Muss ich während Krankheit zur Aussprache auf Arbeit erscheinen?

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8 Antworten

Wenn du krankgeschrieben bist, musst du nicht auf der Arbeit erscheinen, zumal du ja bettlägerig bist. Auch wenn er dich nötigt, musst du nicht.

Ich würde mich an deiner Stelle wirklich an einen Rechtsbeistand wenden (Gewerkschaft o.ä.), denn wer sich in den ersten 6 Wochen des Beshäftiguungsverhältnisses schon als Arbeitgeber erwiesen hat, der es mit seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Arbeitnehmern nicht so genau nimmt, der wird auch bei einer Kündigung und der ordnungsgemäßen Abwicklung des Arbeitsverhältnisses nichts unversucht lassen, seine Angestellten übers Ohr zu hauen.

Wenn er dich nicht kündigt, dann mach das selber, denn auf dieser Stelle wirst du nicht mehr froh werden. Dafür war der Anfang schon zu vermurkst.

Bitte melde dich dann auch umgehend als arbeitssuchend bei der Arbeitsagentur. Nicht nur wegen eines eventuellen Arbeislosengeldes, sondern auch wegen einer Stellenvermittlung in eine (hoffentlich bessere) andere Stelle!

Nein, wenn Du derzeit arbeitsunfähig mit ärztlicher Bescheinigung bist , ( z.B. wegen psychischer Probleme WEGEN des Arbeitsverhältnisses ) , besteht allgemein auch keine zwingende Verpflichtung zur Teilnahme an einer sofortigen Aussprache mit dem AG. 

Du müsstest Dich in so einem Fall auch nicht auf "Hausbesuche" einlassen. Deine Gedanken an Rechtsbeistand und Zeugensuche finde ich grundlegend aber schon mal gold richtig, wenn es dort wirklich wie von Dir beschrieben zugeht. Dann halte Dich wirklich erst mal von dem AG solange fern, bis Du wieder hinreichend  genesen bist.

( dieses jetzt halt vor allem unter der Prämisse, entweder reise-unfähig / bettlägerig zu sein, oder wie eingangs erwähnt "psychisch AU betriebsbezogen" )

Habe eine Bronchitis und hohes Fieber. Bin krank geschrieben mit Bettruhe. Weiß nicht, was daran nicht zu verstehen ist, von seiner Seite. Komme hier nicht zur Ruhe. Soll er kündigen und gut ist. Bin ja in der Probezeit. Habe ihn schon beim Amt gemeldet, keine Hilfe. Vor 3 Tagen die Ärztekammer angeschrieben, noch keine Resonanz. Weiß gar nicht mehr, wo ich noch Hilfe suchen soll. Jedenfalls habe ich extreme Angst vor ihm, und werde dort nicht alleine erscheinen. 

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@Jay611

Hättest Du den Grund Deiner Erkrankung ( u.A. Fieber & Bettlägerigkeit ) hier in Deiner Fragestellung schon reingeschrieben, wäre die Antwortt von vornherein schon einfacher und eindeutig zu Deinen Gunsten ausgefallen. 😉

Dann hast Du natürlich GRUNDLEGEND KEINE Erscheinungspflicht . Deiner grundlegenden "Mitwirkungspflicht" zum AV bist Du durch rechtzeitige Abgabe der AU - Bescheinigung grundlegend auch nachgekommen. Die Klärung der Frage wer da in die "Kollekte" griff und wer die OP-Cam beschädigte, hat somit bis zu Deiner hinreichenden Genesung zu warten. 

Lass' ihn ohne Angabe von Sachgründen in der Probezeit ruhig kündigen, das ist sein gutes ( allgemeines ) Recht. Da kann ihm ( dem AG ) nur noch der Hinweis mit auf dem Weg gegeben werden, seine Kündigung nicht auf 

 - üble Nachrede

 - Verleumdung

 - falsche Verdächtigung

in der Begründung zu stützen. Sprich mit dem AG aber erst mal GARNICHT über eine mögliche Kündigung. Nicht dass er Dir da auch noch das Wort im Munde dahingehend nachteilig verdreht, Du könntest "bewusst" einer Kündigung "animierend" zugestimmt haben.

Die Meldung bei "Amtern" ( Ärztekammer etc. ) ist immer schwierig bei einzelnen Aussagen, wenn der AG und andere eingeschüchterte MA dann bei Befragungen die Unwahrheit sagen. :-(( 

( bezogen auf Arbeitszeiten und Pausen nebst Umgangston / möglicher Nötigungen seitens des AG )

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Hey,

das hört sich nicht gerade gut an.

Wenn du eine Krankschreibung vom Arzt hast und diese auch deinem Chef bzw. der Praxis, in der du arbeitest, zukommen hast lassen, würde ich nicht dort erscheinen. Sinn einer Krankmeldung ist es schließlich, dass du dich wieder genesen sollst.

Am Besten ist es, wenn du dieses Gespräch nach dem Betriebsurlaub nicht alleine führst, es wäre empfehlenswert, wenn mindestens eine zweite Person - und sei es nur deine Arbeitskollegin - dabei wäre. Ansonsten würde ich bei deinem Anwalt mal nachfragen, ob es eine Möglichkeit gibt, ob dieser bei dem Gespräch dabei sein darf.

So oder so würde ich mir in deiner Situation besser früher als später einen neuen Arbeitgeber suchen.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

LG Markus

Danke Markus, dass ist auch mein Ziel. Schon schlimm genug, dass ich wegen diesem Menschen nach 7,5 Jahren meinen alten Job aufgegeben habe. Aber selbst schuld, wenn ich auf so einen Blender reinfalle. Jedenfalls traue ich ihm alles zu, daher begebe ich mich nicht ohne Absicherung in die Höhle des Löwen.

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Zwingen kann er dich dazu sicher nicht. Wenn Du krankgeschrieben bist, musst Du dort auch nicht erscheinen.

Durchaus denkbar, dass Dir der Chef nur die Kündigung überreichen will, sofern eine Probezeit vereinbart wurde.

Ja, habe 4 Monate. Die kann er mir gerne schicken. Habe halt bloß Bedenken, dass er mich weiter tyrannisiert. Habe ja keinen Urlaubsanspruch, somit kann er mir bestimmt den Praxisurlaub ab nächster Woche verbieten?

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@Jay611

Wenn die Praxis geschlossen ist, dann musst Du ja zwangsläufig ebenso daheim bleiben.

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Also wenn du krankgeschrieben bist, würde ich sowieso nicht dort erscheinen, da er das dann als Kündigungsgrund auslegen kann. Daher klipp und klar verdeutlichen, dass du krank bist und erst nach Betriebsurlaub mit den noch anwesenden Betroffenen das klärende Gespräch führen wirst.

So würde ich es machen.

Hast Du Dir die einzelnen Tage Deine Stunden zum Nachweis notiert?

Ja, habe alles detailliert aufgelistet. Er kann sowas nicht aufweisen. Gibt ja keinen Schichtplan, Pausenplan oder offiziellen Stundenzettel seinerseits.

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Nein, kein Arbeitgeber kann verlangen, dass jemand, der krankgeschrieben ist, am Arbeitsplatz/-ort erscheint. Gibt es einen Betriebsrat, dann solltest Du den sofort kontaktieren. Auch die zuständige Gewerkschaft, deren Mitglied Du hoffentlich bist, kann helfen, anderenfalls auch ein/e Anwalt/Anwältin für Arbeitsrecht. Hat der "Chef" selbst wieder Vorgesetzte, dann könnte man sich - möglichst kollektiv - auch an diese wenden.
Da Du noch in der Probezeit bist, solltest Du überlegen, ob Du diesen Job wirklich behalten willst. Die Probezeit gilt nämlich nicht nur für die Arbeitgeber, sondern auch für die Arbeitnehmer und dieser Arbeitgeber scheint ja durchgefallen zu sein.

Du musst weder in deinem Urlaub noch während du krank geschrieben bist da erscheinen.

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