, die steuerrechtlich für den Staat wichtig ist. Wenn Du keiner Kirche angehörst, für die es Kirchensteuer gibt, ist es dem Staat herzlich egal, welcher Religion oder welchem Glauben Du angehörst (sofern Du durch die Auslebung Deines persönlichen Glaubens nicht andere benachteiligst oder gar gefährdest).

Wie ich schon schrieb, bin ich immer noch Christ, obwohl ich aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin, denn was mich zum Christen macht ist nicht meine Konfessionszugehörigkeit, wie sie für den Staat relevant ist, sondern was meinen persönlichen Glauben ausmacht.

aber was hat es dann mit diesem evangelist auf sich der ich anngeblich laut der Konfirmation bin aber nicht mehr sein möchte

Was meinst Du genau?

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@JTKirk2000
Wie ich schon schrieb, bin ich immer noch Christ, obwohl ich aus der evangelischen Kirche ausgetreten bin, denn was mich zum Christen macht ist nicht meine Konfessionszugehörigkeit, wie sie für den Staat relevant ist, sondern was meinen persönlichen Glauben ausmacht.

ja genau das meine ich und will ich auch ich will nicht mehr mitglied sein der evangelischen kirche

ich werde mich demnächst (hab ja noch zeit bis zu meiner ausbildung, bin momentan 15 j) von der ev. Kirche abmelden also austreten und will das vergessen dass ich da konfirmiert wurde usw. ich will das alles vergessen und nur noch die bibel lesen und dann sehen wir weiter was kommt aber ich vergiss das einfach dass ich mal in der ev. kirche war und dort konfirmiert wurde

ich bin einfach christ und fertig ich bin christ

und lese die bibel und versuche nach der bibel zu leben wie es dort vorgebeben ist

und ich will nichts mehr mit evangelisch oder so zu tun haben ich finde das auch kompliziert ich bin einfach christ

Raymond: "Hey, welche Religion hast du oder was bist du?"

ich: "Ich bin Christ"

das reicht ich bin christ und lese die Bibel und versuche so zu Leben wie es in der Bibel vorgeschrieben ist und ich bete

so mehr will ich nicht danke für deine nachrichten und für deine hilfe

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@JTKirk2000

@TKirk2000 ja du hast recht, es ist von Bundesland zu Bundesland verschieden ...bei uns in BaWü... regelt das Standesamt die Kirchenaustritte, bei uns ist es auch so, dass eine kirchl. Hochzeit nicht möglich ist, wenn nicht beide einer Kirche angehören, ebenso kann man seine Kinder nicht taufen lassen, wenn nicht beide Elternteile einer Kirche angehören...was deinen Kirchenbesuch anbetrifft, hast du natürlich recht, auch konfessionslose können jederzeit einen Gottesdienst besuchen, das steht ja niemand und kontrolliert.noch zur Info:(Ein Cousin war konfessionslos und nicht getauft, seine Zukünftige war ev., er musste sich nach einem Pfarrgespräch als 28 jähriger taufen lassen um kirchlich zu heiraten.)

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@nitrospeedfrage

Gern geschehen. Mit 14 ist man übrigens religionsmündig und kann auch ohne Beistand der Eltern entsprechend aus der Kirche austreten. Dazu muss man nicht warten bis man mit 18 volljährig ist.

Was die Bibel angeht, habe ich Deine entsprechende Frage ja auch beantwortet. Ich wünsche Dir für Dein Leben und Deinen Glauben alles Gute. Mir hat es auch geholfen, mir selbst Gedanken zu machen, unabhängig von kirchlichen Lehren, wenn ich in der Bibel gelesen habe und immer noch lese. Ich würde Dir aber auch empfehlen, Dich in Bezug auf die vielen verschiedenen Kirchen zu informieren, die es sowohl innerhalb als auch außerhalb des Netzwerks der römisch-katholischen Kirche gibt. Vielleicht gibt es da eine, die Deinem persönlichen Glauben am ehesten entspricht.

Es ist immerhin gut, einen persönlichen Glauben zu haben, wenn dieser einem wichtig ist. Aber es wäre doch schade drum, diesen dann ganz allmählich zu verlieren. Durch kirchliche Aktivität kann man diesen ebenso bewahren, wie durch regelmäßiges Lesen in den Schriften und regelmäßiges Gebet (letzteres besonders wenn man die Verheißungen der Bibel wahrnimmt und entsprechend eine eigene Gewissheit bekommt, dass Gebete nicht nur erhört, sondern durch Inspiration, Eingebungen und Hilfe beantwortet werden, sofern die im Gebet enthaltenen Bitten nicht entgegen der Nächstenliebe sind).

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@sonnymurmel

Ein Cousin war konfessionslos und nicht getauft, seine Zukünftige war ev., er musste sich nach einem Pfarrgespräch als 28 jähriger taufen lassen um kirchlich zu heiraten.

Das ist seltsam. Mein Stiefvater war immer und ist immer noch konfessionslos. Dennoch war eine kirchliche Trauung in der evangelischen Kirche nicht nur möglich, sondern hat definitiv stattgefunden. Vielleicht ist das auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich oder es obliegt der Entscheidung des örtlichen Pfarrers, denn aus Deiner Abkürzung geht ja hervor, dass es sich bei Deinem Verwandten auch um eine kirchliche Trauung in der evangelischen Kirche handelte.

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@JTKirk2000

...du hast vllt. recht, dass es von Bundesland zu Bundesland und auch von Pfarrer zu Pfarrer verschieden sein kann, anders kann ich mir das nicht erklären, denn in unserer Familie war es definitiv so. Es gibt da schon Sachen die man nicht richtig nachvollziehen kann...es gibt noch 2 weitere Fam. Angehörige die auch von "Kirchenaustritten" erzählen könnten z.B. bezgl. Kinder und Religionsunterricht in der Grundschule ect......

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Nichts. Die müsstest du auch zahlen wenn du nicht konfirmiert worden wärst. Es genügt das du getauft bist.

Kirche hat Kosten. Dafür braucht man Geld. Da sind Gebäude und Heizung und Material und viele Arbeitsplätze. Kirche leistet sich Soziales: Kindergärten und Sozialstationen nd Schulen und Orte an denen man aus den verschiedensten Gründen Hilfe bekommen kann. Das kostet nicht wenig. Wenn du also willst, dass es all das gibt, dann unterstütze auch mit deinem Geld. Wenn nicht, dann nutze nie ein kirchliches Gebäude oder eine Anlaufstelle, ok? Übrigens: wer richtig viel Kirchensteuer zahlt, verdient auch richtig viel;-)

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