Muss jeder Mensch in bestimmen Städten gewesen sein (Allgemeinbildung)?

16 Antworten

Das nennt man Bildungsreisen, die aber meistens erst im fortgeschrittenen Alter so richtig funktionieren können, wenn der Arbeitsdruck weg ist und die Kinder versorgt sind. Alles was vorher passiert, das sind in begrenzter Zeit, nur das streifen der jeweiligen Interessen, woran auch immer.

Somit habe ich davon reichlich Gebrauch gemacht, Freunde gewonnen und das über Kontinente Hinweg, wobei manche dieser Verbindungen schon Jahrzehnte anhalten und den Vorteil haben, das die Langeweile bei mir ein unbekanntes Wort ist.

Woher ich das weiß:Recherche

Reisen ist die beste Art der Persönlichkeitsentwicklung, allerdings glaube ich nicht, dass man unbedingt in jeder Stadt gewesen sein muss, ich bin aktuell total von La Palma begeistert, hierzu gibt es auch mehr auf meinem Reiseblog zu entdecken. Jedoch ist jeder Mensch anders und daher findet auch jeder andere Reiseziele interessant, ich z.B. bin am liebsten an warmen Orte wo die Sonne scheint und vor allem in südländischen Bereichen. Liebe Grüße Michael

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich würde meinen, es zeugt eher von beschränktem Horizont der Gesprächspartner, wenn sie herablassend reagieren.

Außerdem: Was bedeutet "in bestimmten Städten gewesen zu sein"?

Manche Menschen erkunden eine Stadt, deren Kultur, Lebensweise... Manche fliegen zum Shoppen nach NYC. Beide waren "in der Stadt" und haben dennoch nicht dieselbe Stadt besucht, obwohl sie womöglich beide in New York waren.

Ich war mehrfach dort, aber immer beruflich und hatte nie wirklich Zeit für die Stadt. War ich dann tatsächlich dort? Wie sehen die Kriterien aus?

Ich war in Taipei und hatte das Glück, von lokalen Kollegen in Gegenden geführt zu werden, die ein Tourist vermutlich nie erlebt. Aber gibt mir das das Recht, auf Menschen herab zu blicken, die nicht dort waren oder "nur" touristisch?

Generell finde ich "Reisen kann bilden". Also etwas abweichend vom alten Spruch "Reisen bildet". Denn es gibt viele Menschen, denen geht Bildung dermaßen am A... vorbei. Aber wenn man mit offenen Augen Ohren und offenem Geist reist, kann man sehr viel lernen. So gesehen können Stadtbesuche sehr wertvoll sein, sind aber kein "Muss".

"Reisen kann bilden".

Ein kluger Satz, der bei den meisten "Reisenden" = Urlaubern wohl nie erreicht wird. Wir hatten Bekannte, die eine 17 tägige "Weltreise" mit 2 Tagen Australien für völlig angemessen hielten.

Wichtig war dann immer nur, ob es sich um ein "Angebot" handelte, damit sich die Konten daheim weiterhin im oberen Plus bewegten.

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@Felix968629

Ich war vor vielen Jahren in Florida mit dem Wohnmobil. Hatte viel vor. Als ich dann losgefahren bin, habe ich gemerkt, dass weniger auf jeden Fall mehr ist. Ahebe edeutlich entschleunigt, viel weniger gesehen von der Menge, viel mehr von der Tiefe der Erlebnisse her.

Am Ende haben wir ein Paar getroffen, das gemeinsam mit uns gestartet ist. Sie hetten 3x so viele Meilen auf dem Tacho und keine Ahnung, wo sie überall waren. Sie hatten nur "abgehakt".

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@Mediachaos

Nicht wissen, wo man war, kenne ich auch bei solchen Protzen. Die waren auch so blöd, in der Regenzeit nach Mittelamerika zu fahren, weil sie zu faul / doof waren, sich vorab über das Reiseziel zu informieren.

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Muss man nicht, das sind eher persönliche Ziele.

Ich hab zB bis auf Bregenz jede Landeshauptstadt Österreichs besucht, weil meine Mutter (wir waren damals recht arm) wollte, dass wir unsere Heimat besser kennenlernen. Hat mir nicht geschadet.

Selbst hab ich auch nicht die Mega-Städte besucht (Genf, Zagreb, Laibach, München, Amsterdam, Brüssel, Budapest, London…), aber ich persönlich will noch andere besuchen (New York, Washington, Paris, Seoul, Tokyo, Moskau…) weil es mich interessiert.

Also nein, man muss nicht, das ist mehr wollen als müssen. Wer so hochnäsig ist und sich an seinen Reisezielen aufhängt…

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit Jahren in dem Bereich unterwegs

Dann warst du schon in mehr Städten als ich 😂
Ich bin in meinen Leben 2x geflogen (einmal als Kind nach Rhodos, definitiv kein Bildungsurlaub) und als Teenie nach Spanien, da bin ich den Jakobusweg gelaufen.
Ich war dafür in vielen Deutschen und Europäischen Stätten (besonders Prag liebe ich von der Architektur und Brügge ist auch ein Traum).

Es ist auch ein Unterschied ob man zum Shoppen oder Strandurlaub in einer Stadt ist oder sich wirklich für die Kultur und Einheimischen interessiert.
Ansonsten kann man sich gerade heutzutage zuhause Weiterbilden, auch wenn es natürlich schöner ist, sich alles vor Ort anzusehen und auszutauschen.

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