Muss ich Umziehen wenn meine Wohnung zu teuer/groß ist und ich ins Hartz4 falle?

10 Antworten

Das Jobcenter müsste die unangemessenen Wohnkosten in der Regel für min.weitere 6 Monate anerkennen und bei Bedarf auch weiter zahlen, es würde dann min.zur schriftlichen Kostensenkung aufgefordert.

Man kann, muss dann aber nicht umziehen, dann gibt es eben nach dieser Übergangszeit nur noch den max.angemessenen Betrag gezahlt und den Differenzbetrag musst du dann selber zuzahlen.

Wenn du Pech hast, dann wird auch ein prozentualer Teil der dann ggf.nicht angemessenen Betriebs / Heizkosten abgezogen und auch bei einer evtl.BK - Nachzahlung würde es ggf.einen prozentualen Abzug geben oder auch gar nichts übernommen.

Dann dürftest du aber von einem evtl.BK - Guthaben deinen eigenen gezahlten Anteil erst einmal abziehen.

Tendenziell gute Antwort nur sind es Max. 6 Monate! Es können als nur 3 oder gar einer sein, wenn keine Eigenbemühungen nachgewiesen werden s §22 (1).

Das Guthaben aus der BK Abr. bleibt hiervon unberührt und ist trotzdem voll anzurechnen. Da der unangemessene Teil regelmäßig bei der Kaltmiete und nicht bei den BK gekürzt wird. Eine Nachzahlung wird dann jedoch tatsächlich nicht übernommen da bereits Höchstsatz gewährt worden ist.

Bei geringen Heizkosten ist im übrigen noch der 22 (10) interessant der die Bildung einer Gesamtangemessenheit erlaubt.

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@Hope20

Die Jobcenter sind verpflichtet unangemessene Wohnkosten min.für weitere 3 Monate zu übernehmen, denn das ist in der Regel die Kündigungsfrist der Wohnung, in der Regel werden sie aber für weitere 6 Monate anerkannt und bei Bedarf gezahlt.

Mit Eigenbemühungen hat das nichts zu tun, habe ich vor Jahren selber schon durchgemacht, man bekommt im Schreiben mitgeteilt was max.angemessen ist und auch das Datum wird einen mitgeteilt, wie lange die unangemessenen Kosten noch gezahlt werden und was es danach noch max.gibt.

Das spielt keine Rolle ob die unangemessenen Wohnkosten von der Kaltmiete oder Betrieb / Heizkosten abgezogen würden, entscheidend ist nur, ob und in welchem Umfang eine eigene Zuzahlung wegen Unangemessenheit erfolgt.

Denn es gibt nur angemessene bzw.unangemessene Wohnkosten und dazu gehören alle Kosten.

Also selbst wenn das Jobcenter die vollen Betrieb / Heizkosten aber angenommen 30 € weniger für die Kaltmiete zahlen würde, könnte man bei einem BK - Guthaben die eigene Zuzahlung zunächst in Abzug bringen.

Was wäre denn wenn das BK - Guthaben fast die komplette KDU - betreffen würde und das Jobcenter alles anerkennt und zahlt, weil kein Einkommen vorhanden ist und die KDU - angemessen ist ?

Dann würde das BK - Guthaben in einem Betrag nach dem Monat des Zuflusses auf dem Konto auf die komplette KDU - angerechnet und nicht nur auf die Vorauszahlung der Betrieb / Heizkosten, auch das habe ich schon durch.

Im übrigen sind auch längere Übergangszeiten als diese max.6 Monate bei Unangemessenheit möglich, dann wären deine genannten Eigenbemühungen relevant, dann müsste man nachweisen das man alles in seiner Macht mögliche getan hat eine angemessene Wohnung zu finden, könnte man das, dann müssten die unangemessenen Kosten in der Regel auch länger anerkannt bzw.voll übernommen werden.

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@isomatte

Ich bin mir sicher das wir uns hier nicht abschließend einig werden, weil es sich bei den Kosten der Unterkunft um kommunale Angelegenheiten handelt. Jede Kommune hat hierzu eigene Richtlinien die bei der Sachbearbeitung zu berücksichtigen sind.

Mag sein, das dass von dir beschriebene auf deine Kommune zutrifft.

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@Hope20

Das würde dann evtl.aber auch nur auf die Übergangszeit bei unangemessenen Wohnkosten zutreffen, aber diese min.3 Monate müssten anerkannt und bei Bedarf weiter gezahlt werden, ganz egal ob es da verschiedene Regelungen gibt oder nicht, eher wären es dann 4 Monate, denn zuerst müsste das Jobcenter zumindest schriftlich eine Kostensenkung fordern.

Erst ab dem Folgemonat nach dieser Forderung würden diese min.3 Monate beginnen bzw.erst dann stünde ja fest das die Wohnkosten unangemessen sind und erst wenn das bekannt ist könnte man seine Wohnung kündigen.

In Bezug auf die Anrechnung eines BK - Guthabens, bei Zahlung eines Eigenanteils wegen unangemessenen Wohnkosten, gibt es bundesweit keine anderen Regelungen.

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Zum Umzug kann Dich niemand zwingen.

In den ersten 6 Monaten muss die volle Miete übernommen werden. Danach kann man eigentlich wohnen bleiben und das, was dann nicht mehr übernommen wird, aus dem Regelsatz dazu bezahlen.

So war das jedenfalls bei mir.

Das kann man nicht pauschal sagen. Es kann wirklich sein dass du umzieh musst. Je nach persönlicher Situation, Härtefällen, Lage auf dem Wohnungsmarkt und Wohlwollen des Sachbearbeiters (Ermessensspielraum) kann es auch sein dass man dich weiter in der Wohnung lässt. Ggf. musst du aber auch die Mehrkosten tragen, was dann mit ALG II schwierig werden könnte.

.... nein, denn Dank dem Schröder werden doch alle anfallenden Kosten und Lasten erstmal übernommen.

Und nachdem die JobCenter keine aktuellen Wohnraumlisten (und die Damen und Herren Bürgermeister keinen "bezahlbaren" Wohnraum haben), verlieren sie ja bundesweit diesbezügliche Klagen der Mieter gegen etwaige Kürzungen haushoch.

Viel Glück.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Für 6 Monate wird dir die erhöhte Miete gewährt. Solange hast du Zeit dir was neues zu suchen, schafst du das nicht, musst du tatsächlich die Mehrkosten deuner Wohnung aus dem Regelbedarf bezahlen und hast entsprechend weniger zum Leben.

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