Muss ich Unterhaltsvorschuss zurück zahlen wenn ich einer Einigung zustimme?

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4 Antworten

Das ist die normale Vorgehensweise bei einer Insolvenz . Du lehnst den Vergleich bitte ab !
Hier geht es um die bisher aufgelaufenen Schulden . Soweit ich weiß sind Unterhaltsschulden auch nicht von der Restschuldbefreiung erfasst . Wenn dein Ex jetzt also in die PI geht , sollte er zukünftig in der Lage sein den Unterhalt zu zahlen . Dafür hat er dann auch einen erhöhten Pfändungsfreibetrag , sofern er berufstätig ist . Für dich zählt nur , dass du irgendwie an die Kohle für deine Kinder kommst . Da arbeitest du dann bitte eng mit dem Jugendamt zusammen , die wenden sich damit an deinen Ex .

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Nein, keine Sorge, du hast den Unterhaltsvorschuss doch bekommen, weil er dir zustand. Da musst du definitiv nichts zurück zahlen, das wäre nur der Fall, wenn du die Voraussetzungen nicht erfüllt hättest oder falsche Angaben gemacht hättest.

Bei mir war es damals so, dass das Jugendamt dem Vergleich zugestimmt hat, da ich eine Beistandschaft hatte, ich wurde da aber sicher unterrichtet oder gefragt, ist schon ein paar Jahre her. Ich bekam dadurch tatsächlich wider erwarten in 2 der 6 Jahre eine paar Euros am Jahresende, in den anderen Jahren blieb nichts. Klar, das waren Krümel, aber immerhin besser als nichts.

Das Jugendamt würde sich, falls es wirklich mal Geld geben sollte, auch ihren Anteil als Rückerstattung für den Unterhaltsvorschuss holen. Falls eben überhaupt was dabei raus kommt. Aber definitiv nicht von dir, dazu besteht kein Grund.

Ich habe auch 2x 6 Jahre Unterhaltsvorschuss erhalten.

Wegen deiner Zustimmung, da würde ich vorher mal mit dem Jugendamt sprechen, was die dir anraten. Scheitert der Vergleich, dann kommt er definitiv nie mehr auf die Beine und dann gibt es auch definitiv kein Unterhalt mehr. So ist wenigstens die Chance da. (ich bekam später zeitweise 60 Euro im Monat, dann wieder nix und dann für eine Weile noch mal 20 Euro).

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Kommentar von Juyanbe
20.02.2016, 20:19

Erkläre mir mal warum es nach einem gescheiterten Vergleich definitiv keinen Unterhalt mehr geben soll ?!
Ich denke eines ist richtig . Wenn hier jemand einem Vergleich zustimmen kann , dann das Jugendamt . Unterhaltsschulden laufen auf und verfallen ( soweit ich weiß ) auch nicht .
Wir kennen den Fall hier nicht . Nehmen wir aber mal an der Vater hier wäre berufstätig . Er hat ein Einkommen , aber auch einen Berg Schulden . Und weil er vor lauter Schulden nicht mehr weiß wo hinten und vorne ist , zahlt er keinen Unterhalt . Böse , böse ......denn Unterhalt für die Kinder steht ganz oben auf der Liste . Wenn er nun Insolvenz anmeldet , kommt zuerst der außergerichtliche Vergleich . Ein Angebot an die Gläubiger ( Summe X oder Raten ) , der in den meisten Fällen abgelehnt wird . Der Schuldner aber zahlt bereits zu diesem Zeitpunkt keine Schulden mehr . Seinem pfändbaren Einkommen werden unterhaltsberechtigte Personen ( Kinder ) hinzugezählt . Dadurch wird ihm weniger gepfändet , so das er den Unterhalt leisten kann . Dieser wäre dann von der Mutter oder dem Jugendamt einzufordern . Soweit die graue Theorie ;-)
Eine Insolvenz dient dem Schuldner letztlich dazu eben doch wieder auf die Beine zu kommen .

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Es geht um Kindesunterhalt. DU kannst nicht für das Kind auf den unterhalt verzichten, auch nicht beim Schuldenfuzzi.

Lehne den Vergleich ab und gut ist. Du bist nicht verpflichtet auf den vergleich einzugehen.

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Diese Frage solltest du mit dem Jugendamt, das den Unterhaltsvorschuss zahlt, besprechen, denn die haben den Anspruch.

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