Muß ich vom Vater meines Kindes Unterhalt fordern, wenn ich alg2 beziehe?

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5 Antworten

Das klingt nach einem speziellen Fall. Wenn das Geld was er aufbringt an das Geld was er als Unterhalt zahlen müsste heran kommt (Düsseldorfer Tabelle als Grundlage ) ist es ja ok würde ich sagen. Dass er die Schule evtl von den Steuern absetzen kann würde ich jetzt auch nicht gleich als Streitpunkt ansehen. Wenn beide Elternteile die spezielle Schule wünschen ist durch die Bezahlung des Schulgelds ja auch geholfen. Wenn du genaues zu deiner Situation wissen willst schau mal auf www.meinunterhalt.org. Du kannst da einen Fragebogen ausfüllen udn bekommst dann einen auf dich zugeschnittenen Ratschlag. Zur Not gibt es auch die Möglichkeit deine Frage unverbindlich an einen Rechtsanwalt weiterleiten zu lassen.

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Kommentar von bigsur
27.08.2013, 19:35

wenn seine Aufwendungen als Unterhalt angenommen werden, muß das dem Amt gemeldet werden. Der Unterhalt wird dann auf ALG2 angerechnet. D.h. sie bekommt entsprechend weniger Geld vom Amt.

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Unterhalt musst Du immer fordern - ganz egal ob Du ALG II beziehst oder verdienst. Du darfst auf den Kindesunterhalt vom Gesetz her gar nicht verzichten- eben weil das Geld für das Kind ist. In Deinem Fall ist das Recht kompliziert: Der Vater müsste Dir den Unterhalt überweisen, damit ein NACHWEIS da ist, dass er zahlt. Und von diesem Geld müsstest Du wiederum an die Schule überweisen. Die Hälfte de Kindergeldes kann der Vater erst verlangen, wenn das Kind 14 Tage am Stück im Monat bei ihm ist.

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Also den Unterhalt der dir zusteht musst du vom Kindsvater schon fordern. Wenn du dich mit ihm einigst, dass er die Schule bezahlt ist das ok. Nur dann kannst du nicht auf das Kindergeld verzichten, nur weil du es fair findest.

Waldorfschule ist nun mal Luxus und kann nicht von Steuergeldern bezahlt werden. Viele Eltern würden ihr Kind gerne auf eine Privatschule geben, können es sich aber nicht leisten.Da wird die Schule auch nicht vom Amt bezahlt.

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Kommentar von Medialatina
30.08.2013, 15:55

Eine Waldorfschule hat nun wirklich gar nichts mit Luxus zu tun, nur weil sie eine Schule in freier Trägerschaft ist. Es ist die Schulgesetzgebung der Bundesländer, die ein Zweiklassensystem fördert, weil sie die freien Schulen durch unzureichende Finanzhilfen zur Erhebung von Schulgeld zwingt und sie damit in eine private Nische abdrängt. Lehrer leisten dann teils erhebliche Gehaltsverzichte, um auch Kindern aus einkommensschwächeren Elternhäusern den Zugang zu ihrer Schule offenhalten zu können. Gerne werden die innovativen Ideen der freien Schulen allerorts kopiert, während man Eltern und Lehrer dieser Schulen für ihr gesellschaftliches Engagement abstraft. Gerecht wäre es also, wenn die Eltern ihr Recht auf freie Schulwahl für ihre Kinder auch wirklich ausüben könnten. Und zwar indem die Finanzmittel des Staates in Form einer Schülerkopfpauschale an die Schule ihrer Wahl ausgezahlt werden!

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Dir steht zunächst der Kindesunterhalt in dem gesetzlichen Rahmen zu. Wenn der Kindsvater in etwa diese Summe aufbringt/übernimmt, ist doch alles in Ordnung. Waldorfschule aber ist "Luxus", weil das Pflichtschulangebot kostenfrei ist. - Vorsicht! Wenn der Kindsvater das Schulgeld (in Form einer monatlichen Spende) übernimmt (ohne es vorher an dich zu zahlen), kann er das steuerlich "absetzen". Er "verdient" also noch damit, weil er clever Steuern spart!

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Kommentar von bigsur
27.08.2013, 19:33

Nö, dann ist eben nicht alles in Ordnung, das ist ja das blöde bei ALG2. Der Unterhalt wird angerechnet. Wenn er jetzt Unterhalt zahlt, bzw. das Schulgeld als solcher angenommen und dem Amt gemeldet wird, bekommt sie weniger ALG2 fürs Kind.

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Letztlich kann man es verlangen, daß du Unterhalt vom Vater beanspruchst. Du kannst nicht den Vater verschonen und lieber den Steuerzaler beanspruchen. Die Hälfte vom Kindergeld? Die Kinder leben nicht zur Hälfte bei ihm. Das Jobcenter muß das nicht akzeptieren. Letztlich schicktst du deine Kinder zu Lasten von Menschen, die sich das nicht leisten können, auf eine Privatschule.

Ich weiß, das ist eine blöde Situation für dich. Aber faktisch tritt der Steuerzahler für den Vater ein, der ja leistungsfähig wäre. Wie hoch ist das Schulgeld? Gibts da keine Möglcihkeit für ein Stipendium/Nachlaß oder Erlaß in finaziell schwierigen Situationen? Mach dich da mal schlau.

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