Muss immer ab dem Antrag der Rente rückwirkend zurück gezahlt werden oder gibt es auch andere <regel

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4 Antworten

ja das geht. Erst wenn du 26 Wochen krankengeld bezogen hast. Mfg

"Normalerweise" ist der Rentenantragsteller in der Antragszeit arbeitsunfähig und bezieht Krankengeld. Daher sind diese 6 Monate für die meisten Menschen uninteressant. Aber es ist richtig, dass die Leistung 6 Monate nach Feststellung der Erwerbsminderung einsetzt.

Bei Überschneidungen wird den mit den anderen Trägern der Sozialversicherung ausgeglichen. Krankengeld, AlG oder Sozialhilfe, die in Vorleistung gegangen sind.

Die Regel steht im § 101 Abs 1 des SGB VI und heißt:

Befristete Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden nicht vor Beginn des siebten Kalendermonats nach dem Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit geleistet.

Es kommt also auf das Datum des Eintritts der Erwerbsminderung an.

Wird der Rentenantrag später als ein halbes Jahr nach Eintritt der Erwerbsminderung gestellt, beginnt die Rente im Antragsmonat.

Das steht im § 99 SGB VI:

(1) Eine Rente aus eigener Versicherung wird von dem Kalendermonat an geleistet, zu dessen Beginn die Anspruchsvoraussetzungen für die Rente erfüllt sind, wenn die Rente bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach Ablauf des Monats beantragt wird, in dem die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Bei späterer Antragstellung wird eine Rente aus eigener Versicherung von dem Kalendermonat an geleistet, in dem die Rente beantragt wird.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__99.html

Ja, 26 Wochen Regelung.

Aha und was bedeutet die 26 Wochen Regelung?

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@lillifee333

Dass erst ab der 26 Woche, der Krankengeld Zahlung, überhaupt ein Rentenanspruch begründet werden kann,

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@Astroprofiler

Deshalb sollte man einen Rentenanspruch immer erst nach, oder so spät wie möglich stellen. Denn die Zeit der Arbeitsunfähigkeit erhöht die gesetzliche Anwartschaft.

Zudem ist das Kranken und Arbeitslosengeld in der Regel höher.

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