Muss ich trotzdem den Gerichtsvollzieher zahlen?

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5 Antworten

Der Gerichtsvollzieher kommt erst wenn nach dem Mahnbescheid ein Vollstreckungsbescheid erlassen wurde.

Sobald der Mahnbescheid kommt hast du 2 Wochen Zeit zu bezahlen oder Widerspruch einzulegen; wenn dann der Vollstreckungsbescheid kommt hast du weitere 2 Wochen Zeit zu bezahlen oder Widerspruch einzulegen. Allerdings verteuert ein Widerspruch die Verfahrenskosten erheblich.

Dann kommt der Gerichtsvollzieher und ja, wenn du bis zum Fristablauf bez. des Vollstreckungbescheids nicht bezahlt hast mußt du die Gerichtsvollzieherkosten tragen, sowie Zinsen, Gerichts- u. Anwaltskosten, (Zinsen auf die Kosten des Verfahrens).

Aber nicht nur die rückständige Raten werden dann fällig, sondern die gesamte Forderung.

Für ein gerichtliches Mahnverfahren fallen zusätzliche Kosten an, die der Gläubiger zunächst verauslagen muss. Deshalb besteht immer eine große Chance, eine fällige Rate aussetzen oder stunden zu lassen, bevor der Gläubiger wirklich einen Mahnbescheid beantragt.

Wenn der MB beantragt wurde, besteht noch Zeit, die Forderung zu begleichen - dann fallen nur die zusätzlichen Kosten des Mahnbescheids extra an. Ein Widerspruch gegen den MB ist zwar innerhalb von 14 Tagen möglich und verzögert das Verfahren (also auch den Besuch des Gerichgsvollziehers) ganz erheblich, beschert aber hohe zusätzliche Kosten, die bei einer dann folgenden Klage fällig werden.

Wenn nach dem MB wenigstens eine Teilzahlung erfolgt, kann dem MB wegen dieses Teilbetrags widersprochen werden, dann wird der Vollstreckungsbescheid (VB) entsprechend niederiger erlassen. Bis zur Zustellung des VB können wiederum Zahlungen geleistet werden, und selbst nach dem VB sind (Teil-)Zahlungen möglich. Diese müssen vom Gläubiger beim jeweils nächsten Schritt berücksichtigtt werden, also entweder schon zwischen Mahn- und Vollstreckungsbescheid oder nach dem VB bei dem Zwangsvollstreckungsauftrag.

Wenn dann doch noch irgendwann der Gerichtsvollzieher kommt, muss er die zwischenzeitlich erfolgten (natürlich vom Schuldner nachzuweisenden) Zahlungen berücksichtigten, darf also nur einen etwaigen Restbetrag pfänden.

Also so schnell geht das in der Regel nie, da meist ja schon nur beim Antrag auf einen Mahnbescheid mehr als die 4 Wochen vergehen. Dann hast du nach Zugang 2 Wochen Zeit zur Zahlung oder zum Widerspruch. Sollte weder Zahlung noch Widerspruch erfolgen, vergeht wieder einige Zeit, bis der Vollstreckungsbescheid ergeht. Darauf sind wieder 2 Wochen Zeit zur Zahlung oder zum Widerspruch, ehe erst das meist unangenehme Vollstreckungsverfahren beginnt. Der Widerspruch verzögert das Verfahren ebenfalls, würde aber bei unstreitigen Forderungen die Kosten erhöhen.

wenn du die schulden rechtzeitig abzahlst, kommt auch nicht mehr der gerichtsvollzieher.

bzw. du informierst ihn mit einem anruf kurz vor seinem besuch, dass du alles bezahlt hast.

wenn der Gläuber den Gerichtsvollzieher schon mit der Pfändung beauftragt hat, nutzt dieser Anruf wenig. Denn der Schuldner hat diesen Verzugschaden zu tragen

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@Nemisis2010

Wenn die Schulden gezahlt wurden, nachdem der GV eingeschaltet wurde, hast du natürlich recht.

Ihm geht es ja auch vielmehr um die Frage, ob der Gerichtsvollzieher noch antanzt, obwohl die Schulden "vorher" getilgt wurden.

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@Sandra678

Hier käme es aber auf das genaue Datum der Zahlung, also den Abgang vom Konto an. Sollte der GV-Termin bereits bekannt gewesen sein, dann müssten wohl ggf. die Kosten noch getragen werden, wenn nicht, woher sollte der Schuldner das dann wissen? Als Nachweis reicht dann meist der Kontoauszug mit der Wertstellung.

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Ja, da die Schulden quasi an den Gerichtsvollzieher uebergeben werden.

hä ja wie nun...?

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