Muss ich überstunden leisten obwohl der Lohn seit fast 2 Wochen überfällig ist?

4 Antworten

Darf ich mich weigern und zuerst auf den Lohn beharren?

Die Frage der Verweigerung von Überstunden und der bislang ausgebliebenen Lohnzahlung hat erst einmal nichts miteinander zu tun.

Überstunden musst Du nur dann leisten, wenn Du Dich vertraglich dazu verpflichtet hast (betriebliche Notwendigkeit zu Überstunden vorausgesetzt; als Teilzeitkraft wärst Du grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Notfälle/Katastrophen ausgenommen).

Besteht aber eine vertragliche Verpflichten Deinerseits zur Leistung von Überstunden, berechtigt Dich die verspätete Lohnzahlung nicht zu einer Verweigerung.

Das Recht dazu hättest Du nur dann, wenn die Verspätung der Lohnzahlung mehrmals vorgekommen wäre und eine Abmahnung gegen den Arbeitgeber durch Dich - mit der Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen, z.B. Kündigung oder Verweigerung von Überstunden im Wiederholungsfall - keine Abhilfe gebracht hätte.

Übrigens kannst Du jetzt vom Arbeitgeber eine Verzugspauschale von 40 € nach BGB § 288 "Verzugszinsen und sonstiger Verzugsschaden" Abs. 5 Satz 1 fordern:

Der Gläubiger einer Entgeltforderung hat bei Verzug des Schuldners, wenn dieser kein Verbraucher ist, außerdem einen Anspruch auf Zahlung einer Pauschale in Höhe von 40 Euro.

Inwieweit Du Dich mit Deinen Ansprüchen allerdings gegen Deinen Arbeitgeber durchsetzen kannst, kann ich nicht beurteilen; leider sind "Recht haben" und "Recht bekommen" viel zu oft zwei sehr verschiedene Dinge!

Überstunden fordern ist immer so eine Sache. Mit dem Gehalt hat das aber erstmal nichts zu tun. Aber Vielleicht redest du mit deinem Chef mal über diese Ungereimtheiten.

Bin kein Arbeitsrechtsexperte aber das kann schonmal vorkommen. Der Verzug ist zu kurz um sich "aufzuregen".

Mach die Überstunden wenn du den Job behalten willst.

aber das kann schonmal vorkommen

Ein Verzögerung von 2 Wochen? Ganz sicher: Nein!!

Der Verzug ist zu kurz um sich "aufzuregen".

Selbstverständlich kann man sich über eine solche Verzögerung "aufregen"!

Und sie reicht, um vom Arbeitgeber eine Verzugspauschale von 40 € nach BGB § 288 "Verzugszinsen und sonstiger Verzugsschaden" Abs. 5 zu fordern.

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@Familiengerd

Ja... man kann alles... Aber ob man dann in der Firma Spießruten läuft weil man der Querulant ist, steht auf nem anderen Blatt

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@Eierfanta

Das ist Quatsch!

Es hat nichts, aber auch garnichts mit Deinem unsinnigen "Querulant" zu tun, wenn der Arbeitnehmer eine Zahlungsverzögerung von 2 Wochen nicht hinnehmen will!

Oder meinst Du, der Arbeitgeber dürfte sich einfach so über seine vertraglichen Pflichten hinwegsehen?!?

So ein Blödsinn!

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@Familiengerd

Sicher kann man (sollte man sogar) den AG auf den Missstand hinweisen aber auf das "jetzt und sofort zahlen" pochen und Zwangsmaßnahmen einleiten (Überstunden verweigern, die normalerweise auch im Vertrag stehen) vergiftet jedes Verhältnis.

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@Eierfanta

Nicht der Arbeitnehmer vergiftet das Verhältnis, sondern der Arbeitgeber!

Du verwechselst hier ganz entschieden Ursache und Wirkung!!!

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@Familiengerd

Ergänzung:

Es ist aber selbstverständlich, dass man den Arbeitgeber erst einmal auf die verspätete Zahlung hinweist; das kann auch durch eine Abmahnung geschehen - schließlich reagieren Arbeitgeber ja auch mit Abmahnungen, wenn ein Arbeitnehmer sich eine Vertragsverletzung hat zuschulden kommen lassen.

Im Übrigen ist es schon eine ziemliche Dreistigkeit, den Lohn (noch) nicht zu zahlen, aber Überstunden zu fordern!

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@Familiengerd

Hier Fingerspitzengefühl gefragt. Wer Fingerspitzengefühl wien Schraubstock hat, ist schnell arbeitslos.

Alles ne Frage der Kommunikation.

Im Zweifel weiss die Person die Überstunden angeordnet hat, ja nichtmal von dem Zahlungsverzug oder es gab schlichtweg ein Missgeschick vom Azubi der Lohnbuchhaltung etc. pp... Nützt dem AN alles nix, ich weiss, wird sich aber alles klären. Wenn man aber in der Zwischenzeit den Larry gemacht hat, ist man der Querulant was sich irgendwann auch im Arbeitszeugnis widerspiegelt. Wir reden hier schließlich NUR über 2 Wochen.

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@Eierfanta

Ich habe ja geschrieben (vielleicht hast Du das ja "überlesen"): "Es ist aber selbstverständlich, dass man den Arbeitgeber erst einmal auf die verspätete Zahlung hinweist"!

Sorry, aber das "NUR" in Deinem Satz "Wir reden hier schließlich NUR über 2 Wochen." ist schlichtweg Unfug und ignorant! Es soll Leute geben, die es finanziell nicht so "dicke" habe und/oder ohne finanzielles "Polster" leben (müssen), für die Dein "Wir reden hier schließlich NUR über 2 Wochen." einen "Rattenschwanz" an unangenehmen finanziellen Schwierigkeiten nach sich zieht oder ziehen kann!

Wenn Dir diese "nur" 2 Wochen gleichgültig sind oder sein können, so heißt das noch lange nicht, dass auch alle anderen entsprechenden Spielraum haben!

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@Familiengerd

In die Richtung wollte ich die Thematik eigentlich nicht drehen. Ehrenamtlich geh ich auch nicht arbeiten und bescheißen lasse ich mich ebenfalls nicht. Bei Geld hört bekanntlich der Spaß auf.

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