Muss ich zum Therapeuten wegen meiner mündlichen Beteiligung in der schule weil ich mich nicht oft melde?

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5 Antworten

Nicht unbedingt, nein.

Sich am Unterricht nicht zu beteiligen ist eine Reaktion auf etwas. Die Frage ist eben woher das rührt und damit steht und fällt dann auch der Therapiebedarf. Meldet sich ein Schüler beispielsweise nicht im Unterricht weil er den Schulstoff nicht gelernt hat oder schlicht nicht hinterher kommt, dann ist dieser er eher ein Fall für einen Nachhilfelehrer - nicht aber für einen Therapeuten. 

Problematisch wird es dann, wenn andere Beweggründe hinter der Nicht-Teilnahme stehen. Das kann bei Mobbing beginnen geht über eventuell schon bestehenden psychischen Störungsbildern wie einer Angststörung oder Depression und endet bei eine Vielzahl von möglichen Auslösern, für dieses Verhalten. Unter diesen Umständen besteht dann ein Therapiebedarf, dabei steht aber weniger die Unterrichtsbeteiligung im Vordergrund, sondern die auslösenden Faktoren, die hinter diesem Verhalten stehen. 

Du schreibst, dass dir in Einzelsituationen das Sprechen keine Probleme bereitet - beispielsweise bei einem Vorstellungsgespräch. Das spricht dafür, dass du zum einen mit fremden Menschen sprechen kannst und das auch, wenn du dich in einer Prüfungs- oder Leistungssituation befindest - schließlich steht man bei einem Vorstellungsgespräch unter einem gewissen Druck. Anders sieht es aber aus bei "vielen Leuten" und nun ist die Frage, was dich dort hemmt. 

An dieser Stelle möchte ich insbesondere auf den Punkt Mobbing verweisen, den ich bereits oben schon einmal erwähnt habe - dieser Umstand stellt nochmals eine Ausnahmesituation da. Sollte dies also eine Rolle spielen, dann müssen entsprechend auch besondere Maßnahmen ergriffen werden.

Sollte dies nicht der Fall sein, dann ist das freie Sprechen vor einer Gruppe eine Sache der Übung. Ich kenne wenige, die problemlos vor vielen Menschen sprechen können und die dabei sehr entspannt sind. Jedoch kann man dies lernen und dafür auch vergleichsweise einfache Tricks und Kniffe anwenden.

Ein sehr einfacher, der sich jedoch in der Praxis als recht effektiv herausstellte, ist die Stichpunktliste. Hierbei schreibt man sich, in einem Block beispielsweise, ein paar Stichpunkte auf, die man für wichtig erachtet. So kann man dann, wenn man sich gemeldet hat, diesen abarbeiten und verliert nicht die den roten Faden. Es ist ähnlich wie bei einem Referat - Stichpunkte geben Sicherheit und Struktur. 

Weiterhin muss man sich nicht zu Beginn überfordern und sich bei den Fragen melden, wo man sehr unsicher ist. Wenn also eine Frage gestellt wird, die du sicher beantworten kannst, dann nutze diese und melde dich dort. Sichere Fragen zu nutzen ist eine gute Übung weil eine die zusätzliche Unsicherheit, ob man nun das Richtige sagt oder nicht, erspart bleibt.

Das wären zwei Möglichkeiten, wie man sich selbst herantasten kann und auch die Unterrichtsbeteiligung erhöht. Im Endeffekt geht es also um Überwindung und das ist sicher nicht einfach aber durchaus machbar. Es wird sich auch für dich rentieren, denn vor Gruppen frei und unbeschwert sprechen zu können ist ungemein nützlich. Zwar wird man nicht immer und überall damit konfrontiert werden aber wenn dies mal so sein sollte, dann kannst du es - das ist dann immer ein Pluspunkt.

Sollten also oben genannte Beispiele, warum du dich im Unterricht zurückziehst, partout nicht zutreffen und dir auch sonst kein ausschlaggebender Grund einfallen, so ist der Therapiebedarf nicht gegeben. Gibt es jedoch solche Beweggründe, diese können auch Familiär sein (enormer Druck durch die Eltern, ständige verbale Angriffe wie "Du kannst gar nichts!", [...]), dann ist dieser jedoch womöglich sehr wichtig und sollte auch beansprucht werden. 

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und hoffe, dass es auch bald um deine Mitarbeiter besser steht.

Liebe Grüße. 

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Also ich bin der Meinung, dass du, nur weil deine mündliche Leistung nicht gerade herausragend ist, nicht zu einem Therapeuten musst. MEine Leistungen waren auch nie sonderlich gut, aber je älter ich wurde, wurden auch meine mündlichen Leistungen besser, weil du auch einfach mit der Zeit mehr Selbstvertrauen bekommst. Gerade in den unteren Klassen ist es normal, sich mal nicht zu trauen, etwas zu sagen, da würde ich mir erstmal keine Sorgen machen.

Vertraue auf deine Fähigkeiten, hab Spaß mit deinen Mitschülern, nimm nicht alles zu Ernst und vertraue dir, dann klappt es sicher bald von selbst :)

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Ich würde es nicht machen, wenn man es nicht muss. Ich denke mal, dass kein Arzt es verordnet hat und selbst, dass ist glaub ich freiwillig. Vorstellungsgespräche wirst du ja noch nicht haben in den nächsten 2 Jahren :D

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Wenn du da nicht hin willst, bringt es eh nichts. Da könnte sich der Therapeut auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln - es würde an dir abprallen. 

Du musst es selbst wollen. 

Arbeite an deinem Selbstwertgefühl und traue dir mehr zu. Da klappt es auch mit der Mitarbeit. 

Ich weiß, 7. Klasse ist ein schwieriges Alter. Da zweifelt man gern an sich selbst. Aber bei mir war gerade in der 7. Klasse der Knoten geplatzt. Ich hatte nämlich festgestellt, dass die Stunde schneller umgeht, wenn ich mündlich mitarbeite. Und so wurde ich nebenbei auch noch zur Klassenbesten. 

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Nirgends musst du hin ..Ich hab sehr selten in der klasse geredet und hab auch mein beruf gefunden ...also mit sehr selten wirklich sehr selten 

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