Muss ich vor einer Kontopfändung vom Ex-Mann informiert werden?

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5 Antworten

Kann die Stadt mein Konto sperren

Nicht ohne einen bestandskräftigen Bescheid, deren Zustellung die Stadt nachzuweisen hat.

Habe ich irgendeine Möglichkeit über eine "Einstweilige Verfügung" das das geblockt wird und ich auf mein Konto zugreifen kann

Du kannst und solltest dein Konto in ein P-Konto (§ 850k ZPO) umwandeln, dann bleiben dir für dich und deine Kinder ein unpfändbares Einkommen (1400 etwa, wenn ich es richtig im Kopf habe, google noch mal).

Muss nicht vorher irgendwas bei mir angekündigt werden (Mahnung oder

Einschreiben oder sonstwas?) Habe seit März keinen Brief diesbezüglich
erhalten.

Wie ich bereits sagte, muss es einen bestandskräftigen Bescheid (Verwaltungsakt) seitens der Behörde gegeben haben.

Woher hat die Stadt meine Kontonummer?

Von der Bank?

Muss ich BIS zur Scheidung oder evtl. DANACH auch noch mit weiteren
Dingen rechnen? Bei mir flattern immer wieder Mahnungen ein (Alte
Anschrift).

Ohne das Gesamtbild zu kennen, schwer zu sagen.

Zurück mit "unbekannt verzogen" oder an Ihn "weiterleiten"?

Ich würde die Briefe weiterleiten und den Absendern die neue Anschrift mitteilen.

Darf ich Sie öffnen?

Nur wenn du als Empfänger benannt wirst oder dort z.B. "Eheleute" steht. Briefe die nur ihn addressiert sind, darfst du auf keinen Fall öffnen, es sei denn er erlaubt es dir (schriftlich).

Ich bin wirklich sehr aufgelöst und über jeden Tipp dankbar.

Du brauchst einen Rechtsanwalt (am besten Fachanwalt Verwaltungsrecht).

Da Du auf einem anderen Konto noch 3.000,- Euro hast, also nicht "ums Überleben kämpfen" musst, kannst Du die Pfändung nicht durch irgendeine Eilmaßnahme stoppen lassen.

Wenn die Forderung aus dem Jahre 2013 oder 2014 stammt, kann es ja gut sein, dass Ihr schon vor längerer Zeit eine Mahnung bekommen habt. In diesem Fall kommt es nicht darauf an, ob Du ein weiteres Schreiben im Dezember bekommen hast oder nicht, denn es reicht aus, wenn einmal gemahnt wird.

Für die Kindergartenbeiträge haften Dein Mann und Du gemeinschaftlich, d.h. die Stadt kann jeden von Euch auf die Gesamtsumme in Anspruch nehmen. In diesem Fall reicht es auch völlig aus, falls die Stadt Deinen Mann angeschrieben und gemahnt hat. Diese Mahnung gilt dann automatisch auch für Dich.

Da Du ja noch Geld auf dem anderen Konto hast, ist die Sache nicht gar so dringend. Du solltest von der Stadt eine Kopie der Unterlagen anfordern, also die Rechnung/Mahnung und den zwischenzeitlichen Briefverkehr. Wenn die Forderung zu Recht besteht, kann man aber nichts machen. Du kannst dann nur versuchen, die Hälfte von Deinem Mann ersetzt zu bekommen.  

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