Muss ich wieder zur Gesetzlichen Krankenkasse?

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3 Antworten

Hallo fiftyone88,

also wenn du einen Minijob annimmst, dann kannst du beliebig viele Stunden arbeiten, darfst aber nicht mehr als 450,00 EUR monatlich verdienen. Dann bleibst du auch weiterhin privat versichert. 

Nimmst du eine kurzfristige Beschäftigung auf, dann muss der Job von vornherein auf höchstens drei Monate (70 Arbeitstage) im Jahr befristet sein. Dann bleibst du ebenfalls als Student privat versichert.  

Hast du einen Job als Werkststudent, ist es egal , wie viel du verdienst, aber du darfst in der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten. In den Semsterferien kannst du voll arbeiten. 

Arbeitest du überwiegend in den Abend- und Nachtstunden, oder am Wochenende, dann darfst du auch mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, solange du dich hauptsächlich deinem Studium widmest. 

Sprich daher auf alle Fälle noch einmal mit deinem Arbeitgeber, was für ein konkreter Nebenjob es nun ist: ein Minijob, oder wirst du als Werksstudent angestellt.

Dann setz dich am Besten mit der Krankenkasse, wo du angemeldet werden sollst, in Verbindung. Nur die können dir 100 %ig sagen, ob du durch deinen Job nun versicherungspflichtig wirst, oder ob du weiterhin komplett privat versichert bleiben kannst.  

Ich wünsche dir alles Gute! 

Viele Grüße  

Daniela vom Barmenia -Team 

PS: Falls du wirklich Versicherungspflichtig wirst: Die Barmenia bietet auch ergänzende Absicherungen zur gesetzlichen Krankenkasse an: Hier findest du Infos dazu :) 

http://www.barmenia.de/de/produkte/krankenversicherung/zusatzversicherung/uebersicht.xhtml

 

 

Nur die können dir 100 %ig sagen, ob du durch deinen Job nun
versicherungspflichtig wirst, oder ob du weiterhin komplett privat
versichert bleiben kannst.

Wenn ihr als beratende Versicherung schon keine genauen Auskünfte geben könnt, muss man sich wirklich überlegen, überhaupt an die Barmenia als Versicherung zu denken … :-)

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Das bedeutet ich kann privat versichert bleiben? 

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Auch wenn es zunächst ein Vorteil ist, wenn man statt 10 € gesetzlichen Kassenbeitrag 2,5 € privaten Kassenbeitrag zahlen darf, hat die Mitgliedschaft nicht unerhebliche Nachteile:

  • Du musst dich um das Einreichen der Rechnungen und Verordnungen kümmern – auch mit 70 und mehr Jahren
  • Du musst dich um Kostenvoranschläge kümmern – ebenfalls mit 70 und mehr Jahren
  • Du kannst dich nicht gegen die Preisanpassungen der Versicherer zur Wehr setzen
  • Wenn du in das Alter kommst, ab dem du vielleicht die PPV beanspruchen musst, kannst du erst einmal zig Monate mehr warten als gesetzlich Versicherte (persönliche Erfahrung nach Erzählungen einiger Nachbarn!)
  • Keine Schikanen, weil ein Heil- oder Hilfsmittel nicht im entsprechenden Katalog steht
  • Apothekenpflichtige Medikamente muss man selbst bezahlen

Zu den Vorteilen der GKV:

  • Kosten maximal bis zu einem Höchstsatz – sofern du den nach dem Studium erreichst
  • PartnerIn und Kinder sind ohne Aufpreis mitversichert
  • Deutlich abgespeckter Papierkrieg
  • Schnellere Prüfung des MDK für die Einstufung zur Pflege (PPV)
  • Rezepte, Verordnungen für Heil- und Hilfsmittel sind deutlich günstiger
  • Der Arzt weiss, was er abrechnen darf und kann (Auch wenn Ärzte gerne jammern, dass sie nichts an ihren Kassenpatienten verdienen, ist es doch so, dass es deutlich mehr Kassenärzte als Privatärzte gibt. M.a.W. die Kassenärzte verdienen noch immer so viel, dass sie ihre Praxen unterhalten können …)
  • Apothekenpflichtige Medikamente werden nur auf besonderen Wunsch verschrieben

http://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/private-krankenversicherung--ist-das-system-am-ende-7270448.html

http://www.stern.de/wirtschaft/versicherung/private-krankenversicherung-fuer-beamte--beihilfe-kostet-milliarden-7275338.html

http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-03/gesundheitsversorgung-krankenkassen-krankenversicherung-solidarsystem/komplettansicht

Wir Fraganten können dich nur über die Vor- und Nachteile zwischen GKV und PKV aufklären. Was du aus den Infos machst und ob du dann noch immer in der PKV bleiben willst, können wir dir nicht vorschreiben!

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@fiftyone88

Es mag sein, dass du in der PKV bleiben darfst, doch wollte ich dir Gründe liefern, dass du ggf. wieder in die GKV zurückkehrst.

Offenbar hast du gar nicht gecheckt, dass die PKV insbesondere im Alter zu einer Last wird. Wenn du mit 70 Jahren noch immer deine Bettelbriefe an deine KV schreiben kannst, ist das ja ganz nett, nur lassen einen die Versicherer auch immer länger warten ...

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@wolfgang1956

Das ist nicht so sehr eine Frage des „Müssens“ wie des „Dürfens“!

Wenn deine PKV die ersten Male deine Erwartungshaltungen enttäuscht, wirst du froh sein, du währest in der GKV, deren Leistungen deutlich besser sind als ihr Ruf. Oder glaubst du ernsthaft, ein Professor könne einen Armbruch „besser“ behandeln wie der normale Facharzt?

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@wolfgang1956

Im Moment willigt einfach nicht mehr Geld ausgeben besser gesagt kann es nicht. Nach meinem Studium werdeich mich gesetzlich versichern

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d.h. du bist unter 30 und vorrangig Student und von der Versicherungspflicht befreit?

was ist das für eine Tätigkeit? die müsste eigentlich eine versicherungsfreie Werkstudententätigkeit sein, bei der nur Rentenversicherungsbeiträge abgeführt werden. aber auch dafür muss der Arbeitgeber ein gesetzliche Krankenkasse in seine Daten eintippen. was dann deine letzte wäre, denn die gesetzlichen Krankenkassen sind für die Abführung aller Sozialversicherungsbeiträge aller Zweige zuständig.

nur pflichtig darf dich der Arbeitgeber nicht anmelden.

Ich weiß nicht was du mit befreit meinst. Ja ich bin vorrangig Student und möchte 20h die Woche arbeiten. Ich muss Autos von A nach B fahren im autoterminal. Nein es ist auf lohnsteuerkarte, weil ich könnte ja auch öfters arbeiten. Es kommt drauf an wie oft ich mich melde zum arbeiten. Ich hoffe ich muss nicht zur AOK also zur Gesetzlichen. In naher Zukunft wenn ich nur arbeite dann möchte ich zur Gesetzlichen. Aber dann auch nicht zur AOK.  Ich mag die nicht mehr.

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@fiftyone88

versicherungsfrei bedeutet, dass der Arbeitgeber nur Beiträge in die Rentenversicherung einzahlt. aber keine Beiträge zur Kranken- Pflege und Arbeitslosenversicherung. versicherungsfrei bedeutet auch, dass du nicht Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung wirst, wenn du aktuell privat versichert bist.

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